3. März 2011

Mein eigenes Schreiben

Wie der Titel schon aussagt, schreibe ich in meiner Freizeit selbst das ein oder andere kurze Buch. Der folgende Text stammt aus einer Fantasy-Geschichte, an der ich momentan schreibe. Wenn ich solche Geschichten meinen Freunden zeige, sind die oft begeistert, deswegen dachte ich mir, dass es vielleicht ganz witzig wäre, ab und zu einzelne Textabschnitte hier auf meinem Blog zu veröffentlichen.
Ich freue mich natürlich über Tipps und Bemerkungen. 

Liebe Grüße,
Anna


Amilia klammerte sich an das Bein ihres Vaters. „Ich will dich nicht gehen lassen.“, schluchzte sie.
„Doch das musst du und weil du das schaffst, bin ich sehr stolz auf dich, meine Kleine.“, sagte Theodem und kniete sich neben seine Tochter. Die Menschen um ihn herum gingen an Bord der Schiffe, von denen die meisten auch schon ablegten, bis auf eines, das auf seinen Hauptmann wartete.
„Wo ist deine Mutter?“, fragte er leise und hielt das Gesicht seiner Tochter in beiden Händen. Amilia drehte sich von ihm weg und deutete auf das Tor, in dessen Schatten sich eine schlanke, aufrecht stehende Frau befand. Nur langsam überwand sie ihre Scheu und kam auf ihn zu, jeden Schritt sichtlich überwunden. Ein leichter Wind kam auf und ließ ihr langes braunes Haar nach hinten wehen. In ihren grün schimmernden Augen standen Tränen des Abschieds.
Als sie ihn erreichte, umarmte Averin ihn und er küsste sie leidenschaftlich, bis ihnen beiden die Luft wegblieb, sie sich voneinander lösten und sich ansahen. In ihren Augen erkannte er Trauer und Schmerz und wusste, dass sie sich hiermit endgültig von ihm verabschiedete.
Theodem gab seiner Tochter einen sanften Kuss auf die Stirn und betrat das letzte noch anwesende Schiff. An der Reling stehend sah er zu Averin und Amilia hinab. Amilia blieb aufrecht stehen, hatte den Blick nur kaum merklich gesenkt und winkte ihm mit ihrer kleinen Hand zu. Ihre Lippen hauchten ein leises „Du hast es Versprochen“.
Averin hingegen schlug die Hände über den Kopf, ließ sich auf ihre Knie fallen und weinte, sie weinte laut und schrie bis die Tränen sie wieder zum Schweigen brachten. Und Theodem wusste, dass sie nicht an seine Rückkehr glaubte.

1 Kommentar:

  1. Die Stelle ist so schön , aber auch traurig :(

    Hoffentlich überlebt Theodem :)

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