25. August 2011

Schweigt Still Die Nacht

Man kann eine Stadt verstehen,
man kann sie kennen, lieben und
hassen zugleich. Letzten Endes
ist man doch nur ein Teil von ihr.




"Schweigt Still Die Nacht" von Brenna Yovanoff

Script5

ISBN 978-3-8390-0127-1

17,95€

Mackie Doyles Geheimnis und das seiner Stadt sind untrennbar miteinander verbunden. Um sein Leben zu schützen, tut er gut daran, keine Aufmerksamkeit zu erregen. Doch als ein Kind verschwindet, muss Mackie sich entscheiden: Bricht er das Schweigen oder lässt er das Entsetzliche geschehen?

Mackie Doyle wohnt in Gentry, einer Kleinstadt in der amerikanischen Provinz. Doch sein eigentliches Zuhause, die Welt, aus der er stammt, birgt Tunnel bis tief unter die Erde und bodenlose Tümpel, sie beherbergt wandelnde Tote und eine Herrscherin, so grausam wie die Nacht. Vor vielen Jahren wurde Mackie ausgetauscht - und lebt anstelle eines menschlichen Babys in dessen Familie. Er würde alles dafür tun, ein normales Leben zu führen, unbemerkt von neugierigen Augen, doch die andere Seite der Nacht ruft ihn: Als wieder ein Kind verschwindet, die Schwester seiner großen Liebe Tate, weiß Mackie, dass er sich den dunklen Kreaturen tief unter der Stadt stellen und endlich seinen Platz finden muss - in unserer Welt oder ihrer.

"Schweigt Still Die Nacht" ist eine schaurige, schöne Geschichte über das Hässliche. Ich muss zugeben, es hat ein paar Tage gedauert, mich in dieses Buch einzulesen, doch letzte Nacht habe ich es mir in meinem Bett gemütlich gemacht und weitergelesen (um genau zu sein habe ich die ganze Nacht durchgelesen und bin erst um sieben Uhr morgens eingeschlafen). Es ist unglaublich spannend und gefühlvoll, sodass ich - ehrlich gesagt - bei den letzten Seiten die ein oder andere Träne nicht verdrücken konnte!
Die Geschichte ist originell, keine typische "Gestalten-der-Nacht-Story". Man wird in den ersten Seiten toll in die Handlung eingesponnen, die Charaktere werden direkt zu Anfang gut beschrieben. Nur bei Mackie, der Hauptperson, dauert es eine Weile, bis man raus hat, wie er tickt. Doch unter anderem das macht dieses Buch lesenswert. 
Der Schreibstil der Autorin ist nicht sehr ausgefallen, eher normal, was aber keinesfalls ein Minuspunkt für Brenna Yovanoff ist! 
Bei dem Buchcover war ich mir anfangs unsicher, ob es wirklich passend ist, doch schon bald war ich davon überzeugt, dass es so und nicht anders sein muss. 
Der Text auf dem Buchrücken und der Klappentext beschreiben die Geschichte nicht ganz treffend. Ich für meinen Teil dachte bis zur Hälfte des Buches, bei den Wesen der Nacht handle es sich um Vampire - was es (meiner Meinung nach zum Glück) nicht tut. Wer oder besser, was Mackie Doyle wirklich ist, verrate ich euch aber nicht!
Empfehlen kann ich dieses Buch im Prinzip jedem, doch da es unter anderem von Jugendlichen und der ersten großen Liebe handelt, kann ich nicht genau sagen, welcher Erwachsene sich dafür interessieren kann (Ich rate euch aber - lest es, es lohnt sich).

Fazit: Eine schöne, schaurige Geschichte über das Hässliche, über Liebe, das Leben und wahre Freundschaft.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen