12. Oktober 2011

Isola






"Isola" von Isabel Abedi

Arena

ISBN 978-3-401-06048-4

14,95€

Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt. 

Als sie die anderen Darsteller des Filmes "Isola" kennenlernt, hat Vera noch keinen blassen Schimmer, was sie erwartet. Sie und elf andere Jugendliche sollen drei Wochen auf einer abgelegenen Insel verbringen, wobei in jedem Augenblick eine Kamera auf sie gerichtet ist. Von der Realität abgeschnitten bestimmen sie selbst, wie die Geschichte des Filmes verläuft. Aber schon bald müssen die Kids feststellen, dass das, was sie sich unter dem Projekt vorgestellt haben, von Anfang an anders geplant war. Und zwar tödlich ...

Isabel Abedi ist ein Roman von äußerster fesselnder Atmosphäre gelungen. Die psychologische Dichte hüllt den Leser in einen aus Spannung gewebten Kokon ein, der ihn selbst nach der Lektüre noch einige Zeit gefangen hält. Des Rätsels Lösung ist so gut versteckt, dass man immer wieder von den Wendungen im Buch überrascht ist. 
Eine zart beginnende Liebesgeschichte, ein Familiendrama, das auf der Insel seinem Höhepunkt entgegenstrebt, die verschiedenen Charaktere der Jugendlichen und ihre Art, auf die Überwachung zu reagieren - das ist Isola! 
Die Autorin hat ihre Ideen unglaublich toll verschriftlicht und hat somit ein sehr faszinierendes Werk geschaffen, das den Leser in seinen Bann zieht. 
Beim Lesen des Buches sind die Charaktere für mich lebendig geworden und sie werden mir auch noch lange in Erinnerung bleiben. Neander und Solo habe ich sofort ins Herz geschlossen, aber vor allem die Hauptfigur und Ich-Erzählerin der Geschichte (Vera) hat mich fasziniert. 
Die Liebesgeschichte zwischen Vera und Solo zu verfolgen ist wirklich interessant und die dazu aufkommende Spannung macht das ganze noch sehr dramatisch. 
Die Spannung baut sich schon fast zu Anfang der Geschichte auf, leise und unbemerkt. Doch spätestens als die Jugendlichen alleine und auf sich gestellt sind, kriecht einem dieses Gefühl der Auswegslosigkeit den Rücken empor, welches es unmöglich macht, das Buch aus den Händen zu legen. 
Besonders genial sind die vielen überraschenden Wendungen - das macht alles viel lebendiger und noch spannender! 
Ich kann dieses Buch all denen empfehlen, die psychologisch ausgefeilte Romane mögen!

Fazit: Ein würdevoller Nachfolger von "Whisper" - spannend & ergreifend!

1 Kommentar:

  1. Hey,
    durch Zufall bin ich auf deinen Blog gestoßen und dachte: "Wow der heißt ja fast, wie meiner :)".
    Deine Rezension zu "Isola" gefällt mir wirklich gut. Ich hätte es nicht besser machen können.
    Besonders schön an der Geschichte fand ich, dass man den Namen "Isola" zuerst vielleicht mit einer Fantasywelt verbindet, aber eine Geschichte geliefert bekommt, die gar keine Feen und Elfen braucht.

    Ich glaube ich schau hier mal öfters vorbei.
    liebe Grüße
    Emma

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