26. Juli 2012

Göttlich verloren

"Sie musste sich damit abfinden. Manche Leute 
waren eben nicht dazu bestimmt, glücklich vereint bis 
an ihr seliges Ende zu leben, egal, was sie füreinander 
empfanden. Hades und Persephone waren das perfekte 
Beispiel dafür. Hades hatte ihr erzählt, dass er und
Persephone die Freude des anderen waren, aber sie waren 
dennoch beide unglücklich. Ihre "Liebe" zwang sie, in 
Gefängnissen zu leben, in denen der eine halbtot war, 
wenn sie zusammen waren, und der andere halb tot, 
wenn sie getrennt waren. Das war keine Freude. 
Freude war das Gegenteil von einem Gefängnis. 
Sie öffnet das Herz, anstatt es einzuschließen. 
Freude war Freiheit und nicht Traurigkeit, 
Verbitterung und Hass..."







"Göttlich verloren" von Josephine Angelini

Dressler

ISBN 978-3-7915-2626-3

19,95€

Seit Helen erfahren hat, dass sie zu den Halbgöttern, auch Scions genannt, gehört, hat sie kein ruhiges Leben mehr. Die Furien fordern Blutrache von den vier Häusern der Scions, sodass sich diese untereinander bekämpfen müssen, sobald sie sich begegnen. Da Helen als Deszenderin als einzige die Fähigkeit besitzt, lebend in die Unterwelt zu reisen, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Furien zu finden und die übrigen Scions von diesem Fluch zu erlösen. Nacht für Nacht steigt Helen in die Unterwelt hinab und sucht nach den drei verfluchten Schwestern. Von den Anstrengungen ihrer Aufgabe geschwächt wird ihr Leben von Tag zu Tag schwieriger und - wie sich herausstellt - auch kürzer.  Doch da erhält sie unerwartet Hilfe von Orion, einem anderen Halbgott, der ebenfalls eine Fähigkeit besitzt, die es ihm möglich macht, ihr in der Unterwelt zu helfen. Zusammen entwickeln sie einen Plan die Furien zu finden.

"Göttlich verloren" ist der lang ersehnte zweite Band der "Göttlich"-Trilogie von Josephine Angelini, in dem die Autorin erzählt, wie es zwischen Helen und Lucas weitergeht, und wie Helen verzweifelt versucht, die Furien in der Unterwelt ausfindig zu machen und den Fluch der Blutrache zu beenden.
Das Cover ist ähnlich wie das des ersten Bandes gestaltet und liefert keinen Einblick auf die Geschehnisse des Buches.
Der Schreibstil der Autorin steht wie im vorhergegangenen Band im Hintergrund; Die Autorin verzichtet weitgehend auf jegliche Schnörkel oder Poesie und erzählt ihre Geschichte aus der dritten Person (Wobei es sich manchmal ändert, aus wessen Sicht sie schreibt).
Zur Geschichte: Im ersten Band hat Helen herausgefunden, dass sie eine Halbgöttin, ein Scion, ist und musste sich gegen einige Halbgötter aus dem Haus Theben beweisen. Da Hector bei dem Versuch ihr zu Helfen zu einem Verbannten wird, legt sie sich im zweiten Band die Aufgabe auf, jede Nacht in die Unterwelt hinabzusteigen, die Furien zu finden und die Scions von der Blutrache zu befreien, damit die Delos-Familie wieder vereint sein kann. Als sich herausstellt, dass Helen mit dieser Aufgabe ihr Leben riskiert, kann ihr nur noch der Halbgott Orion helfen, dem es durch eine Art Schmuckstück erlaubt ist, die Unterwelt lebendig zu betreten und auch wieder zu verlassen. So entwickeln die Beiden einen Plan, mit dem sie Helens schwere Aufgabe zu lösen hoffen. 
Es kommen natürlich ein paar neue Charaktere vor, wie zum Beispiel Orion (Dessen Rolle ich ja nun schon erklärt habe), der Gott Ares, Hades oder Automedon. Der Nebencharakter Zach spielt hier eine deutlich wichtigere Rolle als noch im ersten Band. Er schafft es die Geheimnisse um die Delos-Familie und Helen zu lüften und muss sich daraufhin entscheiden - entweder er unterstützt Helen oder er hilft Jemandem, der sich etwas Grausameres als ihren Tod wünscht (Wie er sich letztendlich entscheidet, müsst ihr selbst lesen!). 
Besonders gefallen hat mir der neue Charakter Orion. Er ist sympathisch, gutaussehend und bereit, sein Leben zu opfern um Helen zu helfen - also genau das, was sie jetzt braucht, um sich von Lucas abzulenken, der ihr mit seinem Verhalten ihr die kalte Schulter zu zeigen keinen Gefallen tut. Im Nachhinein wird das Erscheinen Orions - welches natürlich kein Zufall ist, wie ihr erfahren werdet - zu einem Problem: Helen ist sich ihrer Gefühle für Lucas nicht mehr sicher und so droht die epische Liebesgeschichte der Beiden hier zu enden. Wie Helen sich letztendlich entscheidet, erfahren wir alle allerdings erst in "Göttlich verliebt" (Mai 2013).
Zu empfehlen ist dieses Buch allen "Göttlich"-Liebhabern und allen Fans von Josephine Angelini.

Fazit: Ich war bereits von "Göttlich verdammt" begeistert, aber wirklich für "göttlich" befunden habe ich erst den zweiten Band, "Göttlich verloren".

Kommentare:

  1. Hey, wiedermal ne klasse Rezi von dir.
    Ich möchte den ersten Band unbedingt bald lesen, weil alle so begeisert sind. Und nach deiner Rezi noch viel mehr... :)
    Schau doch mal bei uns vorbei...ich lese auch gerne Jugendbücher und wir haben vor kurzem den ABC-Tag gestartet. Wenn du Lust hast, mach mal mit! :)

    http://buchlabyrinth.blogspot.de/

    LG ;)

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    1. Ich freu mich, dass dir die Rezi gefällt und ich kann dir nur DRINGEND ( :D ) empfehlen, den ersten Band zu lesen und am besten den zweiten gleich hinterher! Es lohnt sich wirklich :)

      LG ;)

      PS: Ich schaue gerne mal bei euch vorbei ! :)

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  2. Hey, danke für deinen Kommentar!
    "Saeculum" kommt ganz bald zu meinen anderen Bücherlieblingen :)
    Du hast einen Leser mehr ;)

    Liebe Grüße

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  3. Ich mochte "Göttlich verloren" zwar nicht so, aber egal ;)
    Was ich eigentlich schreiben wollte, ist, dass ich dir nen Award verliehen habe.
    http://morriganneverendingwonderland.blogspot.de/2012/09/die-meisten-haben-es-vermutlich-schon.html#comment-form

    LG Maggi

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  4. Toller Blog, da werd ich doch gleich mal Leser :)

    Mir hat der zweite Teil auch viel besser gefallen, als der erste :)

    Liebe Grüße
    Sibel

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