2. Oktober 2017

Rezension: Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Eine machtvolle Liebe,
geschrieben in Tinte und Blut.
 ("Die Fabelmacht-Chroniken" von Kathrin Lange, Arena)





"Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen" von Kathrin Lange

Arena

ISBN 978-3-401-60339-1

18,00€

Umfang: 409 Seiten

Inhalt
Als Mila im Gare de l'Est in Paris auf Nicholas trifft, den Jungen, über den sie seit Jahren Geschichten schreibt und der aussieht, als sei er einer dieser Geschichten soeben entschlüpft, steht ihre Welt Kopf. Dass sie sich über die Jahre in den Nicholas aus ihren Notizbüchern verliebt hat, macht das Ganze nicht einfacher. Mila gerät in eine Spirale aus Ereignissen, die immer gefährlicher zu werden drohen, bis es um Leben und Tod geht. Gemeinsam mit Eric, den sie ebenfalls in Paris kennenlernt, und Nicholas kommt Mila einer geheimen Macht auf die Spur, die in ihr schlummert. Als sie erfährt, dass dieselbe Macht auch Nicholas innewohnt, beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und gegen eine Geschichte, die bereits geschrieben wurde, deren Ende bereits feststeht.

Cover:
Das Cover von Die Fabelmacht-Chroniken gefällt mir. Die türkisblauen und orangenen Nebelwolken sehen aus wie Tinte, die sich im Wasser verteilt, was gut zur Thematik des Schreibens passt. Ebenso passend sind die Gebäudeumrisse der Sehenswürdigkeiten in Paris, die am unteren Bildrand zu sehen sind. Insgesamt wirkt das Cover geheimnisvoll und verzaubert.

Schreibstil:
Der erste Band der Fabelmacht-Chroniken ist das erste Buch, das ich von Kathrin Lange lese. Die Autorin hat eine geheimnisvolle Art zu schreiben, mit der sie den Leser recht schnell in ihren Bann ziehen kann. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, erfahren wir als Leser mehr Hintergründe, als die Protagonistin Mila selbst, was es umso interessanter macht mitzuverfolgen, wie Mila den Geheimnissen rund um ihre Gabe - die Fabelmacht - auf die Spur kommt. 

Geschichte / Inhalt:
Wie ihr wisst, möchte ich nicht zu viel verraten, für den Fall, dass einige von euch das Buch noch nicht gelesen haben, dies aber noch tun möchten. 
Ich muss sagen, dass mir die Idee hinter der Geschichte ausgesprochen gut gefallen hat. Ein bisschen hat mich die Fabelmacht, also die Gabe, etwas zu schreiben, was schließlich Wirklichkeit wird, ein wenig an Tintenherz erinnert, aber abgesehen davon ist mir diese Idee neu und somit sehr willkommen. Heutzutage ist es schwierig, etwas zu schreiben, wovon der ein oder andere Leser noch nichts gelesen haben. Meiner Meinung nach ist dies Kathrin Lange aber gelungen. 
Mit Paris als Schauplatz wirkt das Ganze natürlich noch magischer. Nicht nur die verworrene Liebesgeschichte passt hier gut hin, sondern auch die vielen Geheimnisse und die Fabelmacht selbst. 

Charaktere:
Ja, die Charaktere. Da haben wir einige, und ich halte jeden einzelnen für wichtig, trotzdem beschränke ich mich auf "die wichtigsten":
Mila ist die Protagonistin. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ihre Art zu denken, zu reden und Entscheidungen zu treffen hat mir gut gefallen und somit fiel es mir leicht, mich in sie reinzuversetzen. Das Einzige, was ich an ihr kritisieren möchte, sind ihre unglaublich starken Gefühle für Nicholas. Mir ist bewusst, was die Autorin sich dabei gedacht hat, nämlich dass Mila seit Jahren über ihn schreibt und er dadurch für sie so lebendig wird in ihren Geschichten, dass sie sich in ihn verliebt. Trotzdem war das der einzige Punkt, den ich nicht so gut nachvollziehen / verstehen konnte, auch wenn mir der Gedanke dahinter klar ist. Das soll aber nur ein klitzekleiner Kritikpunkt sein.
Nicholas wird dem Leser auf zwei unterschiedliche Weisen präsentiert. Auf der einen Seite ist er anfangs unsympathisch, mürrisch, düster und mysteriös. Diese Seite lernt Mila anfangs kennen. Auf der anderen Seite ist er besorgt, mitfühlend, ängstlich und verletzlich, was an den Stellen deutlich wird, in denen aus seiner Sicht geschrieben wird. Das macht ihn zu einem sehr interessanten Charakter, obwohl er meiner Meinung nach ab und zu eeeeetwas zu mysteriös ist.
Eric ist als Charakter gut gelungen, auch wenn im ersten Band dieser Reihe noch nicht ganz deutlich wird, was für eine Rolle er noch spielen wird. Auch seine Verbindung zu Mila ist noch nicht ganz nachvollziehbar für mich als Leser. Trotzdem hat mir seine direkte Art gut gefallen, und da er ebenfalls in Mila verliebt ist, gestaltet sich ein interessantes "Liebes-Dreieck" (die Anführungszeichen deshalb, weil es kein typisches Liebes-Dreieck ist - aber was ich damit meine müsst ihr selbst herausfinden!).

Fazit:
Ich habe es genossen, Die Fabelmacht-Chroniken zu lesen. Es handelt sich um ein einfaches, nicht zu schwer verdaubares aber trotzdem sehr schönes Buch.Wer Lust auf eine Fantasy-Liebesgeschichte in Paris hat, ist mir Kathrin Langes Roman bestens bedient. 
Ich freue mich auf den nächsten Band!

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil:🌖 (75/100)
Inhalt:🌕 (100/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Bücherabteilung von MUKK in Münster bedanken. Freundlicherweise durfte ich mir dieses und weitere Rezensionsexemplare ausleihen, sodass ich mit tollem Lesestoff versorgt bin. Vielen lieben Dank! 

Eure Anna

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