20. April 2018

Rezension: "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen"






"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" von Martin Schörle

Engelsdorfer Verlag

ISBN 9783960084082

9,50€ (Amazon)

Umfang: 119 Seiten

Das Buch mit dem beiden Theaterstücken von Martin Schörle habe ich vom Autor als Rezensionsexemplar gehalten. Nach "Harry Potter und das verwunschene Kind" handelt es sich dabei um mein erstes (meine ersten) Theaterstück(e). Die Rezension hierzu wird, da sich das bei diesen Stücken anbietet, etwas anders ausfallen. Hierbei werde ich "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" als Theaterstück (1) bennenen und "Einladung zum Klassentreffen" als Theaterstück (2).

Inhalt (1):
Hans Fredenbek ist ein Verwaltungsbeamter in den Endvierzigern, der das private Leben sowie den beruflichen Alltag unter einen Hut zu bekommen versucht. Dabei erleben wir den Beamten in verschiedenen Alltagssituationen und erfahren monologisch von seinen Gedanken und Ansichten. Es wird deutlich, dass es für ihn kaum noch ein Leben außerhalb des Büros gibt, da er sich immer mehr in ein Gewirr aus Arbeitsvorgängen, Statistiken, Verordnungen und Aktenzeichen verstrickt. Doch kann das gut gehen?

Inhalt (2):
20 Jahre nach dem Abschluss soll es ein Klassentreffen geben. Carsten Heyemann hat seine Mitschüler seit dem nicht gesehen, was auch für seine frühere Jugendliebe Marina gilt. Da es an Carsten ist, das Klassentreffen zu organisieren, beginnt er, die Leute zu kontaktieren. So fängt das Theaterstück damit an, dass Carsten Marina während einer Zugreise auf dem Handy anruft. Marina, die in der Vergangenheit den ein oder anderen Schicksalsschlag hinnehmen musste und davon geprägt ist, hat dennoch immer noch Gefühle für Carsten. Doch noch weiß sie von nichts ...

Cover: 
Das Cover selbst spricht mich nicht sonderlich an, doch es passt sehr gut zu dem ersten Theaterstück, "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten".

Schreibstil:
Die beiden Theaterstücke von Martin Schörle waren - wie bereits gesagt - nach "Harry Potter und das verwunschene Kind" die ersten Stücke, die ich gelesen habe. Nach Harry Potter dachte ich, gut auf zwei weitere Theaterstücke eingestimmt zu sein, doch da Schörles Stücke größtenteils monologisch aufgebaut sind, war das nicht der Fall.Ich habe mich sehr schwer damit getan, den unendlichen Monologen zu folgen, wobei hin und wieder Stellen waren, an denen ich schmunzeln oder auch lachen musste.

Fazit:
Martin Schörle hat mir mit seinem Rezensionsexemplar ermöglicht, tiefer in eine Textgattung einzutauchen, welche ich bisher noch nicht intensiv erforscht hatte. Damit wurde mir eine Erfahrung beschert, um die ich froh bin. Schörles Theaterstücke tragen viel Liebe und Humor in sich, die für den Leser definitiv spürbar werden. Trotzdem muss ich sagen, dass ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch / den beiden Stücken hatte. Dabei glaube ich, dass dies vor allem daran liegt, dass die Gattung des Theaterstücks möglicherweise nicht mein Fall ist. Trotzdem kann ich "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" jedem empfehlen, der gerne Theaterstücke liest und nichts gegen eine ordentliche Priese Sarkasmus. Jedem, der bisher noch keine Theaterstücke gelesen hat, empfehle ich erst ein mal etwas anderes in der Richtung zu lesen, da es gerade bei "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" sehr schwer sein kann, den langen Monologen und Gedankengängen von Hans zu folgen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen