7. November 2018

Rezension: Grischa - Goldene Flammen






"Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

Carlsen

ISBN 978-3-551-31326-3

Preis: 7,99€ (Amazon)

Umfang: 348 Seiten

Inhalt:
Alina Starkowa ist eine einfache und unscheinbare junge Frau, die als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren arbeitet. Niemand darf wissen, dass jemand wie sie verliebt ist in jemanden wie Maljen Oretsew, ihren Kindheitsfreund, der ein erfolgreicher und gutaussehender Fährtenleser der Ersten Armee ist. Als Alina dann eines Tages Maljens Leben und das vieler anderer auf unerklärliche Weise rettet, verändert sich alles für sie. Es wird behauptet, sie sei eine Grischa, jemand mit übernatürlichen Fähigkeiten. Alina wird vom einfachen Waisenmädchen und der unscheinbaren Kartografin zur wichtigsten Grischa in ganz Rawka, was ihr nicht nur die Aufmerksamkeit des Zaren einbringt, sondern auch die des ganzen Landes. Während manche sie vergöttern, trachten andere nach ihrem Leben aufgrund ihrer neugewonnenen Fertigkeiten. Doch was bedeutet all das für ihre Freundschaft zu Maljen?

Cover:
Das Cover von Grischa ist ganz okay, doch nicht auffällig genug als dass ich aufgrund des Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Das lag nämlich viel mehr am Autor, Leigh Bardugo, da ich bereits die beiden Bücher Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen von ihr gelesen habe.

Schreibstil:
Wer meine Rezensionen zu Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen gelesen hat, weiß, dass ich durch diese Bücher ein großer Fan von Leigh Bardugos Schreibstil geworden bin. Sie hat, meiner Meinung nach, einen ähnlichen Schreibstil wie Sarah J. Maas, deren Bücher ich ebenfalls sehr sehr gerne lese. Bardugo schafft es genauso wie Maas den Leser vollkommen in ihren Bann zu ziehen.

Geschichte / Inhalt: 
Wie so oft werden auch mit Grischa viele Klischees bedient. Wir haben eine junge Protagonistin, die eine ihr bisher unbekannte Fähigkeit entdeckt und damit aus der Masse heraus sticht. Geboren als Waisenkind und aufgezogen in Armut bekommt sie nun die Chance auf ein neues, ein besseres Leben in Reichtum und Luxus. Doch all das hat auch seine Schattenseiten.
Wem das bekannt vorkommt, der hat vielleicht Bücher wie Die Rebellin von Trudi Canavan gelesen, dessen Plot zwar wesentlich tiefgründiger, aber im Wesentlichen gleich ist.
Nichtsdestotrotz haben Autoren wie Leigh Bardugo Glück, dass ich ein riesengroßer Fan von diesen Klischees bin. Natürlich freue ich mich, wenn ich mal etwas neues zu Lesen bekommen, aber trotzdem genieße ich diese Art von Storyline. Hinzu kommt, dass Bardugo auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwartet, was mich sehr gefreut hat.

Charaktere:
Die Charaktere in Grischa haben mit insgesamt gut gefallen, auch wenn manche etwas zu "flach" oder "seicht" dargestellt waren. Da wäre es schön gewesen, wenn Bardugo noch etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Alina ist die Protagonistin. Sie ist eine unscheinbare junge Frau, arbeitet als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren und ist Hals über Kopf verliebt in ihren Kindheits- und Jugendfreund Maljen, der ein erstklassiger Fährtenleser der Ersten Armee ist. Alina ist Waisenkind, genau wie Maljen, und sie sind gemeinsam im selben Waisenhaus aufgewachsen, sodass sie sich sehr früh angefreundet haben. Dass Maljen sich zu einem Frauenschwarm entwickelt hat, gefällt Alina nicht, doch da Maljen nicht wissen darf, dass sie in ihn verliebt ist, kann sie daran nichts ändern. Als sie ihre Fähigkeiten entdeckt und in den Kleinen Palast gebracht wird um mit den anderen Grischa zu lernen, verändert Alina sich zu einer mutigen (aber manchmal auch noch ängstlichen) schönen Grischa, die schmerzlich erfahren muss, dass man nicht jedem trauen darf.
Maljen hat mir ebenfalls gut gefallen. Anfangs ist er ein Frauenschwarm, der allerdings immer zu seiner Freundin Alina hält und ihre Gesellschaft der von anderen Frauen oftmals vorzieht (wenn auch nicht im körperlichen Sinne). Als er und Alina getrennt werden, verändert er sich zu einem düsteren, mürrischen Maljen. Doch als Alina in Gefahr gerät, riskiert er alles, um ihr zu helfen. Das ist wahre Freundschaft!
Zu den anderen Charakteren möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, da ich Angst hätte zu viel zu verraten.

Fazit:
Grischa ist ein wahnsinnig gutes Buch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen und dabei gelacht, geschmunzelt, mitgefiebert und - am Ende - sogar geweint. DAS ist es, was ein gutes Buch ausmacht. Eine klare Empfehlung!

Cover: 🌘 (25/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

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