9. Juli 2019

Rezension: Spiel der Macht





Auf einen Blick: 
Titel: Spiel der Macht
Autorin: Marie Rutkoski
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58388-8
Preis: 19,99€
Umfang: ca. 364 Seiten

Inhalt:
Die siebzehnjährige Kestrel wird von ihrem Vater, dem ranghöchsten General Valorias, vor die Wahl gestellt: Entweder muss sie heiraten oder der Armee beitreten. Doch Kestrel hält nicht viel vom Kämpfen. Ihre Leidenschaft ist die Musik, insbesondere das Klavierspielen. Das ist auch der Grund, warum sie einem Impuls folgend den Sklaven Arin ersteigert, da dieser ein Talent fürs Singen haben soll. Doch Arin weigert sich, für Kestrel zu singen und nur langsam gelingt es ihr, ihn dazu zu bringen, wenigstens mit ihr zu Reden und Zeit mir ihr zu verbringen. Schnell muss Kestrel feststellen, dass sie Gefühle für den Sklaven entwickelt. Was sie nicht weiß, ist dass Arin ein Geheimnis hat, ein finsteres, tödliches Geheimnis, das Kestrel letztendlich ihr Herz kosten wird.

Cover:
Ich glaube, dass ich zu dem Cover von Spiel der Macht nicht viel sagen muss. Es ist einfach nur wunderschön! Die pinkroten Blütenblätter, die um den Dolch herum zu Boden fallen, stehen einerseits für die Schönheit der Blume, doch andererseits symbolisieren sie den Tod, da sie von der Blume getrennt nicht lange erhalten bleiben. Ähnlich steht es um den Dolch, der auf dem Cover abgebildet ist: Er ist wunderschön gestaltet mit all den Gravuren, doch trotzdem ist er eine tödliche Waffe. Mit dem anthrazitfarbenen Hintergrund halte ich das Cover in allen Punkten für sehr gelungen.



Schreibstil:
Spiel der Macht ist das erste Buch von Marie Rutkoski, das ich gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn er nicht außergewöhnlich ist. Insgesamt lässt sich das Buch aber leicht und flüssig lesen. Was mir gut gefallen hat, ist, dass man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erfährt und somit mehr weiß, als die Charaktere selbst.

Geschichte:
Die Geschichte um Kestrel und Arin hat mir sehr gut gefallen. Dass Kestrel als Tochter des Generals vor der Wahl steht, jung zu heiraten oder der Armee beizutreten, finde ich gut und definitiv passend für die Gesellschaft, die uns zu Beginn des Buchs vorgestellt wird. Mit der Wendung, die die Geschichte irgendwann nimmt, habe ich persönlich nicht gerechnet. Natürlich verrate ich hier nicht, um was für eine Wendung es sich dabei handelt, aber ich Verspreche euch, dass es unerwartet kommt und noch viel mehr Spannung mit sich bringt. Wie Kestrel letztendlich mit den Folgen des Geheimnisses, welches Arin vor ihr hat, umgeht, hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ich finde es nicht immer logisch, wie sie auf die Geschehnisse reagiert, da sie mit ihren Handlungen ihr Volk verrät, an dem ihr vorher so viel gelegen hat. Für die fehlende Logik muss ich an dieser Stelle leider Punkte abziehen.
Trotzdem ist die Geschichte insgesamt sehr gut gelungen. Als Leser kann man sich schnell in die Charaktere reinfühlen und es macht großen Spaß, aus verschiedenen Sichtweisen den Geschehnissen rund um Kestrel und Arin zu folgen.

Fazit:
Spiel der Macht hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Die Aufmachung der Welt, in der Kestrel lebt, ist gut gelungen und wirkt authentisch. Man kann sich als Leser die meiste Zeit in die Charaktere hineinversetzen und ihre Taten nachvollziehen. Zusammen mit dem Schreibstil der Autorin wurde eine wunderbare Welt erschaffen, in der wir sehr gespannt sind, in Spiel der Ehre zu erfahren wie es weitergeht.

Bewertung:
Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Geschichte: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Ausblick auf Band 2 - Spiel der Ehre: