4. Dezember 2018

Rezension: A Court of Thorns and Roses





"A Court of Thorns and Roses" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN 9781408857861

Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Umfang: 419 Seiten

Inhalt:
Die junge Feyre muss jeden Tag aufs Neue auf die Jagd gehen, um ihre Familie am Leben zu erhalten. Ihr Vater und ihre beiden Schwestern sind ihr dabei keine Hilfe, weswegen Feyre an jenem schicksalhaften Tag alleine durch die Wälder streift. Doch was sie dort findet und tötet, ist kein Tier. Der Moment, in dem Feyre ihren Pfeil abschießt, verändert ihr gesamtes Leben. Denn nun ist sie gezwungen, nördlich der Mauer zu leben, die die Welt der Menschen von der Welt der Fae trennt. Am Hof eines Fae soll sie den Rest ihres Lebens verbringen - doch birgt die Welt nördlich der Mauer große Gefahren, und schon bald muss Feyre erneut für diejenigen kämpfen, die sie liebt.

Cover:
Die englische Version des Buches, die ich gelesen habe, hat ein sehr schönes Cover. Das Rot ist vielleicht ein bisschen zu dominant, aber insgesamt finde ich das Cover dennoch ansprechend. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover noch besser gefällt. (Das deutsche Cover könnt ihr hier bei LovelyBooks sehen: https://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-J.-Maas/Das-Reich-der-sieben-H%C3%B6fe-Dornen-und-Rosen-1358496070-w/)

Schreibstil:
Mittlerweile solltet ihr mich und meinen Geschmack ja kennen. Und wer meine vorherigen Rezensionen gelesen hat, weiß, dass ich Sarah J. Maas für eine Göttin halte! Ihr Schreibstil ist wahnsinnig einnehmend und fesselnd, und mit A Court of Thorns and Roses hat sie ein neues High-Fantasy Erlebnis geschaffen.

Geschichte:
Der Inhalt des Buches hat mich ein wenig an Die Schöne und das Biest erinnert - aber das ist keinesfalls etwas negatives! Wir erfahren die Geschichte einer jungen Frau, fast noch ein Mädchen, die in den Wäldern ihr Schicksal trifft und von da an gezwungen ist, fernab von ihrem Zuhause zu leben, im selben Haus (oder sollte ich sagen: Palast?) wie derjenige, den sie aus tiefstem Herzen hasst. Doch können Feyres Gefühle sich ändern für den High Fae, mit dem sie zusammen leben muss - bis zum Ende ihres Lebens? Kann Feyre sich in eine Welt einfügen, die so anders ist als die Welt, aus der sie stammt?
Also: Die Geschichte hat mir sehr sehr sehr gut gefallen, mit all ihren Charakteren und Welten.

Charaktere:
Charaktere gibt es insgesamt viele. Da haben wir natürlich Feyre, ihren Vater, ihre Schwestern Nesta und Elain, und natürlich all die Fae und High Fae, die Feyre in Prythian kennenlernt. 
Meine Lieblingscharaktere? Feyre (natürlich), Tamlin (High Fae), Lucien (Fae) und - auch wenn ich mir da nicht sofort sicher war - Rhysand (High Fae). Ich möchte euch aber auf keinen Fall das Lesen mit irgendwelchen Spoilern verderben, weswegen ich nicht näher ausführe, wer wer ist und wer was macht und warum wer zu meinen Lieblingscharakteren gehört!

Fazit:
Oh mein Gott! Viel mehr brauche ich gar nicht zu schreiben! Sarah J. Maas hat es erneut geschafft, eine eigene Welt zu kreieren, in der ich mich absolut verlieren konnte. Nun, wo ich auch schon etwas mehr als die Hälfte von A Court of Mist and Fury (Band 2) gelesen habe, kann ich wirklich nur noch sagen: Wer Fantasy mag, MUSS dieses Buch lesen. Ganz abgesehen davon, dass es sich hierbei sowieso um ein Muss für jeden Maas-Fan handelt.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

7. November 2018

Rezension: Grischa - Goldene Flammen






"Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

Carlsen

ISBN 978-3-551-31326-3

Preis: 7,99€ (Amazon)

Umfang: 348 Seiten

Inhalt:
Alina Starkowa ist eine einfache und unscheinbare junge Frau, die als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren arbeitet. Niemand darf wissen, dass jemand wie sie verliebt ist in jemanden wie Maljen Oretsew, ihren Kindheitsfreund, der ein erfolgreicher und gutaussehender Fährtenleser der Ersten Armee ist. Als Alina dann eines Tages Maljens Leben und das vieler anderer auf unerklärliche Weise rettet, verändert sich alles für sie. Es wird behauptet, sie sei eine Grischa, jemand mit übernatürlichen Fähigkeiten. Alina wird vom einfachen Waisenmädchen und der unscheinbaren Kartografin zur wichtigsten Grischa in ganz Rawka, was ihr nicht nur die Aufmerksamkeit des Zaren einbringt, sondern auch die des ganzen Landes. Während manche sie vergöttern, trachten andere nach ihrem Leben aufgrund ihrer neugewonnenen Fertigkeiten. Doch was bedeutet all das für ihre Freundschaft zu Maljen?

Cover:
Das Cover von Grischa ist ganz okay, doch nicht auffällig genug als dass ich aufgrund des Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Das lag nämlich viel mehr am Autor, Leigh Bardugo, da ich bereits die beiden Bücher Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen von ihr gelesen habe.

Schreibstil:
Wer meine Rezensionen zu Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen gelesen hat, weiß, dass ich durch diese Bücher ein großer Fan von Leigh Bardugos Schreibstil geworden bin. Sie hat, meiner Meinung nach, einen ähnlichen Schreibstil wie Sarah J. Maas, deren Bücher ich ebenfalls sehr sehr gerne lese. Bardugo schafft es genauso wie Maas den Leser vollkommen in ihren Bann zu ziehen.

Geschichte / Inhalt: 
Wie so oft werden auch mit Grischa viele Klischees bedient. Wir haben eine junge Protagonistin, die eine ihr bisher unbekannte Fähigkeit entdeckt und damit aus der Masse heraus sticht. Geboren als Waisenkind und aufgezogen in Armut bekommt sie nun die Chance auf ein neues, ein besseres Leben in Reichtum und Luxus. Doch all das hat auch seine Schattenseiten.
Wem das bekannt vorkommt, der hat vielleicht Bücher wie Die Rebellin von Trudi Canavan gelesen, dessen Plot zwar wesentlich tiefgründiger, aber im Wesentlichen gleich ist.
Nichtsdestotrotz haben Autoren wie Leigh Bardugo Glück, dass ich ein riesengroßer Fan von diesen Klischees bin. Natürlich freue ich mich, wenn ich mal etwas neues zu Lesen bekommen, aber trotzdem genieße ich diese Art von Storyline. Hinzu kommt, dass Bardugo auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwartet, was mich sehr gefreut hat.

Charaktere:
Die Charaktere in Grischa haben mit insgesamt gut gefallen, auch wenn manche etwas zu "flach" oder "seicht" dargestellt waren. Da wäre es schön gewesen, wenn Bardugo noch etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Alina ist die Protagonistin. Sie ist eine unscheinbare junge Frau, arbeitet als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren und ist Hals über Kopf verliebt in ihren Kindheits- und Jugendfreund Maljen, der ein erstklassiger Fährtenleser der Ersten Armee ist. Alina ist Waisenkind, genau wie Maljen, und sie sind gemeinsam im selben Waisenhaus aufgewachsen, sodass sie sich sehr früh angefreundet haben. Dass Maljen sich zu einem Frauenschwarm entwickelt hat, gefällt Alina nicht, doch da Maljen nicht wissen darf, dass sie in ihn verliebt ist, kann sie daran nichts ändern. Als sie ihre Fähigkeiten entdeckt und in den Kleinen Palast gebracht wird um mit den anderen Grischa zu lernen, verändert Alina sich zu einer mutigen (aber manchmal auch noch ängstlichen) schönen Grischa, die schmerzlich erfahren muss, dass man nicht jedem trauen darf.
Maljen hat mir ebenfalls gut gefallen. Anfangs ist er ein Frauenschwarm, der allerdings immer zu seiner Freundin Alina hält und ihre Gesellschaft der von anderen Frauen oftmals vorzieht (wenn auch nicht im körperlichen Sinne). Als er und Alina getrennt werden, verändert er sich zu einem düsteren, mürrischen Maljen. Doch als Alina in Gefahr gerät, riskiert er alles, um ihr zu helfen. Das ist wahre Freundschaft!
Zu den anderen Charakteren möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, da ich Angst hätte zu viel zu verraten.

Fazit:
Grischa ist ein wahnsinnig gutes Buch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen und dabei gelacht, geschmunzelt, mitgefiebert und - am Ende - sogar geweint. DAS ist es, was ein gutes Buch ausmacht. Eine klare Empfehlung!

Cover: 🌘 (25/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

27. Oktober 2018

Rezension: Throne of Glass - Die Sturmbezwingerin






"Throne of Glass - Die Sturmbezwingerin" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 978-3423717892

13,95€ (Amazon)

Umfang: 848 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM BAND 5 DER REIHE! SPOILER-GEFAHR!

Inhalt:
Celaena Sardothien, nun vielmehr bekannt unter ihrem wahren Namen Aelin Ashryver Galathynius ist die rechtmäßige Thronerbin von Terrasen. Doch das allein reicht nicht aus, um den Thron zu besteigen, denn die Lords von Terrasen erkennen sie nicht als rechtmäßige Königin und Herrscherin über ihr Land und ihr Volk an. Doch zusätzlich lauern noch viele Gefahren auf Aelins Weg zum Thron: Sie muss sich weiterhin gegen den Valg-König Erawan behaupten und sieht sich nun auch noch der Fae-Königin Maeve gegenüber, die ihre Truppen zusammenstellt. Aelin und ihre Freunde müssen Terrasen also wieder verlassen, um alte Schulden und Versprechen einzufordern und Verbündete zu sammeln. Auf ihrem Weg erfährt Aelin, dass sie zusätzlich zu den drei Wyrdschlüsseln auch noch ein spezielles Schloss benötigt, um das Wyrdtor endgültig zu versiegeln. Doch dies hat einen hohen Preis.

Cover:
Um mich nicht lang und breit zu wiederholen: Ein Cover passend zum Inhalt, aber insgesamt nicht so meins.

Schreibstil:
Wow, wow, wow! Sarah J. Maas' Schreibstil ist nach wie vor unglaublich fesselnd und hat mich mal wieder für viele, viele Seiten in seinen Bann gezogen.

Geschichte / Inhalt:
Der Inhalt reiht sich nahtlos an Band 4 der Reihe an, und so war ich als Leser sofort wieder mitten im Geschehen. Aelin und ihre Freunde müssen die bittere Pille schlucken, dass die Lords von Terrasen Aelin nicht als ihre rechtmäßige Herrscherin anerkennen. Schweren Herzens lässt Aelin daraufhin ihre Heimat erneut hinter sich, gibt den Lords aber das Versprechen, dass, sollten sie jemals ihre Hilfe benötigen, sie auf ihre Königin zählen können. Auf ihrem weiteren Weg fordert Aelin viele Schulden, Gefallen und Versprechen ein, um die Anzahl ihrer Verbündeten zu vermehren. So führt sie ihr Weg beispielsweise in die Skull's Bay zu einem gewissen Piratenlord, der anfangs gar nicht gut auf Aelin - oder ihr früheres Ich Celaena Sardothien - zu sprechen ist. Doch Verbündete zu sammeln ist nicht die einzige Last, die auf Aelins Schultern lastet. Sie erfährt, dass es ein spezielles Schloss gibt, welches gemeinsam mit den Wyrdschlüsseln benötigt wird, um das Wyrdtor zu verschließen. Und sie erfährt auch den Preis, den sie zahlen müssen wird, um die Welt vor der Finsternis zu retten. Am Ende sieht sie sich dabei aber nicht nur dem Valg-König Erawan gegenüber, sondern auch der Fae-Königin Maeve, welche ihre Finger bei diesem Krieg ebenfalls im Spiel hat und am Ende die Oberhand gewinnt.

Charaktere:
Wie bereits in meiner letzten Rezension erwähnt, LIEBE ich beinahe alle Charaktere dieser Reihe.Sei es die Naturgewalt Aelin, die mit ihrer Macht über Feuer und Finsternis beinahe ganze Städte auslöscht, aber gleichzeitig ihren jungfräulichen Gefühlen für ihren Weggefährten Rowan erliegt, oder die schöne Lysandra, die Gestaltwandlerin, die in diesem Band mit ihrem Fähigkeiten beeindruckt. Oder Elide, die einen gefahrenreichen Weg einschlägt, um zu ihrer Königin zu gelangen, und dabei einen unerwarteten Weggefährten - und vielleicht mehr als das - gewinnt. Oder Manon Blackbeak, die endlich die Wahrheit über ihre Vergangenheit, ihre Zukunft und ihr Schicksal erfährt und eine sehr folgenschwere Entscheidung trifft. Neben diesen weiblichen Charakteren scheinen die männlichen Vertreter etwas zu verblassen, doch auch hier gibt es mit Lorcan oder Dorian beispielsweise viele Neuheiten und spannende Wendungen, die mir sehr sehr gut gefallen haben.
Chaol hat mir leider sehr gefehlt, ich habe das ganze Buch über gehofft, dass er nochmal vorkommt.

Fazit:
Ohne Worte. Dieser Band toppt die ersten vier Bände von Throne of Glass nochmal um Längen, sei es an Spannung, Gefühlen oder Tiefe. Ein absolutes Muss für jeden, der Band eins bis vier bereits gelesen hat. Dieser Band bietet ein Ende, welches mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

Cover: 🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)