8. Juli 2014

Selection

Also erst einmal vorneweg: Es ist schon wieder fast ein Jahr her! Ich schäme mich wirklich. Wollen wir doch mal sehen, ob ich es noch schaffe, eine Rezi zu schreiben! :)


"Genießt euren letzten Abend als ganz normale Mädchen.
Ab morgen wird sich euer aller Leben in jedem Fall
sehr verändern. Und - das ist ein alter Ratschlag, 
aber er ist gut: Seid ihr selbst!"

Das Casting begann.



Kiera Cass - "Selection"
Sauerländer
ISBN 978-3-411-81125-0
16,99€

"Seid ihr selbst" - Diesen Rat befolgt die junge America Singer, als sie gemeinsam mit 34 anderen Mädchen aus hundert anderen Bewerberinnen ausgewählt wird, um um die Gunst des Prinzen zu kämpfen. Ja, richtig, sie "kämpfen". Das ist schwer vorstellbar bei 35 Mädchen, die alle so liebreizend wie nur möglich erscheinen wollen, damit der Prinz Gefallen an ihnen findet. Aber hinter den Kulissen und außerhalb des Blickfeldes der Königsfamilie werden die - perfekt manikürten - Krallen ausgefahren! Ob America hier eine Chance hat, wo sie doch aus einer der niedrigeren Kasten stammt? Ob sie das Interesse des Prinzen wecken kann? Will sie das überhaupt? Oder wollen nur ihre Eltern, dass sie ins Königshaus einheiratet, um den Status einer 1 zu erlangen? Und was sagt Aspen, ihr heimlicher Geliebter, wohl zu dem Ganzen?

Ein großer Gewissenskonflikt, eine tiefgehende Freundschaft, viel Mut, Humor und Romantik - das erwartet uns in Kiera Cass' Werk "Selection". 
Die Idee hinter dem Buch, die Geschichte, ist traumhaft. Ein Mädchen aus der unteren sozialen Schicht erlangt (auch wenn es gegen ihren Willen geschieht) die Gelegenheit, in ein Königshaus einzuheiraten. Aber dabei sind die 34 anderen Teilnehmerinnen des Wettbewerbs leider nicht das einzige Hindernis, wie unsere Protagonistin bald feststellen muss! Die Autorin Kiera Cass hat diese zwar nicht ganz und gar neue, aber trotzdem umwerfende Idee in ihrem 366 Seiten langen Roman wirklich toll umgesetzt. Als Leser konnte ich mich schnell mit America Singer identifizieren, da ihre Gedanken ergreifend gut dargestellt werden. Auch die Motive ihrer Eltern, ihrer Schwester und vor allem ihrer Konkurrentin Celeste sind schnell durchschaubar, was aber auf keinen Fall negativ auffällt. Daneben gibt es den ein oder anderen Charakter, der nicht so leicht zu durchschauen ist, wie zum Beispiel Americas Geliebter Aspen. Alles in allem beinhaltet dieser Roman viele unterschiedliche Charaktere mit ganz individuellen Ansichten und Zielen, wodurch die Geschichte noch viel greifbarer für den Leser wird.
Die Geschichte für sich ist -wie schon gesagt - umwerfend. Aber auf jeden Fall muss ich auch noch erwähnen, dass ich noch nie (und ich meine wirklich NOCH NIE), in so schönes und so passendes Cover für einen Roman gesehen habe. Natürlich gibt es viele gute Cover (wie zum Beispiel das Cover von Suzanne Collins' "Die Tribute von Panem"), aber dieses hier ist - meiner Meinung nach - wirklich perfekt. Der schüchterne, aber gleichzeitig Neugier-weckende Blick hinter dem Arm hervor, das umwerfend schöne und auffallende blaue Kleid, die vielen Spiegelungen mit den unterschiedlichen Körperansichten und die Lichtspielerei im Hintergrund - Allein wegen des Covers muss man nach diesem Buch greifen!

Ich habe längst noch nicht genug gesagt, aber jedes weitere Wort meinerseits über diesen Roman würde einer Schwärmerei gleichkommen und außerdem bin ich mit dieser ersten Rezension nach knapp zwei Jahren recht zufrieden, so kurz sie auch sein mag.

Bleibt mir einzig und allein noch zu sagen, wem ich dieses Buch empfehle. Ganz einfach: Jedem, der ein bischen Prinzessinnen-Klatsch und -Kitsch verträgt!


Sollte ich es vor meinem Urlaub (der Samstag beginnt und mich erst eine Woche in eine verlassene Berghütte in Österreich und dann auf einen netten kleinen Campingplatz irgendwo in Deutschland verschlägt) nicht mehr schaffen, eine weitere Rezi zu schreiben, tut mir das sehr leid. Da ich im Urlaub aber wünschenswerter Weise viel ans Lesen kommen werde, habe ich danach genug Rezensionsstoff!

Hoffentlich bis bald,
Eure #Anna

26. September 2013

Wortreiche Sprachkrise

Mit den besten Grüßen an meine Sitznachbarin aus dem Deutsch Leistungskurs, 
mit der ich mich immer über Bücher unterhalten kann (Natürlich nicht während 
des Unterrichts, da passen wir selbstredend auf ;-D) und die mich auf die Idee 
gebracht hat, diesen Post zu schreiben!


Mein letzter Beitrag war – ja, ich weiß, das ist peinlich :-D – vor ziemlich genau einem Jahr. Dann wird’s ja so langsam Zeit mich zu erklären: Ich  muss leider gestehen, dass ich oft einfach nicht daran gedacht habe, eines der Bücher, die ich gelesen habe, zu rezensieren. Und wenn ich dann eine Rezension schreiben wollte, haben mir die richtigen Wörter gefehlt. Ich habe viele Entwürfe gemacht, d.h. es hat mir nicht an den Wörtern selbst gemangelt (sondern nur an den RICHTIGEN), und so habe ich jeden davon wieder verworfen (ehrlich gesagt war auch nicht viel brauchbares dabei).
Hier kommen wir zu dem Titel meines Posts: Wortreiche Sprachkrise. Klingt komisch, hab‘ ich auch gedacht, als mein Deutschlehrer uns einen Text mit diesem Titel vorgesetzt hat. Das war der Moment in dem meine Sitznachbarin (wie bereits erwähnt) die Idee für diesen Tag hatte. Seitdem ist leider schon wieder einige Zeit vergangen, aber es ist auch vieles passiert, was mich davon abgehalten hat, mich zu melden (Besonders: Stress in der Schule (es geht immerhin aufs Abitur zu) & eine ziemlich böse Knieverletzung). Aber nichts desto trotz habe ich VIELE Bücher gelesen (Viel zu viele, um sie zu zählen, es ist schließlich ein ganzes Jahr vergangen) und ich werde versuchen (wenn die bereits erwähnten und die alltäglichen Umstände es zulassen), die meisten dieser Bücher in der nächsten Zeit zu rezensieren!

Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich so lange "abwesend" war. Ich werde mir Mühe geben, das wieder gut zu machen!

Anna :-)

16. September 2012

Kinderschuh - Award

Es ist mal wieder ein neuer Award im Umlauf! Ich habe ihn von Maggi bekommen! Vielen, vielen Dank Maggi! Never-Ending Wonderland heißt ihr Blog, seht ihn euch mal an!






Hier die Regeln: 

  • Poste den Award auf deinen Blog
  • Verlinke den Nominator als kleines Dankeschön
  • Gib ihn an 5 Blogger weiter
  • Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
  • Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog
Ich hoffe, dass diese Blogs den Kinderschuh-Award noch nicht bekommen haben:

Buchlabyrinth

Meine Bücherwolke

Ditis Bücherwelt

Herzbücher

Hybrid Library

Ich hoffe, ihr nehmt den Award an :)
 

Das eine Leben



Das war nicht lustig. Trotzdem fingst du an zu lachen.
Du hast immer noch gelacht, als du das Knie zum Kinn
hochgezogen hast. Ich dachte du würdest das Bein 
wieder rüber auf meine Seite und auf sicheren Boden 
schwingen. Stattdessen hast du dich aufgerichtet.
Du hast dich aufgerichtet.
Du hast dich aufgerichtet.
Wieso - zum Teufel - hast du das gemacht?
Ich bin erstarrt. 
Habe mich nicht getraut, mich zu rühren. 
"Schau jetzt her!", 
hast du gesagt.




"Das eine Leben" von Tone Kjaernli und Kerstin Schürmann

Klopp

ISBN 978-3-7817-1042-9

9,95€

Vor Silvester war alles super. Kim und sein Freund Kris verstanden sich toll, so wie es beste Freunde nunmal tun. Doch an Silvester wird alles anders. Kris stirbt bei einem tödlichen Unfall, und Kim war dabei, als es passierte. Er konnte es nicht verhindern. Alle geben dem Alkohol die Schuld an dem Unfall, doch niemand weiß, was wirklich geschehen ist, niemand außer Kim. Aber der schweigt. Er ist vor Trauer und Einsamkeit zu Eis, zu Stein erstarrt. Aber er weiß auch, dass er durch diesen tiefen Schmerz und die Sprachlosigkeit, die Wut und die Verzweiflung hindurch muss - ob er will oder nicht.

"Das eine Leben" von Tone Kjaernli ist ein Buch, in dem man mit verschiedensten Gefühlen konfrontiert wird. Wut, Angst, Verzweiflung und Schmerz werden sehr gut dargestellt. Es beschreibt das Leben von Kim nach dem Tod seines besten Freundes. Es beschreibt seinen Schmerz und seine Trauer und seine Hoffnungslosigkeit. Es beschreibt, wie die Leute in seinem Umfeld nur viel zu langsam feststellen, dass etwas mit ihm nicht stimmt und dass es ihm schlecht geht. Und es beschreibt, wie man in einer solchen Situation von Freunden wie auch von Leuten, die man eigentlich garnicht gut kennt, Hilfe kriegen kann.
Das Cover sagt eigentlich nicht direkt etwas über den Inhalt des Buches so. Ich denke, das muss jeder für sich interpretieren. 
Der Schreibstil ist sehr jugendlich. Die Autorin bringt dem Leser mit ihrer Ausdrucksweise die Verzweiflung nahe, die Kim nach dem Tod seines Freundes verspürt. 
Die Idee dieser Geschichte ist nicht selten und "Das eine Leben" ist nicht das erste Buch mit diesem Thema, das ich lese. Dennoch habe ich es gelesen und fand es - ähnlich wie andere Bücher, die sich mit dieser Situation beschäftigen - unglaublich toll. Ich bin fasziniert davon, wie Autoren es schaffen, diese Gefühle so zum Ausdruck zu bringen. Also ist dieses Buch - auch wenn es nichts Neues ist - sehr schön zu lesen. Man bekommt großes Mitleid mit Kim, und man entwickelt Verständnis dafür, dass er nicht über diesen Abend reden will. Dass die Mutter von Kris zu ihm gesagt hat, dass er Schuld daran ist, macht es natürlich nicht besser. Kim fühlt sich alleingelassen, er ist einsam und traurig und wütend und will einfach nicht verstehen, warum Kris von dem Balkongeländer gefallen ist. Oder war es gar kein Unfall ?

Meiner Meinung nach ist "Das eine Leben" ein sehr einfühlsamer Roman, in dem man erkennt, was es bedeutet, einen Freund zu verlieren.
 

26. Juli 2012

Göttlich verloren

"Sie musste sich damit abfinden. Manche Leute 
waren eben nicht dazu bestimmt, glücklich vereint bis 
an ihr seliges Ende zu leben, egal, was sie füreinander 
empfanden. Hades und Persephone waren das perfekte 
Beispiel dafür. Hades hatte ihr erzählt, dass er und
Persephone die Freude des anderen waren, aber sie waren 
dennoch beide unglücklich. Ihre "Liebe" zwang sie, in 
Gefängnissen zu leben, in denen der eine halbtot war, 
wenn sie zusammen waren, und der andere halb tot, 
wenn sie getrennt waren. Das war keine Freude. 
Freude war das Gegenteil von einem Gefängnis. 
Sie öffnet das Herz, anstatt es einzuschließen. 
Freude war Freiheit und nicht Traurigkeit, 
Verbitterung und Hass..."







"Göttlich verloren" von Josephine Angelini

Dressler

ISBN 978-3-7915-2626-3

19,95€

Seit Helen erfahren hat, dass sie zu den Halbgöttern, auch Scions genannt, gehört, hat sie kein ruhiges Leben mehr. Die Furien fordern Blutrache von den vier Häusern der Scions, sodass sich diese untereinander bekämpfen müssen, sobald sie sich begegnen. Da Helen als Deszenderin als einzige die Fähigkeit besitzt, lebend in die Unterwelt zu reisen, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Furien zu finden und die übrigen Scions von diesem Fluch zu erlösen. Nacht für Nacht steigt Helen in die Unterwelt hinab und sucht nach den drei verfluchten Schwestern. Von den Anstrengungen ihrer Aufgabe geschwächt wird ihr Leben von Tag zu Tag schwieriger und - wie sich herausstellt - auch kürzer.  Doch da erhält sie unerwartet Hilfe von Orion, einem anderen Halbgott, der ebenfalls eine Fähigkeit besitzt, die es ihm möglich macht, ihr in der Unterwelt zu helfen. Zusammen entwickeln sie einen Plan die Furien zu finden.

"Göttlich verloren" ist der lang ersehnte zweite Band der "Göttlich"-Trilogie von Josephine Angelini, in dem die Autorin erzählt, wie es zwischen Helen und Lucas weitergeht, und wie Helen verzweifelt versucht, die Furien in der Unterwelt ausfindig zu machen und den Fluch der Blutrache zu beenden.
Das Cover ist ähnlich wie das des ersten Bandes gestaltet und liefert keinen Einblick auf die Geschehnisse des Buches.
Der Schreibstil der Autorin steht wie im vorhergegangenen Band im Hintergrund; Die Autorin verzichtet weitgehend auf jegliche Schnörkel oder Poesie und erzählt ihre Geschichte aus der dritten Person (Wobei es sich manchmal ändert, aus wessen Sicht sie schreibt).
Zur Geschichte: Im ersten Band hat Helen herausgefunden, dass sie eine Halbgöttin, ein Scion, ist und musste sich gegen einige Halbgötter aus dem Haus Theben beweisen. Da Hector bei dem Versuch ihr zu Helfen zu einem Verbannten wird, legt sie sich im zweiten Band die Aufgabe auf, jede Nacht in die Unterwelt hinabzusteigen, die Furien zu finden und die Scions von der Blutrache zu befreien, damit die Delos-Familie wieder vereint sein kann. Als sich herausstellt, dass Helen mit dieser Aufgabe ihr Leben riskiert, kann ihr nur noch der Halbgott Orion helfen, dem es durch eine Art Schmuckstück erlaubt ist, die Unterwelt lebendig zu betreten und auch wieder zu verlassen. So entwickeln die Beiden einen Plan, mit dem sie Helens schwere Aufgabe zu lösen hoffen. 
Es kommen natürlich ein paar neue Charaktere vor, wie zum Beispiel Orion (Dessen Rolle ich ja nun schon erklärt habe), der Gott Ares, Hades oder Automedon. Der Nebencharakter Zach spielt hier eine deutlich wichtigere Rolle als noch im ersten Band. Er schafft es die Geheimnisse um die Delos-Familie und Helen zu lüften und muss sich daraufhin entscheiden - entweder er unterstützt Helen oder er hilft Jemandem, der sich etwas Grausameres als ihren Tod wünscht (Wie er sich letztendlich entscheidet, müsst ihr selbst lesen!). 
Besonders gefallen hat mir der neue Charakter Orion. Er ist sympathisch, gutaussehend und bereit, sein Leben zu opfern um Helen zu helfen - also genau das, was sie jetzt braucht, um sich von Lucas abzulenken, der ihr mit seinem Verhalten ihr die kalte Schulter zu zeigen keinen Gefallen tut. Im Nachhinein wird das Erscheinen Orions - welches natürlich kein Zufall ist, wie ihr erfahren werdet - zu einem Problem: Helen ist sich ihrer Gefühle für Lucas nicht mehr sicher und so droht die epische Liebesgeschichte der Beiden hier zu enden. Wie Helen sich letztendlich entscheidet, erfahren wir alle allerdings erst in "Göttlich verliebt" (Mai 2013).
Zu empfehlen ist dieses Buch allen "Göttlich"-Liebhabern und allen Fans von Josephine Angelini.

Fazit: Ich war bereits von "Göttlich verdammt" begeistert, aber wirklich für "göttlich" befunden habe ich erst den zweiten Band, "Göttlich verloren".

14. Juni 2012

Seven Souls - Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen





Ihr blieb etwa eine Sekunde,
die letzte Sekunde ihres Lebens, 
ehe eine gewaltige Explosion die Welt
mit einem Stillen Licht erfüllte.

- Dann war sie tot.



"Seven Souls" von Barnabas Miller & Jordan Orlando

Arena

ISBN 978-3-401-06448-2

16,99€

Mary Shayne ist 17 Jahre alt. Sie ist reich, hübsch, beliebt und wird von allen gemocht - Das dachte sie zumindest. Doch nachdem Mary eines Morgens aufwacht - nackt und in einem Vorführbett ohne jegliche Erinnerungen an den Vorabend - weiß sie, dass etwas nicht stimmt. Bei dem Versuch herauszufinden, was an diesem Abend passiert ist, gerät ihr ganzes Leben außer Kontrolle und Mary muss eine grausame Entdeckung machen.

"Seven Souls" von Barnabas Miller und Jordan Orlando - ganz offen gesagt - für mich etwas Neues. Ich habe noch nie einen Thriller mit einer ähnlichen Geschichte gelesen, deshalb wusste ich anfangs gar nicht, was ich von dem Buch halten soll. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, habe ich das Buch wieder vorne aufgeschlagen und mir das ein oder andere Kapitel erneut durchgelesen - einfach, um einen Teil dieser faszinierenden Geschichte noch einmal aufnehmen zu können.
Das Cover passt meiner Meinung nach unglaublich gut zu der Geschichte: Der Schatten eines Mädchens, wahrscheinlich Mary Shayne, der in Nebel gehüllt auf ein Licht zugeht. Um das zu beurteilen müsst ihr das Buch aber erstmal lesen! 
Die Geschichte gefällt mir sehr. Ein Mädchen, das denkt es wäre beliebt. Dabei hat sie keine Ahnung, was ihre sogenannten Freunde wirklich von ihr denken. Aber das erfährt sie erst, nachdem jemand den Abzug drückt...
Die ersten 204 Seiten stehen unter dem Titel "Der Tag, an dem sie starb". Die Autoren haben Marys 17. Geburtstag (zusammen mit einigen Rückblenden) in mehr als 200 Seiten beschrieben und dabei haben sie auf keinen Fall mit Spannung gegeizt. Ihr toller Schreibstil (ich sage nur: Fesselnd, fesselnd, fesselnd!) hat mich ziemlich bald in den Bann dieses Buches gezogen. Er trägt dazu bei, dass man als Leser Seite für Seite für Seite liest und plötzlich ist das Buch zuende und wir wollen es am liebsten wieder vorne aufschlagen und erneut lesen. 
Der erste Teil des Buches ist also schonmal ziemlich fesselnd. Aber das, was im zweiten Teil ("Sieben Seelen") geschieht, ist auf eine andere Art und Weise fesselnd. Hier findet sich eine Spur von Fantasy, als Mary in die Seelen der Leute um sie herum blickt und herausfindet, warum sie sich nicht an diesen Abend erinnert und wer daran Schuld ist.
Die Charaktere in "Seven Souls" werden sehr lebhaft beschrieben. Ich konnte mich fast in jeden von Marys "Freunden" hineinversetzen, vor allem im zweiten Teil fiel mir das leichter (Aber um das zu verstehen müsst ihr das Buch kennen).
Da hätten wir Marys beste Freundinnen, Amy und Joon. Dann ihren festen Freund Patrick (der gleichzeitig auch Joons Ex-Freund ist), Dylan (ein Freund ihrer Schwester), ihr "Nachhilfe-Nerd" Scott, ihre Schwester Ellen und natürlich sie selbst. Aber wer von diesen (mit ihr) sieben Personen hasst Mary Shayne am meisten?

Fazit: "Wen hasst du am meisten? Wie weit würdest du gehen? Heute ist der Tag zum Handeln." - Lasst euch in den Bann dieses Buches ziehen!
 

16. Mai 2012

Starters


Bald werde ich schlafen.
Bald wird mein Körper 
einer anderen gehören ...


"Starters" von Lissa Price

ivi-Verlag

ISBN 978-3-492-70263-8

15,99€

Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als im Krieg ein tödlicher Virus als Waffe eingesetzt wird. Gerettet werden können nur Kinder und Jugendliche und alte Menschen. Während die Alten ihren Reichtum mehren und im Geld baden, verfallen die Jungen in Armut. Callies Hoffnung beruht auf der Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihren Körper an Ältere verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine bestimmte Zeit. Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor die Vertragszeit abgelaufen ist - in einem Leben, das nicht das Ihre ist. Anstelle der Mieterin bewohnt sie nun deren teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake, den Sohn des Senators. Doch schon bald muss sie herausfinden, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan in die Tat umzusetzen.

Das Buch "Starters" von Lissa Price erzählt von Callie, einem jungen Mädchen, dem nichts geblieben ist außer ihrem Bruder und den Sachen, die sie beide am Leib tragen. Die einzige Hoffnung scheint die Body Bank zu sein, doch als Callie ihren Körper an eine ältere Frau vermietet, läuft etwas schief - Sie erwacht in einem Leben, das nicht ihr eigenes ist. Sehr bald muss Callie erfahren, dass ihre Mieterin etwas schreckliches mit ihrem Körper geplant hatte - und dass der gutaussehende, sympatische Blake ihr dabei im Weg steht.
Das Cover dieses Buches gefällt mir gut, es wirkt sehr mysteriös und dunkel, eben genau wie das Geheimnis, das Callie erfahren muss, als sie früher als geplant in ihrem Körper erwacht.
Die Story ist für mich etwas ganz Neues. Natürlich, es gibt viele Bücher, die eine mögliche und vor allem schreckliche Zukunft beschreiben, aber die Idee der Body Bank und überhaupt der Tatsache, dass nur noch alte und junge Menschen auf der Erde leben, kenne ich so, wie die Autorin Lissa Price sie geschrieben hat noch nicht. Ihre Ausführung hat mich schwer begeistert, denn es ist alles fast bis ins kleinste Detail durchdacht, sodass es mich sehr fasziniert hat, wie sie diese Zukunft darstellt.
Es kommen neben Callie viele Charaktere vor - wichtige und eher unwichtige. Wichtig sind hier Callies kleiner Bruder, ihr Freund Michael, der Sohn des Senators und der Senator selbst, ihre Mieterin Helena, deren beste Freundin Lauren und natürlich der Old Man, der leitende Geschäftsführer und Inhaber der Body Bank. 
Besonders berührt hat mich die Beziehung von Callie zu ihrem kleinen Bruder Tyler. Wie sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um ihm zumindest immer für kurze Zeit ein Dach über dem Kopf zu bieten. Oder wie sie etwas tut, was unter anderen Umständen nie für sie in Frage gekommen wäre, nämlich die Body Bank aufzusuchen und ihren Körper an eine alte Frau zu vermieten. Es wird sehr schnell klar, dass sie zu allem bereit ist, wenn sie nur Tyler damit schützen kann. Eine große Hilfe dabei ist Michael. Er ist wie ein großer Bruder für Tyler und ist für ihn da, während Callie in der Body Bank ist. 
Es war natürlich von ihrer ersten Begegnung miteinander klar, dass Callie und Blake sich ineinander verlieben. Aber ich werde nicht verraten, welche Probleme sich ihnen dabei auftun.

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es lohnt sich! Und ich verspreche euch, ihr werdet es kaum noch aus den Händen legen können (so ging es mir auf jeden Fall!).

Fazit: Jeder, der sich auf diese Geschichte einlässt, wird sie lieben - sie ist voll von Spannung, Action und einem großen Topf voller Gefühle. Lasst euch überraschen!

3. Mai 2012

Von der Nacht verzaubert







"Von der Nacht verzaubert" von Amy Plum

Loewe

ISBN 978-3-7855-7042-5

18,95€

Nach dem Tod ihrer Eltern ziehen Kate und ihre Schwester Georgia nach Paris zu ihren Großeltern. Während Georgia ihre Trauer verdrängt indem sie lange auf Partys geht, feiert, tanzt, immer viele Freunde um sich hat und alles in ihrer Umgebung mitnimmt als gäbe es kein Morgen mehr, verzieht Kate sich in die Welten ihrer Bücher oder sitzt stundenlang in den Pariser Museen. 
Einzig und allein Vincent schafft es, ihren Panzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen durch die malerischen Orte in Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben - nur um kurze Zeit später ein dunkles Geheimnis über Vincent zu erfahren: Er und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

Das Buch "Von der Nacht verzaubert" ist der im März erschienene erste Band einer Trilogie von Amy Plum. Es erzählt die Geschichte von Kate Mercier, die nach dem Tod ihrer Eltern nach Paris zieht, um das deprimierende Umfeld hinter sich zu lassen und wieder zu leben - Wer ihr dabei hilft? Der myteriöse Vincent, dessen Geheimnis eine große Gefahr für Kate darstellt.
Das Buch ist ein Jugendroman, der den Leser von der ersten bis zur 394sten Seite in seinen Bann zieht und sein Cover ist wunderschön gestaltet. Die hier abgebildeten Rosenranken ziehen sich durch das ganze Buch und verzieren jedes neue Kapitel.
Die Story - ein Mädchen zieht in eine neue Stadt, sie lernt einen Jungen kennen (sexy, gutaussehend, geheimnisvoll), sie verliebt sich in ihn, er hat ein Geheimnis was seine Identität angeht, es gibt einen "Erzfeind", der besiegt werden muss - ist natürlich nicht neu. Hier sind zum Beispiel einige Parallelen zu Twilight vorhanden, wie etwa die Charaktereigenschaften von Kate (Bella), die unbeschreibliche Schönheit von Vincent (Edward) oder andere Kleinigkeiten, die mich aber auf keinen Fall gestört haben. Ganz im Gegenteil: Ich liebe Bücher, die von so einer Geschichte handeln. Von einer Romanze zwischen einem Mädchen und einem Jungen, der kein Mensch ist, sondern ein Vampir oder ein Werwolf oder - wie hier - ein Revenant. Und wenn ich nun schon 2 oder 3 Bücher gelesen habe, die diesem hier ähneln, dann stört mich das überhaupt nicht: Ich freue mich, noch einmal ein Buch lesen zu dürfen, das ganz nach meinem Geschmack ist und das ich noch nicht kenne!
Was mir an diesem Buch besonders gefällt?

1. Bin ich total von der männlichen Hauptrolle fasziniert (Was natürlich das Ziel der Autorin war). Vincent ist sexy, gutaussehend, ein Gentleman, er ist geheimnisvoll, gefährlich und auf mehr als nur eine Weise charmant. Wessen Traummann hat denn nicht mindestens 2 dieser Eigenschaften? Und dann alle auf einmal? Wieso nicht?
2. Liebe ich den Spielort, nämlich Paris, die Stadt des Lichts und der Liebe. Plätze wie die Seine, das Musée Picasso, die schönste Brücke von Paris, nämlich die Pont Alexandre III, und natürlich der Eifelturm. Und das sind nicht alle namentlich genannten Schauplätze, an denen Kate und Vincent sich aufhalten!
3. Auch wenn ich es schon erwähnt habe, aber das Cover haut mich einfach vom Hocker. Es ist nicht so gewöhnlich wie andere, es hat etwas von dem Pariser Flair, das ich sehr mag. 
4. Die Geheimnisse um die Revenants. Dies ist zwar nur der erste Band, und es sind noch längst nicht alle Fragen geklärt, aber die Revenants und ihre Lebensweise faszinieren mich. (Revenants sind so etwas ähnliches wie "Untote". Sie sind unsterblich und ihre Aufgabe ist es, sich immer wieder für Menschen zu opfern, ihren Tod verhindern und dabei selbst ums Leben zu kommen. Unsterblich sind sie deshalb, weil sie 3 Tage nach ihrem Tod wieder aufwachen und ihr Leben weiter leben wie bisher. An dieser Stelle will ich aber nichts weiter verraten!)

Ich könnte noch die ein oder andere Sache aufzählen, aber im Prinzip hat alles an diesem Buch dazu beigetragen, dass ich es unbedingt nochmal lesen möchte. Ich kann keinen negativen Kritikpunkt nennen. 
Die Charaktere sind toll beschrieben, und obwohl die Geschichte von Vincent und Kate im Vordergrund steht, gibt es doch die ein oder andere Hintergrundgeschichte zwischen den Nebencharakteren. Wie etwa die Beziehung zwischen den Zwillingen, Charlotte und Charles, oder das Verhältnis von Georgia zu dem Bösewicht des Buches. Alles in allem hat jeder Nebencharakter eine eigene Geschichte, er verhält sich ganz seinem Muster entsprechend und so hat Amy Plum es geschafft, dass ich sie allesamt liebenswert finde (außer vielleicht den Bösewicht, aber den soll man ja auch nicht liebenswert finden. Er ist gefährlich und nicht leicht durchschaubar, wie es sich für den Bösen eben gehört).
Fasziniert hat mich auch der Schreibstil der Autorin. Ihre Idee, das ganze im sommerlichen Paris abspielen zu lassen, war die perfekte Entscheidung. Ihre Art zu Schreiben passt umwerfend genau zu ihren Beschreibungen der malerischen Stadt und deshalb harmoniert ihr Schreibstil wunderschön mit der Geschichte. 
Zu Lesen empfehle ich dieses Buch Mädchen und Frauen jeden Alters. Es handelt sich hier um eine unglaublich schöne Liebesgeschichte gespielt in Paris, der Stadt der Liebe, der Stadt des Lichts - Mal ehrlich, wo könnte eine Beziehung zwischen einem Menschen und einem Revenant romantischer sein?

Fazit: Ein romantisches Buch, das den Leser dazu bringt sich in eine andere Welt zu träumen: In die wunderschönen Straßen von Paris, in denen ein junges, trauriges Mädchen anfängt, sich in den schönen, aufrichtigen Untoten zu verlieben.