25. Mai 2018

Rezension: Throne of Glass - Die Erwählte





"Throne of Glass - Die Erwählte" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 978-3-423-71651-2

10,95€ (Amazon)

Umfang: ca. 478 Seiten

Inhalt:
Celaena Sardothien ist jung und schön und tödlich. Als Adarlans Assassinin wurde sie zum Tode verurteilt, und bis zur Vollstreckung dieses Urteils muss sie als Sklavin in den Salzminen von Endovier arbeiten. Doch Kronprinz Dorian Havilliard bietet ihr eine letzte Chance: Sie soll für ihn in einem Wettkampf seines Vaters, des Königs, kämpfen. Falls sie gewinnt, wird sie der Champion des Königs, sein ganz persönlicher Assassine, und erhält nach wenigen Jahren ihre Freiheit. Falls sie im Wettkampf verliert, kostet sie das ihr Leben. Doch nicht nur der Wettkampf stellt Celaena auf eine harte Probe: Dorian selbst, sein bester Freund und Captain der Königsgarde Chaol, die Lords und Ladys am Hof, der König, eine uralte, verloren gegangene Macht, und vieles, vieles mehr. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt - innerhalb des Wettkampfes, aber auch außerhalb davon.

Cover:
Das Cover von Throne of Glass gefällt mir sehr gut. Vorne sehen wir eine junge Kriegerin auf uns zugehen, Adarlans Assassinin, düster, geheimnisvoll, kampfbereit und von einer wundersamen Kraft umgeben. Auf der Rückseite des Buches sehen wir ebenfalls eine junge Frau,sie entfernt sich vom Betrachter, sodass sie nur von hinten zu sehen ist. sie trägt eine prachtvolle weiße Robe, hält die gleichen Schwerter in den Händen wie die Frau auf dem Cover und ist ebenfalls von dieser geheimnisvollen Kraft umgeben.
Sowohl Vorder- als auch Rückseite passen wahnsinnig gut zum Inhalt des Romans und wirken auf mich sehr ansprechend.

Schreibstil:
Throne of Glass ist das erste Buch, das ich von Sarah J. Maas gelesen habe. Ich war von der ersten Seite an von ihrem Schreibstil angetan. Es hat keine fünf Seiten gedauert, schon konnte ich mich in die Situation hineinversetzen, konnte die Räumlichkeiten vor mir sehen. Das hat sich durch den gesamten ersten Band dieser Reihe hindurchgezogen.
Besonders gut gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive. Wir erfahren die Geschichte nicht nur als Celaenas Sicht, sondern auch aus der von Dorian und Chaol. Nur dadurch ist es möglich, diese komplexe Geschichte mitzuerleben und nachvollziehen zu können.

Geschichte / Inhalt: 
Die Geschichte aus Throne of Glass ist faszinierend. Sarah J. Maas erschafft eine vollkommen neue Welt, in die der Leser eintauchen kann. Die Idee mit dem Wettkampf hat mir sehr gut gefallen. Das ist zwar nichts außergewöhnlich Neues, aber es liefert einiges an Spannung, und zusätzlich gibt es eine Story neben dem Wettkampf, die mir ebenfalls wahnsinnig gut gefallen hat. Als Celaena in die düstere Welt der Magie und der Geheimnisse des Schlosses eintaucht, wird die Geschichte so fesselnd, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesene.

Charaktere:
Es gibt viele sehr, sehr gelungene Charaktere in diesem Roman.
Celaena Sardothien ist eine sehr starke junge Frau mit vielen Geheimnissen, die selbst der Leser erst nach und nach erfahren muss. Ihre Zuneigung zu Dorian UND Chaol wirkt zwischenzeitlich wie die klassische Dreiecksbeziehung, doch so klischeemäßig wie es klingt ist es nicht. Ich kann diese typische Dreiecksbeziehung nicht leiden, deshalb war ich sehr froh, dass die Beziehung zwischen Celaena, Chaol und Dorian nicht als stereotypisch bezeichnet werden kann.
Celaenas Trotz und ihr Wunsch nach Freiheit haben mir gut gefallen. Insgesamt konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.
Chaol und Dorian sind sehr verschieden. Dorian verbringt den Großteil des Romans über sehr wenig Zeit mit Celaena, wohingegen Chaol als ihr Trainer jeden Tag mit ihr verbringt. Trotzdem dauert es, bis zwischen Celaena und Chaol eine engere Beziehung entsteht, sodass es bei mir sogar ziemlich lange gedauert hat, bis ich dahinter gekommen bin, dass Gefühle im Spiel sein könnten. Abgesehen von romantischen Gefühlen sind die Beziehungen zwischen Celaena und Chaol beziehungsweise Celaena und Dorian von viel Humor geprägt, was das Lesen des Romans zu einem großen Genuss macht.
Der König, Dorians Vater, ist ein sehr düsterer Charakter. Er wirkt geheimnisvoll und bösartig und von Anfang an hofft man als Leser, dass Celaena beginnt, gegen ihn vorzugehen. Er ist ein gelungener Bösewicht und macht die ganze Geschichte rund.

Fazit:
Ich habe dieses Buch GELIEBT! Keine drei Tage hat es gedauert, da hatte ich es schon verschlungen. Band zwei habe ich mir dann natürlich sofort bestellt und mittlerweile auch schon gelesen (für Band 2 habe ich fünf Tage gebraucht). Und sofort nachdem ich Throne of Glass Teil 2 beendet hatte, habe ich Band 3 und 4 bestellt, die heute endlich angekommen sind!!! Es kann weiter gehen mit Celaena Sardothien!
Ich empfehle dieses Buch jedem Fantasy-Fan, denn für diejenigen ist es ein Muss.

Cover: 🌖 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)






15. Mai 2018

Rezension: Verliere mich. Nicht.






"Verliere mich. Nicht." von Laura Kneidl

LYX

ISBN 9783736305496

12,90€ (Amazon)

Umfang: ca. 480 Seiten

ACHTUNG! BAND 2!

Inhalt:
Sage war endlich glücklich. Doch das konnte ihre Vergangenheit - Er - natürlich nicht zulassen. Nun fürchtet sich Sage nicht nur vor der Liebe, sondern auch davor, Luca zu verlieren. Um ihn zu schützen, versucht Sage ihn zu vergessen, doch das ist unmöglich. Als Luca dann plötzlich vor ihrer Tür steht und sie zurückholen möchte, bietet sich ihnen eine zweite Chance. Doch kann Sage ihn guten Gewissens lieben, wenn sie ihn damit in Gefahr bringt?

Cover:
Das Cover von Verliere mich. Nicht. gefällt mir genau so gut wie das vom ersten Band, Berühre mich. Nicht., auch wenn es nicht gut zum Inhalt des Romans passt.

Schreibstil:
Laura Kneidls Schreibstil ist einfach nur toll! Der etwas schwere Einstieg, den ich beim ersten Band noch kritisiert habe, kam hier überhaupt nicht vor. Ich kam - aufgrund des Cliffhangers am Ende des ersten Bandes - wahnsinnig gut in die Geschichte rein und durfte nahtlos erfahren, wie es mit Sage und Luca weitergeht. Dank Laura Kneidls Schreibstil fiel es mir erneut sehr leicht,mich in die Charaktere und vor allem die Protagonistin hineinzuversetzen.

Geschichte / Inhalt:
Bei dieser Kategorie muss ich immer etwas vorsichtig sein mit dem, was ich schreibe, damit ich nicht zu viel verrate. Der Cliffhanger am Ende des ersten Bandes führte endlich zu dem, worauf ich beim Lesen von Berühre mich. Nicht. die ganze Zeit gewartet habe: Die Konfrontation, dem Zusammenprall von Sages Vergangenheit und ihrer Gegenwart. Dadurch kommt es zu wahnsinnig viel Spannung, was mich natürlich gefreut hat. Da einige von euch aber vermutlich Band 1 noch nicht gelesen haben, kann ich an dieser Stelle leider nicht mehr dazu sagen. Nur Folgendes verrate ich euch: Band 2 ist genau wie Band 1 wahnsinnig schön, romantisch, tragisch und - endlich - auch spannend!

Charaktere:
An den Charakteren ändert sich nicht viel im Vergleich zum ersten Teil.
Sage verfällt anfangs wieder häufiger in ihre Angstzustände, was ihr zusammen mit der Trauer über die Trennung von Luca sehr zu schaffen macht. Sie muss sich in Verliere mich. Nicht. entscheiden, wie sehr sie Luca in ihre Vergangenheit einbeziehen möchte. Als ihr diese Entscheidung abgenommen wird, da ihre Vergangenheit auf einmal an der Wohnungstür klingelt, gerät Sages Welt aus den Fugen.
April leidet sehr unter der Trennung von Sage und ihrem Bruder Luca. Obwohl sie Sage gesagt hatte, dass sie in einem solchen Fall zu Luca halten würde, hält sie an ihrer und Sages Freundschaft fest und sorgt dafür, dass Sage sogar wieder bei ihr und Luca einziehen kann. Damit zeigt sie erneut, was für eine gute Freundin sie ist und sorgt damit dafür, dass ihr Charakter mir nach wie vor sympathisch ist.
Luca ist seit der Trennung für den Leser schwer zu durchschauen. Laura Kneidl schafft es, dass der Luca, den wir im ersten Band lieben gelernt haben, unsympathisch und mürrisch wird. Trotzdem gelang es mir schnell, hinter seine neue Fassade zu blicken und zu durchschauen, dass er Sage sehr wohl vermisst.
Die zusätzlichen Charaktere, vor allem Ihn, lasse ich in dieser Rezensuon raus, einmal aus Platz- und Zeitgründen, aber auch, um nicht zu viel zu verraten.

Fazit:
Insgesamt war ich von Verliere mich. Nicht. genauso begeistert wie von Berühre mich. Nicht. Ich kann diesen Roman also auf jeden Fall weiterempfehlen, natürlich aber nur an alle, die den ersten Band gelesen haben!

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)


3. Mai 2018

Rezension: Berühre mich. Nicht.






"Berühre mich. Nicht." von Laura Kneidl

LYX

ISBN 9783736305274

12,90€ (Amazon)

Umfang:  ca. 400 Seiten

Inhalt:
Als Sage nach Nevada reist, flüchtet sie vor ihrer Vergangenheit. Hier möchte sie ein neues Leben beginnen und studieren. Doch ihre Erinnerungen lassen sie nicht los und sorgen dafür, dass sie sich beinahe jeden Tag mit ihren Ängsten konfrontiert sieht. Beispielsweise bei ihrem neuen Nebenjob in der Bibliothek, wo sie Luca kennenlernt. Mit seiner Art und seinem Aussehen wirkt er genau wie die Sorte Mann, bei der Sage vor Angst am liebsten den Raum verlassen möchte. Doch ihr eiserner Wille ermöglicht es ihr, den Job durchzuziehen und festzustellen, dass Luca keineswegs derjenige ist, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Als Sage Luca näher kennenlernt, beginnt für sie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn Luca löst einerseits noch Angst in ihr aus, doch meistens kommt ein anderes Gefühl zutage, wenn sie ihm begegnet, und das ist Lust. Lust zu lieben, zu vertrauen, berührt zu werden - wäre da nicht ihre Vergangenheit und das, was diese in Sage auslöst, wenn sie berührt wird.

Cover:
Das Cover von Berühre mich. nicht. ist etwas nichtssagend, zumindest bezüglich des Inhalts des Romans. Dennoch ist es optisch ansprechend und schön gestaltet.

Schreibstil:
Berühre mich. nicht. war der erste Roman, den ich vom LYX Verlag und der Autorin Laura Kneidl gelesen habe, weswegen ich nicht so recht einzuschätzen wusste, was auf mich zu kommt. Umso erfreuter war ich, als ich den Roman schließlich gelesen habe (er stand seit November in meinem Bücherregal! Eine Schande!). Denn Laura Kneidls Schreibstil ist wahnsinnig schön. Sie schafft mit ihren Worten eine Angstblase, in der Sage lebt und in die der Leser Einblick bekommt. Leider muss ich sagen, dass der Einstieg etwas schwer war, aber sobald man in der Geschichte drin ist passt der Schreibstil der Autorin sehr gut zum Inhalt des Buches.

Geschichte / Inhalt:
Die Geschichte von Berühre mich. nicht. ist sehr ergreifend. Es handelt sich dabei nicht um eine platte Story mit starren Charakteren. Der Roman hat eine überraschende Tiefe, wofür definitiv der Inhalt und die Umsetzung des Inhalts die Gründe sind. Ich möchte nicht zu viel verraten, deshalb versuche ich, nicht ins Detail zu gehen. Sage hat eine schwierige Vergangenheit aufgrund derer sie Angst vor Männern hat. Sie rennt natürlich nicht schreiend aus dem Raum, sobald sie einen Mann erblickt, aber in ihr herrscht in einer solchen Situation Chaos. Die Autorin schafft es, die Angst, die Sage empfindet, oft durch wichtige Details noch deutlicher zu machen. Beispielsweise beobachtet Sage, wenn sie in der Nähe eines Mannes ist, seine Hände, um darauf vorbereitet zu sein, falls derjenige ihr etwas antun möchte. Durch diese Kleinigkeiten wird Sages Angst spürbar, beinahe greifbar. Allein das war für mich als Leserin sehr ergreifend. Doch dazu kommen eine Hin-und-Hergerissenheit, die Sage empfindet sobald sie Luca kennenlernt, und eine Gefühlswelt, die dem Leser teilweise Gänsehaut verschaffen. An traurigen Stellen musste ich die ein oder andere Träne verdrücken, an lustigen Stellen musste ich schmunzeln und sogar lachen. Die Achterbahn der Gefühle, die Sage durchmachen muss, macht auch der Leser des Romans durch, und das liegt an der Schwere und Tiefe der Geschichte.

Charaktere:
Der Roman beinhaltet verschiedenste Charaktere.
Sage ist die Protagonistin. Sie hat eine schwere Vergangenheit, der sie versucht zu entkommen, indem sie nach Nevada zieht. Sage ist ängstlich, ihr Selbstbewusstsein hat in der Vergangenheit sehr gelitten und dennoch besitzt sie die nötige Stärke ein neues Leben in Angriff zu nehmen und sich "durch den Tag zu boxen". Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen und mich gut in sie hineinversetzen, nicht weil ich ihre Situation kennen würde, sondern weil diese so gut beschrieben war.
April ist die erste Person, die Sage in Nevada kennenlernt, und die beiden freunden sich schnell an. Obwohl Sage sich April nicht anvertrauen kann, vertieft sich ihre Freundschaft schnell, sodass April Sage sogar bei sich wohnen lässt, nachdem der Transporter, in dem sie wohnte, ausgeraubt wurde.Mit ihren Eigenschaften, die sie zu einer tollen besten Freundin machen, war mir April natürlich sofort sympathisch.
Luca gibt Sage (ohne es zu wissen) bald nach ihrem Kennenlernen die Kraft, die sie braucht, um wieder zu sich selbst zu finden. Obwohl Sage anfangs Angst vor dem hat, den Luca augenscheinlich verkörpert, merken beide schnell, dass sie einiges gemeinsam haben und gut miteinander reden können. Als schließlich Gefühle ins Spiel kommen,wird es aber alles andere als leichter.
Neben Sage, April und Luca gibt es natürlich noch mehr Charaktere, auf die ich im Weiteren aber nicht eingehen werde. Entweder, weil es sich um Nebencharaktere handelt, oder weil ich ansonsten zu viel verraten würde.

Fazit:
Ich habe Berühre mich. nicht. VERSCHLUNGEN! Keine zwei Tage hat es gedauert, da hatte ich den Roman auch schon wieder beendet. Sages Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen. Fesselnd, humorvoll, romantisch, tragisch, traurig, und und und. Eine - wie bereits gesagt - Achterbahn der Gefühle! Sowohl für die Protagonistin, als auch für die LeserInnen!
Ich empfehle den ersten Band dieser Reihe all den Leseratten unter euch! Lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen!

Auch Band zwei habe ich in weniger als zwei Tagen verschlungen. Die Rezension dazu werde ich bald veröffentlichen.

Cover:🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket:  🌕 (100/100)

Da die Thematik des Romans eigentlich eine sehr ernste ist, möchte ich dazu noch etwas sagen, bevor ich meine Rezension abschließe. Vieles aus dem Buch kann wichtige Ratschläge geben für Leute, in diesem Fall speziell Mädchen und junge Frauen, die ähnliches erfahren mussten wie Sage. Ich kann mir nicht ausmalen, was manche Frauen auf der Welt durchmachen müssen, doch dieser Roman bietet einen kleinen Einblick. An diejenigen, die in der Vergangenheit (oder ganz aktuell) einen Mann in ihrem Leben haben, der euch unterdrückt / körperlich verletzt / seelisch wehtut / ...: Lasst euch nicht unterkriegen. Ihr seid tolle Persönlichkeiten, einzigartig und besonders genau so wie ihr seid. Kein Mann kann euch das nehmen. Trotzdem kann euch geholfen werden, aber nur, wenn ihr redet. Ihr seid nicht Schuld an dem, was euch passiert (ist), und es wird euch auch keiner die Schuld daran geben. Redet mir jemandem.