6. April 2020

Rezension: Ophelia Scale - Die Welt wird Brennen





Auf einen Blick:
Titel: Ophelia Scale - Die Welt wird Brennen
Autorin: Lena Kiefer
Verlag: cbj
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-16542-3
Preis: 18,00€
Umfang: 464 Seiten

Inhalt:
Ophelia Scale ist 18 Jahre alt und somit alt genug, um den Beginn der Abkehr und das Ende der Technologie miterlebt zu haben. Im Jahr 2134 ist die Abkehr erst sechs Jahre her und doch leidet Ophelia sehr unter deren Folgen. Mit der Abkehr hat der König, Leopold de Marais, der Bevölkerung Europas die Nutzung sämtlicher weiterentwickelter Technologie verboten. Ophelia sieht sich ihrer Zukunftschancen beraubt, weshalb sie sich einer Widerstandsbewegung namens ReVerse angeschlossen hat. Für ebendiesen Widerstand beschließt Ophelia, an einem Auswahlverfahren des Königs teilzunehmen, in dem neue Rekruten für die königlichen Spione, die "Schakale", gesucht werden. Schnell wird klar, dass sie gute Chancen hat, Teil dieser Garde zu werden und somit eine Möglichkeit zu bekommen, den König zu töten. Doch während des Trainings in der Hauptstadt lernt Ophelia einen jungen Mann kennen, der ihr ihr Herz zu stehlen droht. Und es ist niemand geringerer als Lucien de Marais, der Bruder des Königs. Für Ophelia beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, bei dem sie sich zwischen Hass und Liebe, zwischen Hoffnung und Rebellion entscheiden muss. 

Cover:
Das Cover von Ophelia Scale gefällt mir sehr gut. Eigentlich mag ich es nicht so gerne, wenn Menschen auf Covern abgebildet sind, aber hier passt es ausgesprochen gut. Mit dem Gesicht der Protagonistin wird dem Leser ein Bild für diesen Charakter in den Kopf gepflanzt, das wirklich gut zur Geschichte passt. 

Schreibstil:
Ophelia Scale war mein erstes Buch von Lena Kiefer. Ihr Schreibstil hat es mir von der ersten Seite an angetan, schon nach den ersten Kapiteln wollte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Für ein gutes Buch braucht es nicht nur eine tolle Geschichte, sondern auch einen gelungenen Schreibstil. Ich habe in letzter Zeit viele gute Bücher gelesen, aber ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, bei dem ich mit dem Lesen nicht aufhören wollte. Lena Kiefer verbindet eine wahnsinnig tolle Geschichte mit ihrem wirklich, wirklich guten Schreibstil, sodass genau das mit Ophelia Scale der Fall war: Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen und habe so viel und so schnell gelesen wie schon lange nicht mehr. 

Geschichte:
Die Geschichte von Ophelia Scale ist sehr außergewöhnlich. Die Idee, ein Buch über die Zukunft zu schreiben, in der es nicht um den Höhepunkt der Technologie geht, sondern darum, dass diese beinahe gänzlich abgeschafft wurde, finde ich perönlich sehr gelungen und ich würde behaupten, dass ich noch kein Buch gelesen habe, das diese Idee als Basis hat. Natürlich kann nicht alles an diesem Buch neu und außergewöhnlich sein, das ist heutzutage einfach nicht mehr möglich - beinahe alles wurde schon einmal niedergeschrieben. Dementsprechend ist die Tatsache, dass eine junge Erwachsene als Protagonistin Teil einer Rebellion ist, nichts Neues. Dass diese Protagonistin sich in einen jungen Mann verliebt, der zur Gegenseite gehört, ist ebenfalls ein bekannter Plot. Und so ziehen sich auch durch Ophelia Scale viele bekannte Geschehnisse. Doch Lena Kiefer schafft es trotzdem, daraus ein besonderes Leseerlebnis zu machen, indem sie diese bekannten - und natürlich hochgeschätzten - Elemente mit kleinen Neuheiten verbindet und alles mit ihrem tollen Schreibstil zu einem gelungenen Ganzen vereint. 

Charaktere:
Die Charaktere in dem Buch haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Protagonistin wirkt sehr authentisch und glaubwürdig, sodass ich mich beinahe zu jeder Zeit gut in sie hineinversetzen konnte. Das finde ich sehr wichtig beim Lesen, weshalb Lena Kiefer hier meiner Meinung nach überzeugt. Ophelias Begabung - auf welche ich hier nicht genauer eingehe, um euch nicht zu spoilern - fand ich wirklich interessant und außerordentlich passend für den Verlauf der Geschichte. Ihre Beziehungen zu den anderen Schakal-Anwärtern hat mir ebenfalls gefallen: dort gibt es Freunde, aber auch den einen oder anderen Idioten. Doch auch die Antwärter, die bloß Nebencharaktere sind, zeigen eine deutliche Entwicklung und spielen teilweise eine größere Rolle, als man als Leser erwartet. Lucien de Marais, in den Ophelia sich (natürlich) verliebt, gefällt mir auch sehr gut. Er ist die richtige Mischung aus gutaussehend, frech, charmant, eingebildet und offenherzig, sodass es mir als Leserin schwer fiel, ihm nicht ebenfalls sofort zu verfallen - hier also ein "Hut ab" an die Protagonistin, dafür, dass sie ihm eine ganze Zeit lang widersteht. 

Bewertung:
Cover: 🌟🌟🌟🌟
Schreibstil:🌟🌟🌟🌟🌟
Geschichte: 🌟🌟🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟🌟🌟🌟
Emotionen: 🌟🌟🌟🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟🌟🌟

Bewertung:
Geschichte:
Charaktere:

23. März 2020

Rezension: The Legend of Zelda - Oracle of Seasons / Oracle of Ages





Auf einen Blick:
Titel: The Legend of Zelda - Oracle of Seasons / Oracle of Ages
Autor: Akira Himekawa
ISBN: 978-3-8420-3233-0
Preis: 14,00€
Umfang: 403 Seiten

Inhalt (Oracle of Seasons):
Der junge Link verlässt seine Heimat auf den Wunsch seines Großvaters hin, um ein Ritter der Königsfamilie zu werden - denn das ist es, was seine Vorfahren waren: Ritter. Doch Link ist noch jung und unsicher, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Auf seiner Reise begegnet er einer Schaustellergruppe und der talentierten Tänzerin Din. Schnell wird ihm klar, dass er mehr Zeit mit den Schaustellern - mit Din - verbringen will, und so schließt Link sich ihrer Gruppe an. Doch die Gefahr lauert ihnen bereits auf, denn Din ist das Orakel der Jahreszeiten und damit das Ziel des bösen Onox, dem General der Finsternis. Links Mut wird auf eine harte Probe gestellt - kann er gegen das Böse bestehen? 

Inhalt (Oracle of Ages)
Link ist Ritter der Leibgarde von Prinzessin Zelda. Von der bösen Veran getäuscht ermöglicht er es der Finsternis, Nayru, das Orakel der Zeit, in die Vergangenheit zu entführen, wo Veran Links Vorfahren auslöschen und ihn so vernichten will. Doch das ist nicht ihr einziges finsteres Ziel, wie Link schnell herausfindet. Kurzerhand ergreift er die Harfe des Orakels und reist Veran und Nayru in die Vergangenheit hinterher. Hier trifft Link auf seinen Vorfahren Raven, einen Ritter, der die List des Bösen zu hinterschauen vermag. Veran versucht, die Königin der Vergangenheit zu täuschen, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen, und Link und Raven müssen sie aufhalten - und Nayru befreien! Wird Link es schaffen, die Vergangenheit und gleichsam die Zukunft zu retten? 

Cover
Das Cover reiht sich in die Reihe der Perfect Editions ein, ist aber wie seine Vorgänger eher schlicht und nichtssagend. 

Illustrationen
Die Illustrationen des Mangas sind wie immer in der The Legend of Zelda Reihe unglaublich schön. Ich fühle mich total an das erste Game der Reihe erinnert, Ocarina of Time, welches ich immer auf der N64 gespielt habe bzw. immernoch spiele. Von allen Zelda-Spielen ist dies meine liebste Version von unserem Helden Link. 

Geschichte(n)
Beide Geschichten sind wirklich süß. Natürlich sind sie nicht besonders tiefgreifend, aber das darf man hier als Leser auch nicht erwarten. Hier geht es eher darum, etwas mehr über den Helden Link zu lesen und seine Abenteuer, die er besteht; hier geht es um Nostalgie - für mich sowie für alle anderen Zelda-Fans da draußen. 
Oracle of Seasons und Oracle of Ages hängen, wie die Titel bereits verraten, in gewisserweise zusammen. Oracle of Ages spielt ziemlich unmittelbar nach den Ereignissen aus Oracle of Seasons, was nicht nur an dem Beginn der Geschichte, sondern auch an den vorkommenden Charakterne zu erkennen ist. Das hat mir auf jeden Fall gut gefallen; hätten die beiden Geschichten nichts miteinander zu tun gehabt (abgesehen von dem gemeinsamen Protagonisten Link), so wäre es doch etwas komisch gewesen, beide Geschichten in einem Buch direkt hintereinander zu lesen. So aber passt es sehr gut und es macht Spaß, Links Weg als Ritter auch in Oracle of Ages weiterzuverfolgen. 
Die Charaktere sind, passend für Mangas, etwas überspitzt dargestellt, aber allesamt wirklich gelungen. Ich hätte von dem einen oder anderen Nebencharakter gerne mehr erfahren. 

Fazit
Natürlich ein Muss für jeden Fan von The Legend of Zelda. Ich persönlich fand diesen Manga nicht ganz so gut wie Ocarina of Time oder Majora's Mask, was aber vielleicht daran liegen kann, dass ich zu Oracle of Seasons / Oracle of Ages keinen Spielvorgänger kenne bzw. gespielt habe. Trotzdem haben mir die beiden Geschichten gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. 

Bewertung:
Cover: 🌟
Geschichte: 🌟🌟🌟
Illustrationen: 🌟🌟🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟,5

19. März 2020

Rezension: One True Queen - Von Sternen Gekrönt

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Auf einen Blick:
Titel: One True Queen - Von Sternen Gekrönt
Autorin: Jennifer Benkau
Verlag: Ravensburger
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-473-40179-6
Preis: 18,99€
Umfang: 509 Seiten

Inhalt:
Mailin fühlt sich, als würde sie zu Sand werden, als würde sie Körnchen für Körnchen fort rieseln. Im nächsten Moment findet sie sich im Königreich Lyaskye wieder, fernab ihrer Heimat in Irland - nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich fernab. Wie ist sie hierher gekommen? Und wer ist dieser mysteriöse Fremde, der ihr widerwillen aus einer tödlichen Falle rettet, der so gefährlich wirkt und sie trotzdem beschützt? Mailin muss erkennen, dass sie aus einem bestimmten Grund nach Lyaskye geholt wurde. Denn das Land, Lyaskye selbst, will sie als Königin. Doch in dieser Welt ist das ein Todesurteil.

Cover:
Über das Cover von One True Queen brauchen wir, wie ich glaube, nicht diskutieren. Es ist atemberaubend schön! Wie ihr auf meinem Bild gut erkennen könnt, wurden glänzende Details eingearbeitet, sodass der Schriftzug, die Krone und die verwobenen Äste um Mailins Gesicht herum in einem schönen Goldton schimmern. Für dieses Cover kann ich nur fünf von fünf Sternen geben!

Schreibstil:
Den Schreibstil von Jennifer Benkau fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Anfangs habe ich mich ein bisschen schwer getan mit der Direktheit und Modernität der Protagonistin Mailin. Im Laufe des Buches musste ich aber feststellen, dass der Schreibstil gut zur Geschichte passt, und sobald ich mich daran gewöhnt hatte, konnte ich mich auch gut in die Geschichte und vor allem in die Protagonistin einfühlen.

Geschichte:
Die Geschichte von One True Queen mag zwar nichts 100%ig neues sein, mir gefällt sie aber trotzdem sehr, sehr gut! Der Grund, aus dem Mailin in die Welt von Lyaskye geholt wird, und die ganze Geschichte um diese Welt und ihre Königinnen herum ist wirklich gelungen. Das war für mich der Teil des Buchs, welcher tatsächlich neuartig wirkte und mich nicht an andere Bücher erinnerte, die ich bereits gelesen habe. 
Mailins Reise mit dem mysteriösen Fremden, der gefährlich und geheimnisvoll, aber dennoch - oder gerade deswegen - anziehend auf sie wirkt, tja, das ist nichts Neues. Diese Konstellation kennen wir bereits aus anderen Büchern. Nichtsdestotrotz ist der Autorin eine wahrlich schöne Sympathie zwischen den beiden Charakteren gelungen und es macht Spaß, dem Zanken der beiden über die Seiten zu folgen. 
Insgesamt finde ich die Geschichte wirklich gelungen. Es kam zu mehreren Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, und mindestens zwei Mal habe ich eine Seite doppelt lesen müssen, weil ich nicht glauben wollte / konnte, dass das, was ich lese, gerade wirklich passiert. Auch das Ende hat mich schockiert und traurig gemacht, sodass ich sehr gespannt darauf bin, wie es im nächsten Band weiter geht. 

Charaktere:
Das Buch steckt voller gelungener Charaktere. Mailin ist als Protagonistin sehr überzeugend und authentisch, ihre Gefühle werden für den Leser deutlich spürbar und man fiebert während des Lesens häufig mit ihr mit. Leider konnte ich nicht all ihre Entscheidungen bzw. Gedankengänge nachvollziehen, aber darum geht es beim Lesen ja auch nicht. Im echten Leben können wir ja auch nicht immer alle Entscheidungen von anderen oder gar uns selbst nachvollziehen, dementsprechend finde ich das nicht schlimm. Mailins Beziehung zu dem Fremden (tja, wie mag er wohl heißen?) gefiel mir von Anfang an sehr gut. Die beiden entwickeln sich im Laufe des Buches sehr interessant, sowohl individuell als auch zueinander, sodass mir die Konstellation der beiden gut gefallen hat. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht dazu sagen, um euch nicht zu viel zu verraten!
Auch die "Nebencharaktere" in One True Queen sind gut gelungen. Sei es Mailins Schwester Vicky oder der Königskrieger Nathaniel oder die Zofe Grace - sie sind mir alle ans Herz gewachsen und ich habe oft mit ihnen mitgefühlt. Der Bösewicht (den ich hier nicht benennen werde) ist ebenfalls gut gelungen. Anfangs ahnt man nicht, dass es sich bei diesem Charakter um den Bösewicht handeln könnte, doch als dies offenbart wird, entwickelt man als Leser regelrecht einen Hass auf den Charakter - genau so soll es sein!

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, oft wollte ich es gar nicht aus den Händen legen. Ich habe es im Rahmen einer Leserunde mit anderen Bloggern auf Instagram gelesen, und bereits beim dritten oder vierten Abschnitt habe ich aus Versehen ein Kapitel zu viel gelesen - einfach, weil es so spannend war und ich gar nicht gemerkt habe, dass das Kapitel geendet und ein neues angefangen hat. Sowas zeigt mir, dass es sich um ein gutes Buch handelt. 
Für jeden Fantasy-Fan ein Muss!

Bewertung
Cover: 🌟🌟🌟🌟🌟
Schreibstil: 🌟🌟🌟
Geschichte:🌟🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟🌟🌟
Emotionen: 🌟🌟🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟🌟