20. April 2018

"Berühre mich. nicht" & "Verliere mich. nicht"





Hallo meine Lieben!

Das hier wird keine Rezension (noch nicht!!), sondern eine Buchempfehlung an alle Leseratten. Normalerweise empfehle ich Bücher immer erst in der jeweiligen Rezension, doch bei diesen beiden Schätzen möchte ich damit nicht warten - schließlich sollt ihr wissen, was euch erwartet!

Berühre mich. nicht. und Verliere mich. nicht. sind zwei Romane von Laura Kneidl ,und zwar Band 1 und Band 2. Ich habe am vergangenen Sonntag begonnen, den ersten Band zu lesen, und hatte ihn bereits am Dienstag Vormittag VERSCHLUNGEN! Die Geschichte von Sage und Luca hat mich nicht mehr losgelassen, und als dann am Ende des ersten Bandes ein RIESENgroßer Cliffhanger auf mich wartete, zögerte ich nicht lange und bestellte sofort Band 2. Am Mittwoch Morgen (Dank sei Amazon Prime) brachte mein lieber Postbote mir dann Verliere mich. nicht. und dabei hatte er keine Ahnung, was er damit angerichtet hat. Denn anstatt Hausaufgaben für die Uni zu erledigen, Vorlesungen nachzuarbeiten, mein Zimmer aufzuräumen, weiter Wohnungssuche zu betreiben, Bafög zu beantragen oder sonst etwas sinnvolles zu tun, saß ich auf der Couch und las Laura Kneidls Roman. Die einzige Unterbrechung war die Nachhilfe, die ich zwischendurch gegeben habe, und dass mein Freund zwischendurch da war. Und heute - auf die Minute genau 48 Stunden später, habe ich nach Berühre mich. nicht. auch Verliere mich. nicht. beendet. Und das kann ich euch sagen: Das waren 48 Stunden voller Lachen, Weinen, Schmunzeln, Ärger, Wut, Frustration und einer einem Gefühlschaos gleichenden Mischung aus diesem Empfindungen.

Für diejenigen unter euch, für die das noch nicht deutlich genug war: Kauft euch Berühre mich. nicht. und Verliere mich. nicht. und LEST DIESE BÜCHER! Wer das nicht tut, der verpasst etwas Wunderbares. Und wer noch unsicher ist: Keine Sorge, meine Rezensionen folgen bald!

Viele Grüße,
Eure Anna

Rezension: "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen"






"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" von Martin Schörle

Engelsdorfer Verlag

ISBN 9783960084082

9,50€ (Amazon)

Umfang: 119 Seiten

Das Buch mit dem beiden Theaterstücken von Martin Schörle habe ich vom Autor als Rezensionsexemplar gehalten. Nach "Harry Potter und das verwunschene Kind" handelt es sich dabei um mein erstes (meine ersten) Theaterstück(e). Die Rezension hierzu wird, da sich das bei diesen Stücken anbietet, etwas anders ausfallen. Hierbei werde ich "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" als Theaterstück (1) bennenen und "Einladung zum Klassentreffen" als Theaterstück (2).

Inhalt (1):
Hans Fredenbek ist ein Verwaltungsbeamter in den Endvierzigern, der das private Leben sowie den beruflichen Alltag unter einen Hut zu bekommen versucht. Dabei erleben wir den Beamten in verschiedenen Alltagssituationen und erfahren monologisch von seinen Gedanken und Ansichten. Es wird deutlich, dass es für ihn kaum noch ein Leben außerhalb des Büros gibt, da er sich immer mehr in ein Gewirr aus Arbeitsvorgängen, Statistiken, Verordnungen und Aktenzeichen verstrickt. Doch kann das gut gehen?

Inhalt (2):
20 Jahre nach dem Abschluss soll es ein Klassentreffen geben. Carsten Heyemann hat seine Mitschüler seit dem nicht gesehen, was auch für seine frühere Jugendliebe Marina gilt. Da es an Carsten ist, das Klassentreffen zu organisieren, beginnt er, die Leute zu kontaktieren. So fängt das Theaterstück damit an, dass Carsten Marina während einer Zugreise auf dem Handy anruft. Marina, die in der Vergangenheit den ein oder anderen Schicksalsschlag hinnehmen musste und davon geprägt ist, hat dennoch immer noch Gefühle für Carsten. Doch noch weiß sie von nichts ...

Cover: 
Das Cover selbst spricht mich nicht sonderlich an, doch es passt sehr gut zu dem ersten Theaterstück, "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten".

Schreibstil:
Die beiden Theaterstücke von Martin Schörle waren - wie bereits gesagt - nach "Harry Potter und das verwunschene Kind" die ersten Stücke, die ich gelesen habe. Nach Harry Potter dachte ich, gut auf zwei weitere Theaterstücke eingestimmt zu sein, doch da Schörles Stücke größtenteils monologisch aufgebaut sind, war das nicht der Fall.Ich habe mich sehr schwer damit getan, den unendlichen Monologen zu folgen, wobei hin und wieder Stellen waren, an denen ich schmunzeln oder auch lachen musste.

Fazit:
Martin Schörle hat mir mit seinem Rezensionsexemplar ermöglicht, tiefer in eine Textgattung einzutauchen, welche ich bisher noch nicht intensiv erforscht hatte. Damit wurde mir eine Erfahrung beschert, um die ich froh bin. Schörles Theaterstücke tragen viel Liebe und Humor in sich, die für den Leser definitiv spürbar werden. Trotzdem muss ich sagen, dass ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch / den beiden Stücken hatte. Dabei glaube ich, dass dies vor allem daran liegt, dass die Gattung des Theaterstücks möglicherweise nicht mein Fall ist. Trotzdem kann ich "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" jedem empfehlen, der gerne Theaterstücke liest und nichts gegen eine ordentliche Priese Sarkasmus. Jedem, der bisher noch keine Theaterstücke gelesen hat, empfehle ich erst ein mal etwas anderes in der Richtung zu lesen, da es gerade bei "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" sehr schwer sein kann, den langen Monologen und Gedankengängen von Hans zu folgen.

12. April 2018

Rezension: Harry Potter und das verwunschene Kind






"Harry Potter und das verwunschene Kind" von J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne

Carlsen

ISBN 9783551559005

19,99€ (Gebundene Ausgabe, Amazon)

Umfang: 336 Seiten

Inhalt
Albus Severus Potter steht schon sein ganzes Leben lang im Schatten seines Vaters, Harry Potter. Dabei ist er ihm so gar nicht ähnlich - und das scheint das Problem zu sein. Die Leute reden über Albus, nicht nur hinter seinem Rücken. Als er sich dann auch noch mit Scorpius Malfoy anfreundet und vom sprechenden Hut nach Slytherin geschickt wird, wendet sich sogar Rose, die Tochter von Ron Weasley und Hermine Granger, von ihm ab. Doch in Scorpius hat Albus gefunden, was er sich gewünscht hat: einen wahren Freund. Während Albus' Probleme mit seinem Vater immer schlimmer zu werden scheinen, hat Scorpius ganz andere - größere- Sorgen: seinen Eltern wird unterstellt, dass Scorpius nicht Dracos Sohn ist, sondern gezeugt wurde, indem Dracos Frau mithilfe eines Zeitumkehrers in die Vergangenheit gereist ist und mit Lord Voldemort schlief. Das Gerücht, dass er der Sohn Voldemorts sein könne, macht es ihm natürlich nicht leichter in Hogwarts. 
So kämpfen sich Albus und Scorpius durch ihre ersten Jahre in Hogwarts. Als Albus mitbekommt, wie Mr. Diggory und seine Nichte Delphi Harry aufsuchen und ihn bitten, mithilfe des letzten Zeitumkehrers, welcher sich in der Obhut der Zaubereiministerin Hermine Granger befindet, in die Vergangenheit zu reisen und Cedrig Diggory vor dem Tod zu bewahren - denn schließlich hätte dieser gar nicht sterben müssen. Doch Harry behauptet, der Zeitumkehrer sei vernichtet worden, und so beschließt Albus, gemeinsam mit Scorpius und Delphi den Zeitumkehrer zu stehlen, in die Vergangenheit zu reisen und Cedrig zu retten. Dass dieser spezielle Zeitumkehrer nur fünf Minuten in der Vergangenheit ermöglicht, macht ihre Mission nicht gerade leichter. Und auch sonst stößt das Trio auf einige Schwierigkeiten - denn wie bereits Hermine einst in ihrem dritten Jahr in Hogwarts sagte: Zauberern, die mit der Zeit herum spielen, passieren schlimme Dinge.

Cover
Stünde auf dem Cover nicht "Harry Potter", hätte ich mich davon nicht sonderlich angesprochen gefühlt. Doch glücklicherweise haben wir mit diesem Werk erneut die Gelegenheit, in die so sehr geliebte Welt der Zauberer um Harry Potter einzutauchen. 

Schreibstil:
Da es sich bei Harry Potter und das verwunschene Kind um ein Theaterstück handelt, lässt sich zu dem Schreibstil nicht viel sagen. Die Dialoge sind teilweise nicht so gut gelungen und wirken etwas platt, wenn man sie liest. Trotzdem glaube ich, dass sie sich auf einer Bühne gut machen würden. 

Geschichte / Inhalt:
Natürlich wurde Harry Potter und das verwunschene Kind für die Bühne und nicht als Roman geschrieben. Deshalb ist es in Ordnung, dass so manches sich beim Lesen etwas merkwürdig oder unpassend angefühlt hat. Auf die Bühne passt der Inhalt dieses Stücks sehr gut und lässt sich mit Sicherheit gut darstellen.
Gefallen hat mir, dass es keine stumpfe Wiederholung des Harry-Potter-Szenarios ist, welches wir so gut kennen. Die Tatsache, dass Albus sich so sehr von Harry unterscheidet sorgt hier dafür, dass Albus eine andere Seite von Hogwarts kennen lernt, und somit auch wir als Leser. Hogwarts ist für ihn und Scorpius nicht magisch, sondern eine Qual. 
Die Tatsache, dass es viel darum geht, wie jemand durch die Zeit reist, fand ich anfangs noch ganz interessant, doch je öfter der Zeitumkehrer im Spiel war, umso weniger mochte ich es. 
Trotzdem gibt es - auch im Zusammenhang mit Zeitreisen - die eine oder andere gelungene Wendung oder Überraschung. 
Insgesamt ist der Inhalt des Theaterstücks gelungen, auch wenn mir nicht alle Handlungsstränge zugesagt haben und auch die Dialoge - gerade von Rons Seite aus - etwas daneben waren. 

Charaktere
Mich haben ALLE Charaktere überzeugt! Aber ich will nichts verraten - ihr müsst die Vielfältigkeit der Charaktere selber erleben!

Fazit:
Am Anfang habe ich mich (trotz der Begeisterung, endlich wieder einen Harry Potter zu lesen) etwas schwer getan, aber das hat sich spätestens in Teil 2 geändert. Eigentlich hatte ich mit einer Freundin verabredet, den zweiten Teil mit ihr gemeinsam zu lesen, doch ich war so im Lesefluss, dass ich nicht aufhören konnte und schließlich doch alleine gelesen habe (Tut mir leid, Marleen ;D)!
Ich empfehle jedem dieses Theaterstück, der Harry Potter und seine magische Welt so sehr liebt wie ich. Harry, Ron, Hermine und Ginny wieder zu erleben war toll für mich, und Albus, Scorpius und Rose passen da wunderbar dazu.

Cover: 🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Als nächstes stehen zwei weitere Theaterstücke auf dem Plan, diesmal allerdings von Martin Schörle, der mir sein Buch, das "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen" enthält, zugesandt hat. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar, lieber Martin!
Zusätzlich habe ich gerade "Die Zwerge" Teil 1 als Hörbuch beendet, wozu ich ebenfalls eine Rezension veröffentlichen werde. Und da mir der erste Teil so gut gefallen hat, bin ich auch bei Teil 2 schon sehr weit!
Parallel zu Martin Schörles Theaterstücken lese ich "Berühre Mich. Nicht", bevor ich zum zweiten Rezensionsexemplar von MUKK, "Fire&Frost", komme.

Das heißt: Es gibt viel zu rezensieren!
Bis Bald ihr Lieben!

Eure Anna