5. Februar 2012

Wie ein Flügelschlag





"Wie ein Flügelschlag" von Jutta Wilke

Coppenrath

ISBN 978-3649605669

14,95€

"Ich war fünf, als ich fliegen lernte. Ich schlüpfte aus den Armen meiner Mutter, die im hüfthohen Wasser stand, wand mich unter dem Seil hindurch und flatterte davon wie ein kleiner Vogel. Kein Boden mehr unter den Füßen und keine Hände mehr, die mich umklammerten. Über mir der Himmel und unter mir nichts als Wasser."

Ein Traum wird für die sechzehnjährige Jana wahr, als sie ein Stipendium für das Sportinternat bekommt. Einfacher wäre es für sie aber, wären die anderen Schüler nicht so abweisend. Einzig ihre neue Freundin Melanie unterstützt sie, doch auch das ist nicht von Dauer. Warum verhält sich Melanie nur auf einmal so merkwürdig? Die Antwort soll Jana nie bekommen, zumindest nicht von ihrer Freundin persönlich, denn diese wird tot im Schwimmbecken des Internats aufgefunden. Für Jana wird es Zeit, Fragen zu stellen. Wer war Melanies neuer Freund? Was hat ihr Vater mit der ganzen Sache zu tun? Hat er Melanie in den Tod getrieben? Und wie viel weiß Melanies Bruder? 
Für Jana beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit bei dem es nicht nur um die Wahrheit, sondern auch um ihr eigenes Leben geht. Denn der Mörder hat ein neues Ziel ...

Janas Leben ist ein einziges Chaos. Und dadurch nur umso besser nachzuvollziehen. Die Autorin - Jutta Wilke - hat eine reale Welt geschaffen, in die der Leser eintaucht wie Jana in das Wasser. Man vergisst alles um sich herum und konzentriert sich nur noch auf das, was man gerade tut. Schwimmen. Janas Gedanken machen deutlich, was sie beim Schwimmen empfindet, und so empfindet man selber, wenn man dieses Buch liest. Man fühlt sich frei, ungestört, man fliegt. Und genau so wie Jana stürzt der Leser ab, als ihre tote Freundin Melanie gefunden wird. Alles wird hektisch, dramatisch, traurig, spannend, ergreifend - und auch romantisch (Aber dazu verrate ich nichts!). 
Das Buch ist all das - und noch vieles mehr. Den Mörder zu finden ist nicht nur für Jana schwer, denn auch der Leser wird in die Irre geführt. Aber lest selbst!

Alles, was ich hier weiter schreiben würde, würde zu viel verraten. Soviel kann ich euch aber sagen: Es lohnt sich!