29. Oktober 2017

Rezension: Der Duft von bitteren Orangen

Sei tapfer.
Sei ein Mensch, mein Kind. 
("Der Duft von bitteren Orangen" von Claire Hajaj, blanvalet)





"Der Duft von bitteren Orangen" von Claire Hajaj

blanvalet

ISBN 978-3-7341-0046-8

9,99€

Umfang: 436 Seiten

Inhalt: 
Der Junge Salim und seine Familie müssen aus ihrem Heimatsort Jaffa fliehen, als 1948 der Israelische Unabhängigkeitskrieg ausbricht. Sie müssen ihr Haus und ihre Orangenplantage verlassen, gerade dann, als Salim endlich das erste Mal die Orangen des Baums ernten darf, der zu seiner Geburt eingepflanzt wurde. Während er älter wird und sich räumlich immer weiter von seiner Heimat entfernen muss, bleibt in seinem Herzen immer der Wunsch bestehen, irgendwann die Früchte seines Orangenbaumes zu pflücken. 
Zur gleichen Zeit wächst Judith im Kreise ihrer jüdischen Familie in England auf und kämpft darum, von der düsteren Vergangenheit ihrer Familie loszukommen.
Als Salim und Judith sich Jahre später in London kennenlernen, verlieben sie sich ineinander und beginnen ein gemeinsames Leben, welches schwierige Prüfungen überstehen muss aufgrund ihrer unterschiedlichen und verfeindeten Religionen. Kann ihre Liebe dem standhalten?

Cover:
Das Cover zeigt einen Jungen, der unter einem Orangenbaum steht. Es ist farblich in schlichten Orange- und Gelbtönen gehalten und sticht aus der Masse nicht wirklich hervor.

Schreibstil:
Claire Hajajs Schreibstil ist sehr anspruchsvoll, aber voller Gefühle. Das liegt natürlich nicht zuletzt daran, dass die Autorin viele ihrer eigenen Erfahrungen in ihren Roman einfließen lässt.

Geschichte / Inhalt:
Die Geschichte hat mir am Anfang gut gefallen. Die Jahre der Kindheit von Salim und Judith sind schön geschrieben, sodass ich gerne weiterlesen wollte. Leider hat sich das nicht durch den Roman hindurch so fortgesetzt, sodass gerade die zweite Hälfte sehr lang und zäh erschien. 

Charaktere:
Die Charaktere sind gut beschrieben und durchdacht. Salims und Judiths Gefühle werden für den Leser deutlich und nachvollziehbar dargestellt. Gerade wenn ihre beiden Leben aufeinandertreffen wird es interessant, da immer wieder sichtbar wird, dass jeder von ihnen seiner eigenen Religion nachgeht und für die des anderen nichts übrig hat. Als sie dann zwei Kinder bekommen, färbt sich dies natürlich auf die Erziehung aus. 
Die vielen anderen Charaktere haben mir mal mehr, mal weniger gut gefallen, aber am meisten mochte ich Marcus, den Sohn von Salim und Judith, der sehr unter der Uneinigkeit seiner Eltern leidet und diesem Leben des hin- und hergerissen Seins entfliehen und Tänzer werden möchte. 

Fazit: 
Ich habe dieses Buch gelesen, da ich (morgen) in meinem Seminar "Die Repräsentation des Islams in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur" an der Universität ein Referat darüber halten muss. Und wie das so ist mit Büchern, die man lesen muss: Es hat mir nicht wirklich zugesagt. Das lässt sich für mich gar nicht so richtig fest machen. Ein Grund wäre, dass ich mit einem Jugendroman gerechnet habe, und Der Duft von bitteren Orangen meiner Meinung nach nur für Erwachsene geeignet ist, allein aufgrund des Schreibstils der Autorin. Außerdem hat mir die Thematik nicht zugesagt.
Trotzdem ist der Roman auf seine Weise gelungen, und ich empfehle ihn gerne weiter an alle, die sich für diese Thematik interessieren. Allerdings ist der Roman - wie bereits gesagt - eher für Erwachsene als für Jugendliche geeignet. 

Cover: 🌘 (25/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌗 (50/100)
Charaktere: 🌗 (50/100)
Gesamtpaket: 🌗 (50/100)

Da ich meinen SUB von oben nach unten abarbeite, müssen die neu gekauften Romane "Throne of Glass" und "Das Lied der Krähen" leider noch warten, denn als nächstes steht an: "Die Mühle" von Elisabeth Herrmann. 

Eure Anna

21. Oktober 2017

Rezension: Neongrüne Angst

"Du hättest zur Brücke kommen sollen heute Nacht, Johanna. 
Dann wäre das alles nicht passiert. All diese unschuldigen Opfer - ein Jammer! 
Aber wir können es ja noch einmal versuchen ... Johanna!"
("Neongrüne Angst" von Klaus-Peter Wolf, FJB)





"Neongrüne Angst" von Klaus-Peter Wolf

FJB 

ISBN 978-3-596-19587-9

9,99€

Umfang: 410 Seiten

Inhalt
Johanna Fischer wird bedroht. Ein Unbekannter ruft sie immer wieder an, stellt ihr Aufgaben. Er verlangt, dass sie sich an seine Anweisungen hält und droht damit, dass - sollte sie dies nicht tun - Unschuldigen etwas zustoßen wird. Immer riskanter werden die Aufträge des "Verehrers". Johanna gerät immer tiefer in eine Spirale aus Angst, Misstrauen, Paranoia und Einsamkeit. Nicht einmal ihrem Freund Leon kann sie ihr Vertrauen schenken. Jeder ist verdächtig. Jeder könnte es auf sie abgesehen haben.

Cover:
Das Cover ist durch die neongrüne Farbe sehr auffällig - und auch passend. Die Protagonistin Johanna fühlt sich durchgehend beobachtet, und die wie grüne Neonlampen aussehende Schrift schafft bereits ein Gefühl der Furcht. 

Schreibstil:
Mir persönlich hat der Schreibstil von Klaus-Peter Wolf nicht zugesagt. Der Autor wählt für seinen Thriller einen auktorialen - sprich: einen allwissenden - Erzähler. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus Johannas Sicht, doch erhält der Leser immer wieder Einblicke in die Gedanken und Gefühle anderer Charaktere, teilweise sogar von Nebencharakteren, die keinerlei Rolle für die Handlung spielen. So erfahren wir zum Beispiel, was jemand über seinen Job oder sein Leben denkt, ohne dass das irgendeine Rolle für die Handlung spielen würde. Das hat mir leider nicht gut gefallen.

Geschichte / Inhalt:
Die Geschichte war schon eher nach meinem Geschmack. Leider baute sich aber für mich keine Spannung auf, da andauernd die Perspektive von Johanna zu Leon zu Kommissar Büscher oder zu seiner Kollegin Schiller gewechselt wird. Schade, denn die Idee hinter dem Thriller hat mir gut gefallen, und auch die Auflösung am Ende war nicht von schlechten Eltern - damit hätte ich nie gerechnet.

Charaktere:
Charaktere gibt es hier endlos viele, allein durch die auktoriale Erzählperspektive. 
Johanna ist sehr wechselhaft, was ich aber auf ihre Situation und ihre Angst zurückführe. Trotzdem lassen sich viele ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen. Das Gleiche gilt allerdings auch für ihren Freund Leon, der doch auf der einen Seite hals über Kopf in Johanna verliebt ist, auf der anderen Seite aber viele Male mit anderen Frauen flirtet. Büscher und Schiller waren in Ordnung, ein bischen klischeehaft guter und böser Bulle, aber sie haben etwas Abwechslung reingebracht und dem Leser Hinweise auf eine mögliche Auflösung gegeben. 

Fazit
Insgesamt bestimmt ein guter Thriller, nur leider nicht mein Geschmack, was aber größtenteils an der Erzählperspektive liegt.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌘 (25/100)
Inhalt:🌗 (50/100)
Charaktere: 🌗 (50/100)
Gesamtpaket: 🌗 (50/100)

Als nächstes muss ich leider einen Roman dazwischen schieben, den ich nicht eingeplant hatte. Für ein Seminar an der Uni muss ich "Der Duft von bitteren Orangen" von Claire Hajaj lesen, und ich habe mich dafür entschieden, das Buch einfach hinterher zu rezensieren.
Dafür müssen die interessanteren Bücher leider etwas warten!

Eure Anna

13. Oktober 2017

Rezension: Morgen lieb ich dich für immer

Für immer war nicht Schmerz und Leid.
Für immer war mein Herzschlag und die Hoffnung auf morgen.
Für immer war einfach nur das Versprechen auf mehr.
Für immer war ein Prozess.
Und ich konnte nicht für immer warten.
("Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout, cbt)


 "Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout

cbt Verlag

ISBN 978-3-570-31141-7

12,99€

Umfang: 538 Seiten

Inhalt:
Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie sind gemeinsam bei Pflegeeltern aufgewachsen, von denen sie nicht geliebt, geschweige denn gemocht wurden. Alkoholmissbrauch und körperliche Gewalt standen an der Tagesordnung. Nur dank Rider hat Mallory diese Jahre überleben und dieser Welt schließlich entfliehen können. Vier lange Jahre lebt sie nun schon bei ihren liebevollen Pflegeeltern Carl und Rosa. Vier lange Jahre hat sie Rider nicht gesehen oder gesprochen. Doch die Vergangenheit hat Spuren bei Mallory hinterlassen. Sie hat große Schwierigkeiten mit dem Kontakt zu anderen Menschen, vor allem da es sie extreme Überwindung kostet, überhaupt zu reden. Trotzdem wagt sie den Beginn ihres letzten High School Jahres an einer richtigen Schule. Als sie dort Rider - ihrem Rider, ihrem Retter, ihrem Freund, dem einzigen Menschen, dem sie jemals vertraut hat - begegnet, scheint ihre Welt für einen Moment stehen zu bleiben. Sie lernt den neuen, veränderten Rider kennen, und muss bald feststellen, dass nicht alle seine Veränderungen positiver Natur waren. Als Riders Leben immer mehr aus dem Ruder läuft, muss Mallory darum kämpfen, ihre eigene Zukunft und die von Rider zu retten.

Cover:
Das Cover von Morgen lieb ich dich für immer ist schlicht schön. Viel mehr brauche ich an dieser Stelle nicht dazu sagen.

Schreibstil:
Erstaunlicher Weise ist dies das erste Buch, das ich von Jennifer L. Armentrout lese, und es wird nicht das letzte sein. Der Schreibstil der Autorin ist wunderschön, ergreifend und fesselnd. Nicht nur die Geschichte, sondern auch der Stil, in dem sie geschrieben wurde, hat mich mehr als ein Mal zum Lächeln und ebenfalls zum Weinen gebracht (ja, ich musste tatsächlich hin und wieder eine Träne verdrücken). In den Zeilen dieses Romans liegt unglaublich viel Gefühl, was das Ganze für den Leser echt anfühlen lässt.

Geschichte / Inhalt:
Ich bin normalerweise kein großer Freund von reinen Liebesgeschichten. Normalerweise gehört für mich immer ein anderes Genre dazu, sei es Fantasy, Science Fiction oder etwas anderes. Reine Liebesromane lese ich höchst selten, doch in diesem Fall bin ich froh, dass ich es getan habe. Die Geschichte von Morgen lieb ich dich für immer ist wahnsinnig schön und ergreifend, sodass ich von der ersten Seite an mit Mallory mitfühlen konnte. Dazu hat jede Wendung, jeder Charakter, jedes Ereignis des Romans beigetragen.

Charaktere:
Charaktere gibt es hier einige, und ich habe sie alle lieb gewonnen. Wir haben Mallory und Rider, Mallorys Pflegeeltern Rosa und Carl, ihre beste Freundin Ainsley, die Familie, bei der Rider wohnt (also Hector und sein Bruder Jayden, und natürlich deren liebevolle Großmutter), außerdem Paige (Riders feste Freundin) und Keira, ein Mädchen, mit dem Mallory sich an der Schule anfreundet. Sie alle haben einen Teil an dieser Geschichte und machen sie zu dem, was sie ist. Wie gesagt, ich habe sie alle lieb gewonnen - ja, sogar Paige, auch wenn sie sich den Großteil des Romans über wie eine eifersüchtige Zicke aufführt.
Ausführen möchte ich nur Mallory und Rider. Mallory ist ein toller Charakter. Jennifer L. Armentrout schafft es, dass man als Leser sofort mit ihr mitfühlt. Ihre Gedanken wurden für mich lebendig und ihre Gefühle fühlten sich echt an. Ein ums andere mal musste ich Lachen, wenn Mallory nach Lachen zumute war, und weinen, wenn etwas schlimmes passiert ist. Der Autorin gelingt es, diese wunderschöne Geschichte durch Mallorys Augen zu erzählen, sodass der Leser Teil dieser Geschichte wird.
Ähnliches gilt für Rider. Zwar wird der Roman nicht aus seiner Sicht erzählt, doch erhalten wir Einblick in seine Vergangenheit durch Rückblicke und Erinnerungen von Mallory. Er ist ein sehr komplizierter Charakter, und doch ist er einfach gestrickt, denn für ihn gibt es nichts wichtigeres als Mallory und ihre Sicherheit. Seine Liebe für sie ist so tief und so echt, dass ich eine Gänsehaut bekommen habe, wenn diese Liebe auch in Worten greifbar gemacht wurde.

Fazit:
Hier gibt es, glaube ich, nicht mehr viel zu sagen. Ich habe mich in diesem Roman verlieren können, so wie es mit einem guten Buch sein sollte. Ich wollte aus dieser Geschichte gar nicht mehr auftauchen, und ich finde es sehr schade, dass ich nun auch die letzte Seite gelesen habe und mit dem nächsten Buch weitermachen muss.
Vielen, vielen Dank and MUKK und die dortige Bücherabteilung für dieses grandiose Rezensionsexemplar!

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

Eure Anna

2. Oktober 2017

Rezension: Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Eine machtvolle Liebe,
geschrieben in Tinte und Blut.
 ("Die Fabelmacht-Chroniken" von Kathrin Lange, Arena)





"Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen" von Kathrin Lange

Arena

ISBN 978-3-401-60339-1

18,00€

Umfang: 409 Seiten

Inhalt
Als Mila im Gare de l'Est in Paris auf Nicholas trifft, den Jungen, über den sie seit Jahren Geschichten schreibt und der aussieht, als sei er einer dieser Geschichten soeben entschlüpft, steht ihre Welt Kopf. Dass sie sich über die Jahre in den Nicholas aus ihren Notizbüchern verliebt hat, macht das Ganze nicht einfacher. Mila gerät in eine Spirale aus Ereignissen, die immer gefährlicher zu werden drohen, bis es um Leben und Tod geht. Gemeinsam mit Eric, den sie ebenfalls in Paris kennenlernt, und Nicholas kommt Mila einer geheimen Macht auf die Spur, die in ihr schlummert. Als sie erfährt, dass dieselbe Macht auch Nicholas innewohnt, beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und gegen eine Geschichte, die bereits geschrieben wurde, deren Ende bereits feststeht.

Cover:
Das Cover von Die Fabelmacht-Chroniken gefällt mir. Die türkisblauen und orangenen Nebelwolken sehen aus wie Tinte, die sich im Wasser verteilt, was gut zur Thematik des Schreibens passt. Ebenso passend sind die Gebäudeumrisse der Sehenswürdigkeiten in Paris, die am unteren Bildrand zu sehen sind. Insgesamt wirkt das Cover geheimnisvoll und verzaubert.

Schreibstil:
Der erste Band der Fabelmacht-Chroniken ist das erste Buch, das ich von Kathrin Lange lese. Die Autorin hat eine geheimnisvolle Art zu schreiben, mit der sie den Leser recht schnell in ihren Bann ziehen kann. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, erfahren wir als Leser mehr Hintergründe, als die Protagonistin Mila selbst, was es umso interessanter macht mitzuverfolgen, wie Mila den Geheimnissen rund um ihre Gabe - die Fabelmacht - auf die Spur kommt. 

Geschichte / Inhalt:
Wie ihr wisst, möchte ich nicht zu viel verraten, für den Fall, dass einige von euch das Buch noch nicht gelesen haben, dies aber noch tun möchten. 
Ich muss sagen, dass mir die Idee hinter der Geschichte ausgesprochen gut gefallen hat. Ein bisschen hat mich die Fabelmacht, also die Gabe, etwas zu schreiben, was schließlich Wirklichkeit wird, ein wenig an Tintenherz erinnert, aber abgesehen davon ist mir diese Idee neu und somit sehr willkommen. Heutzutage ist es schwierig, etwas zu schreiben, wovon der ein oder andere Leser noch nichts gelesen haben. Meiner Meinung nach ist dies Kathrin Lange aber gelungen. 
Mit Paris als Schauplatz wirkt das Ganze natürlich noch magischer. Nicht nur die verworrene Liebesgeschichte passt hier gut hin, sondern auch die vielen Geheimnisse und die Fabelmacht selbst. 

Charaktere:
Ja, die Charaktere. Da haben wir einige, und ich halte jeden einzelnen für wichtig, trotzdem beschränke ich mich auf "die wichtigsten":
Mila ist die Protagonistin. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ihre Art zu denken, zu reden und Entscheidungen zu treffen hat mir gut gefallen und somit fiel es mir leicht, mich in sie reinzuversetzen. Das Einzige, was ich an ihr kritisieren möchte, sind ihre unglaublich starken Gefühle für Nicholas. Mir ist bewusst, was die Autorin sich dabei gedacht hat, nämlich dass Mila seit Jahren über ihn schreibt und er dadurch für sie so lebendig wird in ihren Geschichten, dass sie sich in ihn verliebt. Trotzdem war das der einzige Punkt, den ich nicht so gut nachvollziehen / verstehen konnte, auch wenn mir der Gedanke dahinter klar ist. Das soll aber nur ein klitzekleiner Kritikpunkt sein.
Nicholas wird dem Leser auf zwei unterschiedliche Weisen präsentiert. Auf der einen Seite ist er anfangs unsympathisch, mürrisch, düster und mysteriös. Diese Seite lernt Mila anfangs kennen. Auf der anderen Seite ist er besorgt, mitfühlend, ängstlich und verletzlich, was an den Stellen deutlich wird, in denen aus seiner Sicht geschrieben wird. Das macht ihn zu einem sehr interessanten Charakter, obwohl er meiner Meinung nach ab und zu eeeeetwas zu mysteriös ist.
Eric ist als Charakter gut gelungen, auch wenn im ersten Band dieser Reihe noch nicht ganz deutlich wird, was für eine Rolle er noch spielen wird. Auch seine Verbindung zu Mila ist noch nicht ganz nachvollziehbar für mich als Leser. Trotzdem hat mir seine direkte Art gut gefallen, und da er ebenfalls in Mila verliebt ist, gestaltet sich ein interessantes "Liebes-Dreieck" (die Anführungszeichen deshalb, weil es kein typisches Liebes-Dreieck ist - aber was ich damit meine müsst ihr selbst herausfinden!).

Fazit:
Ich habe es genossen, Die Fabelmacht-Chroniken zu lesen. Es handelt sich um ein einfaches, nicht zu schwer verdaubares aber trotzdem sehr schönes Buch.Wer Lust auf eine Fantasy-Liebesgeschichte in Paris hat, ist mir Kathrin Langes Roman bestens bedient. 
Ich freue mich auf den nächsten Band!

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil:🌖 (75/100)
Inhalt:🌕 (100/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Bücherabteilung von MUKK in Münster bedanken. Freundlicherweise durfte ich mir dieses und weitere Rezensionsexemplare ausleihen, sodass ich mit tollem Lesestoff versorgt bin. Vielen lieben Dank! 

Eure Anna