30. Dezember 2018

Rezension: Wie Eulen in der Nacht





"Wie Eulen in der Nacht" von Maggie Stiefvater

Knaur

ISBN 978-3-426-52282-0

Preis: 14,99€

Umfang: ca. 298 Seiten

Inhalt:
Jeder, der auf der Suche nach einem Wunder ist, weiß, dass er in die Wüste Colorados gehen und die Familie Soria aufsuchen muss. Doch diese Wunder müssen aus eigener Kraft Vollendung finden, ansonsten muss ein hoher Preis gezahlt werden. Denn Familie Soria mischt sich nicht in die Wunder ein. Bis Daniel Soria die wichtigste aller Traditionen der Familie bricht und sich in ein Wunder einmischt. Doch sein Handeln hat schwerwiegende Folgen.

Cover:
Das Cover von Wie Eulen in der Nacht ist wunderschön gestaltet. Die Farbkombination der Blautöne zusammen mit dem Orange auf dem Cover und den Seiten sieht sehr gut aus.

Schreibstil:
Dass Maggie Stiefvater eine tolle Autorin mit einem wirklich guten Schreibstil ist, ist bekannt und mir spätestens seit Nach dem Sommer bewusst. Auch mit diesem Buch hat die Autorin wieder bewiesen, was sie kann.

Geschichte:
Die Geschichte von Wie Eulen in der Nacht ist wirklich einzigartig und tiefgründig. Sie spielt im Jahr 1962 und handelt von dem kleinen Ort Bicho Raro, in dem die Familie Soria lebt. Menschen, die verzweifelt auf der Suche nach einem Wunder sind, reisen dorthin. Doch wer es nicht schafft, sein Wunder selbst zu vollenden, der erleidet ein düsteres Schicksal. So erfahren wir als Leser von Menschen, die darunter leiden, dass es dauerhaft über ihnen regnet, sie sich nicht mehr mit eigenen Worten ausdrücken können, sondern nur die Worte anderer wiederholen können oder einen Tierkopf auf den Schultern tragen. Das ganze wirkt bizarr, doch die Leute haben sich miteinander arrangieren können, bis Daniel Soria die wichtigste Tradition bricht: Er mischt sich in ein Wunder ein.

Charaktere:
In Wie Eulen in der Nacht finden sich wahnsinnig viele Charaktere, zwischen denen launenhaft hin- und hergesprungen wird. Das hat leider dafür gesorgt, dass ich mich mit keinem von ihnen wirklich identifizieren konnte, da auch keiner von ihnen eine wirkliche Tiefe entwickelt hat, erst zum Ende hin.

Fazit:
Leider muss ich sagen, dass ich insgesamt etwas enttäuscht bin von Wie Eulen in der Nacht von Maggie Stiefvater. Ich habe erst spät einen Draht zu den Charakteren gefunden und die Geschichte ist recht sprunghaft. Trotzdem gibt es natürlich auch positives zu berichten. Wie bereits gesagt, ist Maggie Stiefvaters Schreibstil wie immer sehr sehr gut. Außerdem hat die Autorin es geschafft, die Zeit, zu der der Roman spielt, gut zu beschreiben. Der Ort Bicho Raro wird ebenfalls sehr authentisch und schön beschrieben, auch wenn er etwas bizarr ist. Die große Auflösung, die ich mir etwas früher gewünscht hätte, kommt dann am Ende und sorgt auch dafür, dass man als Leser versteht, was es mit den Wundern wirklich auf sich hat.
Insgesamt war ich zwar etwas enttäuscht, aber das ist meine persönliche Meinung. Natürlich empfehle ich trotzdem jedem Fan von Maggie Stiefvater, dieses Buch zu lesen.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌗 (50/100)
Charaktere: 🌗 (50/100)
Gesamtpaket: 🌗 (50/100)

21. Dezember 2018

Rezension: Outback Dreams - So weit die Liebe reicht





"Outback Dreams - So weit die Liebe reicht" von Sasha Wasley

Knaur

ISBN 978-3-426-52320-9

Preis: 9,99€

Umfang: ca. 437 Seiten

Inhalt:
Wenn aus Freundschaft Liebe wird, ist das eigentlich etwas Schönes. Doch Willows Problem ist, dass sie für ihren besten Freund Tom keine romantischen Gefühle hegt. Vor zehn Jahren offenbarten sich Toms Gefühle, und seitdem hat Willow ihn weder gesehen noch gesprochen. Vor zehn Jahren ist sie an die Universität gegangen und hat ihren ehemals besten Freund seither ignoriert. Doch nun ist Willows Vater krank geworden, und sie muss zurück nach Kimberley, Australien, und die Leitung der Farm ihrer Familie übernehmen. Dass Tom mittlerweile die Nachbarfarm leitet, macht das, worauf sie sich seit Jahren gefreut hat, nur schwieriger. Denn schon bald braucht sie Toms Hilfe, um ihre Pläne für ihre Farm durchzusetzen. Werden Willow und Tom es schaffen, die Vergangenheit ruhen zu lassen?

Cover:
Das Cover von Outback Dreams ist sehr schön gestaltet. Das Liebespaar, das darauf abgebildet ist, passt größtenteils zu den Charakterbeschreibungen im Roman, wenn auch nicht in allen Punkten. Die Farbgestaltung unterstreicht den Handlungsort der Geschichte, die australische Farm. Wirklich schön sind die schnörkeligen Schriftzüge ober- und unterhalb des Titels.

Schreibstil:
Outback Dreams war der erste Roman, den ich von Sasha Wasley gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Sie beschreibt das Geschehen aus Willows Sicht, und bietet dem Leser somit einen guten Einblick in deren Gefühlswelt (- oder sollte ich sagen: Gefühlschaos?). Das Hineinversetzen in den Charakter von Willow ist mir sehr leicht gefallen, und das ist für mich immer sehr wichtig beim Lesen eines Buches. Sasha Wasley ist dies mit ihrem Schreibstil gelungen!

Geschichte:
Diese Liebesgeschichte ist sehr schön, und auch gut durchdacht. Willows und Toms Beziehung besitzt eine unglaubliche Tiefe, die die Autorin geschaffen hat. Wir erfahren zu Beginn, was vor zehn Jahren schief gegangen ist und dafür gesorgt hat, dass Willow sich zurück gezogen hat. Von dem Moment an, in dem sie nach Hause zurückkehrt und Tom das erste Mal seit zehn Jahren wiedersieht, beginnt eine Entwicklung. Tom hat damals sehr unter Willows Reaktion gelitten, und das hat Wunden hinterlassen. Ihre Freundschaft von damals schlummert tief in ihnen, und die beiden tun einen Schritt nach dem anderen, um wieder zu dem zu finden, was sie einmal hatten. Doch was ist, wenn das gar nicht das ist, was sie wollen? Was, wenn sowohl Willow als auch Tom etwas ganz anderes wollen?

Charaktere:
Dieser Roman beinhaltet einige wunderbare Charaktere. Willow und Tom stellen hierbei die Protagonisten dar. Neben ihnen gibt es aber auch noch Free und Beth, Willows Schwestern, ihren Vater Barry, Hegney, den Stellvertreter der Familienfarm, Toms Eltern, Cathy und Bob, und einige weitere Nebencharaktere.
Wie bereits gesagt wird dem Leser ein guter Einblick in Willows Gefühlswelt gewährt. Sie ist zielstrebig, hat einen Dickkopf (den sie vermutlich von ihrem Vater hat) und hat Schwierigkeiten Gefühle zu zeigen. Tom ist ihr nach wie vor sehr wichtig, doch sie schafft es nicht, mit ihm über die Vergangenheit zu sprechen.
Tom hingegen würde nichts lieber tun als das. Er ist Gefühlsmensch, hört auf sein Herz, ist - laut Beschreibungen - hinreißend gutaussehend und ein echter Gentleman, getarnt als Farmer. Ich muss zugeben, dass ich ihm sofort verfallen bin.
Free, Beth und Barry sind Willows Familie. Free ist ein künstlerischer Freigeist (um sie wird es übrigens in Band zwei gehen, der 2019 herauskommt), Beth eine erfolgreiche Ärztin mit eigener Praxis. Barry muss aufgrund seiner Gesundheit die Leitung der Farm an Willow weitergeben, was ihm nicht leicht fällt, sodass er sich hin und wieder doch einzumischen versucht.
Hegney hingegen mischt sich durchweg ein. Er ist sturr, hinterhältig und hält nichts von Willows Ideen, die Farm für Biorindfleisch zu zertifizieren. Mit ihm hat Willow es nicht leicht.

Fazit:
Outback Dreams von Sasha Wasley ist ein rundum gelungener Liebesroman, mit allem, was dazu gehört: Freundschaft, Liebe, Romantik, Drama, Schwierigkeiten, und, und, und. Ich kann diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, und bedanke mich noch einmal bei Knaur für das Rezensionsexemplar.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Aufschub meines CRs

Hallo meine Lieben,

Wie ihr wisst, stecke ich eigentlich mitten in "A Court of Mist and Fury", wovon ich auch total begeistert bin! Allerdings habe ich kürzlich einige Rezensionsexemplare zugesandt bekommen, die natürlich Vorrang haben. Mein Dank für diese Bücher geht an die Verlagsgruppe Random House, an den Knaur Verlag, an Johanna Kramer, an Coppenrath, Goldmann und Heyne. Auf jeden Fall habe ich viel zu lesen in Zukunft!

Hier seht ihr zwei meiner neuesten Schätze, nämlich "Wir können alles sein" von Johanna Kramer und "Wie Eulen in der Nacht" von Maggie Stiefvater (Knaur):



Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und Glück und Zufriedenheit für das neue Jahr.

Eure Anna ♥

4. Dezember 2018

Rezension: A Court of Thorns and Roses





"A Court of Thorns and Roses" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN 9781408857861

Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Umfang: 419 Seiten

Inhalt:
Die junge Feyre muss jeden Tag aufs Neue auf die Jagd gehen, um ihre Familie am Leben zu erhalten. Ihr Vater und ihre beiden Schwestern sind ihr dabei keine Hilfe, weswegen Feyre an jenem schicksalhaften Tag alleine durch die Wälder streift. Doch was sie dort findet und tötet, ist kein Tier. Der Moment, in dem Feyre ihren Pfeil abschießt, verändert ihr gesamtes Leben. Denn nun ist sie gezwungen, nördlich der Mauer zu leben, die die Welt der Menschen von der Welt der Fae trennt. Am Hof eines Fae soll sie den Rest ihres Lebens verbringen - doch birgt die Welt nördlich der Mauer große Gefahren, und schon bald muss Feyre erneut für diejenigen kämpfen, die sie liebt.

Cover:
Die englische Version des Buches, die ich gelesen habe, hat ein sehr schönes Cover. Das Rot ist vielleicht ein bisschen zu dominant, aber insgesamt finde ich das Cover dennoch ansprechend. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover noch besser gefällt. (Das deutsche Cover könnt ihr hier bei LovelyBooks sehen: https://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-J.-Maas/Das-Reich-der-sieben-H%C3%B6fe-Dornen-und-Rosen-1358496070-w/)

Schreibstil:
Mittlerweile solltet ihr mich und meinen Geschmack ja kennen. Und wer meine vorherigen Rezensionen gelesen hat, weiß, dass ich Sarah J. Maas für eine Göttin halte! Ihr Schreibstil ist wahnsinnig einnehmend und fesselnd, und mit A Court of Thorns and Roses hat sie ein neues High-Fantasy Erlebnis geschaffen.

Geschichte:
Der Inhalt des Buches hat mich ein wenig an Die Schöne und das Biest erinnert - aber das ist keinesfalls etwas negatives! Wir erfahren die Geschichte einer jungen Frau, fast noch ein Mädchen, die in den Wäldern ihr Schicksal trifft und von da an gezwungen ist, fernab von ihrem Zuhause zu leben, im selben Haus (oder sollte ich sagen: Palast?) wie derjenige, den sie aus tiefstem Herzen hasst. Doch können Feyres Gefühle sich ändern für den High Fae, mit dem sie zusammen leben muss - bis zum Ende ihres Lebens? Kann Feyre sich in eine Welt einfügen, die so anders ist als die Welt, aus der sie stammt?
Also: Die Geschichte hat mir sehr sehr sehr gut gefallen, mit all ihren Charakteren und Welten.

Charaktere:
Charaktere gibt es insgesamt viele. Da haben wir natürlich Feyre, ihren Vater, ihre Schwestern Nesta und Elain, und natürlich all die Fae und High Fae, die Feyre in Prythian kennenlernt. 
Meine Lieblingscharaktere? Feyre (natürlich), Tamlin (High Fae), Lucien (Fae) und - auch wenn ich mir da nicht sofort sicher war - Rhysand (High Fae). Ich möchte euch aber auf keinen Fall das Lesen mit irgendwelchen Spoilern verderben, weswegen ich nicht näher ausführe, wer wer ist und wer was macht und warum wer zu meinen Lieblingscharakteren gehört!

Fazit:
Oh mein Gott! Viel mehr brauche ich gar nicht zu schreiben! Sarah J. Maas hat es erneut geschafft, eine eigene Welt zu kreieren, in der ich mich absolut verlieren konnte. Nun, wo ich auch schon etwas mehr als die Hälfte von A Court of Mist and Fury (Band 2) gelesen habe, kann ich wirklich nur noch sagen: Wer Fantasy mag, MUSS dieses Buch lesen. Ganz abgesehen davon, dass es sich hierbei sowieso um ein Muss für jeden Maas-Fan handelt.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

7. November 2018

Rezension: Grischa - Goldene Flammen






"Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

Carlsen

ISBN 978-3-551-31326-3

Preis: 7,99€ (Amazon)

Umfang: 348 Seiten

Inhalt:
Alina Starkowa ist eine einfache und unscheinbare junge Frau, die als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren arbeitet. Niemand darf wissen, dass jemand wie sie verliebt ist in jemanden wie Maljen Oretsew, ihren Kindheitsfreund, der ein erfolgreicher und gutaussehender Fährtenleser der Ersten Armee ist. Als Alina dann eines Tages Maljens Leben und das vieler anderer auf unerklärliche Weise rettet, verändert sich alles für sie. Es wird behauptet, sie sei eine Grischa, jemand mit übernatürlichen Fähigkeiten. Alina wird vom einfachen Waisenmädchen und der unscheinbaren Kartografin zur wichtigsten Grischa in ganz Rawka, was ihr nicht nur die Aufmerksamkeit des Zaren einbringt, sondern auch die des ganzen Landes. Während manche sie vergöttern, trachten andere nach ihrem Leben aufgrund ihrer neugewonnenen Fertigkeiten. Doch was bedeutet all das für ihre Freundschaft zu Maljen?

Cover:
Das Cover von Grischa ist ganz okay, doch nicht auffällig genug als dass ich aufgrund des Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Das lag nämlich viel mehr am Autor, Leigh Bardugo, da ich bereits die beiden Bücher Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen von ihr gelesen habe.

Schreibstil:
Wer meine Rezensionen zu Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen gelesen hat, weiß, dass ich durch diese Bücher ein großer Fan von Leigh Bardugos Schreibstil geworden bin. Sie hat, meiner Meinung nach, einen ähnlichen Schreibstil wie Sarah J. Maas, deren Bücher ich ebenfalls sehr sehr gerne lese. Bardugo schafft es genauso wie Maas den Leser vollkommen in ihren Bann zu ziehen.

Geschichte / Inhalt: 
Wie so oft werden auch mit Grischa viele Klischees bedient. Wir haben eine junge Protagonistin, die eine ihr bisher unbekannte Fähigkeit entdeckt und damit aus der Masse heraus sticht. Geboren als Waisenkind und aufgezogen in Armut bekommt sie nun die Chance auf ein neues, ein besseres Leben in Reichtum und Luxus. Doch all das hat auch seine Schattenseiten.
Wem das bekannt vorkommt, der hat vielleicht Bücher wie Die Rebellin von Trudi Canavan gelesen, dessen Plot zwar wesentlich tiefgründiger, aber im Wesentlichen gleich ist.
Nichtsdestotrotz haben Autoren wie Leigh Bardugo Glück, dass ich ein riesengroßer Fan von diesen Klischees bin. Natürlich freue ich mich, wenn ich mal etwas neues zu Lesen bekommen, aber trotzdem genieße ich diese Art von Storyline. Hinzu kommt, dass Bardugo auch mit der ein oder anderen Überraschung aufwartet, was mich sehr gefreut hat.

Charaktere:
Die Charaktere in Grischa haben mit insgesamt gut gefallen, auch wenn manche etwas zu "flach" oder "seicht" dargestellt waren. Da wäre es schön gewesen, wenn Bardugo noch etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Alina ist die Protagonistin. Sie ist eine unscheinbare junge Frau, arbeitet als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren und ist Hals über Kopf verliebt in ihren Kindheits- und Jugendfreund Maljen, der ein erstklassiger Fährtenleser der Ersten Armee ist. Alina ist Waisenkind, genau wie Maljen, und sie sind gemeinsam im selben Waisenhaus aufgewachsen, sodass sie sich sehr früh angefreundet haben. Dass Maljen sich zu einem Frauenschwarm entwickelt hat, gefällt Alina nicht, doch da Maljen nicht wissen darf, dass sie in ihn verliebt ist, kann sie daran nichts ändern. Als sie ihre Fähigkeiten entdeckt und in den Kleinen Palast gebracht wird um mit den anderen Grischa zu lernen, verändert Alina sich zu einer mutigen (aber manchmal auch noch ängstlichen) schönen Grischa, die schmerzlich erfahren muss, dass man nicht jedem trauen darf.
Maljen hat mir ebenfalls gut gefallen. Anfangs ist er ein Frauenschwarm, der allerdings immer zu seiner Freundin Alina hält und ihre Gesellschaft der von anderen Frauen oftmals vorzieht (wenn auch nicht im körperlichen Sinne). Als er und Alina getrennt werden, verändert er sich zu einem düsteren, mürrischen Maljen. Doch als Alina in Gefahr gerät, riskiert er alles, um ihr zu helfen. Das ist wahre Freundschaft!
Zu den anderen Charakteren möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, da ich Angst hätte zu viel zu verraten.

Fazit:
Grischa ist ein wahnsinnig gutes Buch. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen gelesen und dabei gelacht, geschmunzelt, mitgefiebert und - am Ende - sogar geweint. DAS ist es, was ein gutes Buch ausmacht. Eine klare Empfehlung!

Cover: 🌘 (25/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

27. Oktober 2018

Rezension: Throne of Glass - Die Sturmbezwingerin






"Throne of Glass - Die Sturmbezwingerin" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 978-3423717892

13,95€ (Amazon)

Umfang: 848 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM BAND 5 DER REIHE! SPOILER-GEFAHR!

Inhalt:
Celaena Sardothien, nun vielmehr bekannt unter ihrem wahren Namen Aelin Ashryver Galathynius ist die rechtmäßige Thronerbin von Terrasen. Doch das allein reicht nicht aus, um den Thron zu besteigen, denn die Lords von Terrasen erkennen sie nicht als rechtmäßige Königin und Herrscherin über ihr Land und ihr Volk an. Doch zusätzlich lauern noch viele Gefahren auf Aelins Weg zum Thron: Sie muss sich weiterhin gegen den Valg-König Erawan behaupten und sieht sich nun auch noch der Fae-Königin Maeve gegenüber, die ihre Truppen zusammenstellt. Aelin und ihre Freunde müssen Terrasen also wieder verlassen, um alte Schulden und Versprechen einzufordern und Verbündete zu sammeln. Auf ihrem Weg erfährt Aelin, dass sie zusätzlich zu den drei Wyrdschlüsseln auch noch ein spezielles Schloss benötigt, um das Wyrdtor endgültig zu versiegeln. Doch dies hat einen hohen Preis.

Cover:
Um mich nicht lang und breit zu wiederholen: Ein Cover passend zum Inhalt, aber insgesamt nicht so meins.

Schreibstil:
Wow, wow, wow! Sarah J. Maas' Schreibstil ist nach wie vor unglaublich fesselnd und hat mich mal wieder für viele, viele Seiten in seinen Bann gezogen.

Geschichte / Inhalt:
Der Inhalt reiht sich nahtlos an Band 4 der Reihe an, und so war ich als Leser sofort wieder mitten im Geschehen. Aelin und ihre Freunde müssen die bittere Pille schlucken, dass die Lords von Terrasen Aelin nicht als ihre rechtmäßige Herrscherin anerkennen. Schweren Herzens lässt Aelin daraufhin ihre Heimat erneut hinter sich, gibt den Lords aber das Versprechen, dass, sollten sie jemals ihre Hilfe benötigen, sie auf ihre Königin zählen können. Auf ihrem weiteren Weg fordert Aelin viele Schulden, Gefallen und Versprechen ein, um die Anzahl ihrer Verbündeten zu vermehren. So führt sie ihr Weg beispielsweise in die Skull's Bay zu einem gewissen Piratenlord, der anfangs gar nicht gut auf Aelin - oder ihr früheres Ich Celaena Sardothien - zu sprechen ist. Doch Verbündete zu sammeln ist nicht die einzige Last, die auf Aelins Schultern lastet. Sie erfährt, dass es ein spezielles Schloss gibt, welches gemeinsam mit den Wyrdschlüsseln benötigt wird, um das Wyrdtor zu verschließen. Und sie erfährt auch den Preis, den sie zahlen müssen wird, um die Welt vor der Finsternis zu retten. Am Ende sieht sie sich dabei aber nicht nur dem Valg-König Erawan gegenüber, sondern auch der Fae-Königin Maeve, welche ihre Finger bei diesem Krieg ebenfalls im Spiel hat und am Ende die Oberhand gewinnt.

Charaktere:
Wie bereits in meiner letzten Rezension erwähnt, LIEBE ich beinahe alle Charaktere dieser Reihe.Sei es die Naturgewalt Aelin, die mit ihrer Macht über Feuer und Finsternis beinahe ganze Städte auslöscht, aber gleichzeitig ihren jungfräulichen Gefühlen für ihren Weggefährten Rowan erliegt, oder die schöne Lysandra, die Gestaltwandlerin, die in diesem Band mit ihrem Fähigkeiten beeindruckt. Oder Elide, die einen gefahrenreichen Weg einschlägt, um zu ihrer Königin zu gelangen, und dabei einen unerwarteten Weggefährten - und vielleicht mehr als das - gewinnt. Oder Manon Blackbeak, die endlich die Wahrheit über ihre Vergangenheit, ihre Zukunft und ihr Schicksal erfährt und eine sehr folgenschwere Entscheidung trifft. Neben diesen weiblichen Charakteren scheinen die männlichen Vertreter etwas zu verblassen, doch auch hier gibt es mit Lorcan oder Dorian beispielsweise viele Neuheiten und spannende Wendungen, die mir sehr sehr gut gefallen haben.
Chaol hat mir leider sehr gefehlt, ich habe das ganze Buch über gehofft, dass er nochmal vorkommt.

Fazit:
Ohne Worte. Dieser Band toppt die ersten vier Bände von Throne of Glass nochmal um Längen, sei es an Spannung, Gefühlen oder Tiefe. Ein absolutes Muss für jeden, der Band eins bis vier bereits gelesen hat. Dieser Band bietet ein Ende, welches mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

Cover: 🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

1. Oktober 2018

Rezension: The Assassin's Blade - The Throne of GLass Novellas







"The Assassin's Blade - The Throne of Glass Novellas" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN 978-1-4088-5198-2

7,96€ (Amazon)

Umfang: 430 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM DIE VORGESCHICHTE ZU THRONE OF GLASS!

Inhalt:
Celaena Sardothien ist Assassinin im Dienst von Arobynn Hamel, dem König der Assassine. Sie macht ihrem Ruf alle Ehre, indem sie die Aufträge ausführt, die Arobynn ihr beschafft. Sei es nun ein Handel mit dem Piratenlord in der Skull's Bay, ein dreimonatiger Aufenthalt in der Wüste im Dienst des stillen Meisters, oder die Ermordung eines angeblichen Sklavenhändlers. Doch mit all diesen Aufträgen wächst Celaenas Zuneigung zu ihrem einstigen Rivalen Sam Cortland. Seit er ihr in der Skull's Bay geholfen hat, scheint sich ihre Beziehung zueinander zu verändern. So weit, dass sie sich ineinander verlieben und dem Vorhaben nachgehen, die Gilde der Assassine und ihren Anführer Arobynn zu verlassen, um zu zweit in Sicherheit zu sein.

Cover:
Das Cover dieses Buches, welches die Vorgeschichte zu Throne of Glass ist, ist angelehnt an ebendiese Reihe. Es ist einfach gehalten, etwas "farbenfroher" als die eigentliche Reihe, was aber daran liegen kann, dass es sich hierbei um das englische Buch handelt. Das Cover passt zum Inhalt, ist für mich aber ansonsten nicht sehr ansprechend.

Schreibstil:
Wer meine bisherigen Rezensionen zu Throne of Glass gelesen hat, weiß, dass ich ein absoluter Fan von Sarah J. Maas' Schreibstil bin. Im Gegensatz zur eigentlichen Reihe erfahren wir die Vorgeschichten Celaenas hier fast nur aus ihrer eigenen Sicht, was auch sehr gut passt, da es neben ihr kaum weitere Hauptcharaktere gibt (wenn man mal von Sam und Arobynn absieht), die im weiteren Verlauf dieses Buches eine Rolle spielen könnten.

Geschichte / Inhalt:
Was mir sehr gut gefällt, ist der Aufbau des Buches. Dieses wird unterteilt in fünf kurze Geschichten, die zeitlich aufeinander aufbauen. Im Englischen haben wir: The Assassin and the Pirate Lord, The Assassin and the Healer, The Assassin and the Desert, The Assassin and the Underworld und The Assassin and the Empire. Somit erfahren wir all die Vorgeschichten, die in Throne of Glass irgendwann eine Rolle spielen oder zumindest erwähnt werden. Wir erfahren wie Celaena es geschafft hat, den Piratenlord der Skull's Bay so wütend zu machen, dass er ihr mit dem Tod droht sollte sie in sein Reich zurückkehren. Wir erfahren wie Celaena einer Heilerin das elende Leben rettet, das diese führt, und ihr ein besseres ermöglicht. Wir erfahren wie Celaena in der Red Desert drei Monate mit den "Silent Assassins" verbringt und vom Stillen Meister trainiert wird, eine Freundin gewinnt und verliert und ein Asterion Pferd stiehlt. Wir erfahren wie Celaena und Sam sich näher kommen und wie aus ihrer Rivalität erst Freundschaft und dann Liebe wird. Wir erfahren wie Celaena sich und Sam aus Arobynns Meisterschaft freikauft und die beiden planen, ein neues Leben an einem anderen Ort zu beginnen, gemeinsam. Wir erfahren, wie dieser Plan dramatisch scheitert und mit einem grausamen Finale endet, welches Celaena ihren Weg nach Endovier beschert.

Charaktere:
Celaena, Sam, Arobynn. Das sind unsere Hauptcharaktere in diesem Buch. Celaena und Arobynn kannte ich schon aus Throne of Glass und es war sehr interessant ihre Vorgeschichte mitzuerleben. Sam hingegen konnte ich als Leser in Throne of Glass nur aus Erzählungen als Charakter kennenlernen, da er - leider - den Tod findet.
Celaena ist so wie wir sie im ersten Band kennengelernt haben, nur dass sie noch nicht von Endovier und ihrem schweren Verlust geprägt ist. Sie ist kämpferisch, draufgängerisch, mutig, sturr, bildschön, schlau, gerissen und immer zu einem Streit aufgelegt. Ihre und Sams Verbindung und die Veränderung ihrer Beziehung mitzuerleben, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Denn Sam ist ebenfalls ein toller Charakter mit viel Herz und einem Lächeln, dass jede Leserin gerne in echt sehen würde.
Arobynn ist genauso gerissen und hinterhältig wie wir ihn bereits in Throne of Glass erleben. Doch in The Assassin's Blade erfahren wir noch viel genauer wie berechnend und manipulierend er sein kann und was er Celaena alles angetan hat, während sie in seinem Dienst stand und auch noch danach.
Die Nebencharaktere in den einzelnen Geschichten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Manche haben etwas größere Rollen und finden auch in den folgenden Geschichten noch Erwähnung, andere scheinen weniger wichtig und kommen nur in ihrem Teil des Buches vor.

Fazit:
Ich bin hin und weg! Das ganze Buch über habe ich mich vor seinem Ende gefürchtet, da ich wusste was passieren würde. Angefangen mit der Skull's Bay und dem ersten Mal, dass Celaena und Sam zusammenarbeiten. Ich wusste, dass sie sich verlieben würden, und es war atemberaubend schön zu lesen, wie es dazu kam. Doch ich wusste auch, wie das ganze Enden würde, mit welcher Tragödie, und davor hatte ich Angst. Als ich dann am Ende war und die letzten Seiten lesen musste, konnte ich die Tränen nicht zurück halten. Schon in Throne of Glass wurde vom ersten Band an deutlich, wie gravierend das Ereignis, dieser Verlust für Celaena war und wie schrecklich es anzusehen gewesen sein musste. Es dann in The Assassin and the Empire tatsächlich zu lesen war sehr schwer. Celaenas und Sams Liebe ist so roh, so greifbar und so unfassbar schön in diesem Buch, dass Sams Tod beinahe so surreal erscheint wie er für Celaena sein musste.
Ich kann dieses Buch JEDEM empfehlen, der Throne of Glass gelesen hat, denn so können wir noch ein bisschen mehr von Celaena erfahren und vor allem das Ereignis miterleben, welches für Celaena selbst in Band 5 von Throne of Glass noch eine Rolle spielt.

Cover: 🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt:  🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket:  🌕 (100/100)

22. September 2018

Rezension: Fire&Frost - Vom Eis berührt







"Fire & Frost - Vom Eis berührt" von Elly Blake

Ravensburger

ISBN 978-3473401574

17,00€ (Amazon)

Umfang: 416 Seiten

Inhalt:
Ruby ist eine Fireblood. Um dieses Geheimnis zu schützen, lebt sie mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf in einem kleinen Haus, etwas abseits der anderen und achtet darauf, dass niemand ihre Fähigkeiten sieht. Doch sie ist unvorsichtig, und als die Soldaten der Frostbloods sie festnehmen wollen, stirbt ihre Mutter beim Versuch sie zu schützen. Ruby schwört Rache, doch die Wärter im Gefängnis der Frostbloods halten sie in Schacht. Ausgerechnet ein Frostblood-Krieger, Arcus, rettet sie aus ihren Fängen und hilft ihr in einem Kloster zu genesen. Dort erfährt Ruby, was Arcus von ihr will: Sie soll mit ihren Fireblood-Fähigkeiten die Rebellion gegen den Frostblood-König unterstützen. Während der Vorbereitungen und des Trainings beginnt sich etwas zu entwickeln zwischen Ruby und Arcus, doch dann wird Ruby verraten und findet sich an dem Ort wieder, den sie zu vernichten vorgehabt hatte: Im Palast des Frostblood-Königs.

Cover:
Das Cover von Fire&Frost ist super schön und meiner Meinung nach sehr ansprechend. Die Farbauswahl, blau und rot / orange, passt sehr gut zum Titel und zum Inhalt, da diese Farben für Eis und Feuer stehen.

Schreibstil:
Fire&Frost ist das erste Buch, das ich von Elly Blake gelesen habe, und ihr Schreibstil hat mir gut gefallen. Er hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber ihr Schreibstil ist solide, fesselnd und lässt sich sehr gut und flüssig lesen.

Geschichte / Inhalt:
Natürlich bedient sich dieses Buch vieler Klischees: ein junges Mädchen als Protagonistin, die besondere Kräfte und Fähigkeiten hat und sich ausgerechnet in den jungen Mann verliebt, der ihr Feind sein sollte. Nichtsdestotrotz handelt es sich trotzdem um ein gutes Buch mit einer interessanten Geschichte.
Als Fireblood hat Ruby die Gabe, mit ihrem Feuer sowohl zu heilen als auch zu zerstören. Der Frostblood-König hat alle Firebloods mit Ausnahme von Ruby aufgespürt und töten lassen, sodass Ruby die letzte ihrer Art ist und die letzte mit der Macht, der Herrschaft des Frostblood-Königs ein Ende zu setzen. Während ihrer Vorbereitung auf diese Aufgabe verliebt sie sich - natürlich - in den düsteren Frostblood Arcus. Das Training ist hart und läuft hin und wieder aus dem Ruder. Vor Beendigung eben dieses Trainings wird Ruby gefangen genommen und landet im Palast des Königs, um genauer zu sein sogar neben ihm an seiner Tafel. Sie wird nicht - wie erwartet - in den Kerker geworfen, sondern findet sich an seinem Hof wieder, wo sie beginnt Pläne zu schmieden, wie sie ihr Schicksal erfüllen kann.

Charaktere:
Ruby ist eine typische Protagonistin eines Jugendromans. Sie ist hübsch, hat Verlust erfahren, tut sich schwer damit anderen zu Vertrauen, ist eigensinnig und sturr und setzt damit nicht nur ihr eigenes Leben der Gefahr aus, sie hat beeindruckende Kräfte und ein Schicksal, welches es zu erfüllen gibt. Trotzdem hat sie mit als Charakter gut gefallen.
Arcus ist sehr düster und geheimnisvoll, und es dauert lange bis wir seine Geheimnisse gelüftet bekommen. Doch er hat auch eine weiche Seite unter seiner harten Schale, was ihn sehr sympatisch macht.

Fazit:
Insgesamt hat mir Fire&Frost gut gefallen. Es handelt sich um einen "feurigen" Auftakt zu einer Trilogie, die wirklich gut werden kann. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, doch danach habe ich das Lesen sehr genossen! Eine klare Empfehlung für jeden Fantasy-Liebhaber.

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

2. September 2018

Rezension: Throne of Glass - Königin der Finsternis






"Throne of Glass - Königin der Finsternis" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 9783423717076

12,95€ (Amazon)

Umfang: 784 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM BAND 4 DER REIHE! SPOILER-GEFAHR!

Inhalt:
Celaena Sardothien kehrt zurück nach Adarlan. Doch dieses Mal ist sie nicht Celaena Sardothien, sondern Aelin Galathynius, totgeglaubte Königin von Terrasen. Aelin hat keineswegs vor, bereits ihren Thron zu besteigen. Zuvor muss sie einige offene Rechnungen begleichen: mit dem König von Adarlan, mit dem König der Assassinen und allen, die ihr dabei im Weg stehen. Dafür schart sie Verbündete um sich, Rebellen und Freunde, um Königin über die Finsternis zu werden, bevor sie Königin von Terrasen werden kann.

Cover:
Ich werde den Kommentar zum Cover auslassen, da er sich nicht vom zuletzt rezensierten Band von Throne of Glass unterscheidet.

Schreibstil:
Sarah J. Maas' Schreibstil wird - meiner bescheidenen Meinung nach - von Band zu Band besser und besser. Es ist als würde sie mit jedem Buch, das sie schreibt, mehr und mehr Übung bekommen. Ich bin sehr fasziniert von ihrer Art Geschehnisse zu beschreiben, sodass ich mich als Leser gut hineindenken kann.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt wird. Natürlich war das bei Band 1 bis 3 ebenso der Fall, allerdings kommen immer mehr Charaktere hinzu, aus deren Sicht geschrieben wird. So gefällt mir beispielsweise die Handlungsstränge um Manon und Dorian und Manon und Elide.

Geschichte / Inhalt:
Dass Celaena als Aelin nach Adarlan zurückkehrt, bedeutet automatisch ein hohes Maß an Spannung! Es kommt zu so vielen Begegnungen, auf die wir (mindestens seit Band 3) lange gewartet haben: Aelins Aufeinandertreffen mit Chaol beispielsweise, den sie am Ende des zweiten Bandes zurückgelassen hat und mit einem gebrochenen Herzen davon gesegelt ist. Außerdem ihr Wiedersehen mit ihrem alten Meister, Arobynn. Wie bereits erwähnt, gibt es viele offene Rechnungen, um die Aelin sich kümmern muss, bevor sie daran denken kann, ihren Thron zu besteigen.

Charaktere: 
Ich habe noch nie - NOCH NIE - so viele Charaktere in einem Buch / einer Buchreihe so sehr geliebt wie in Throne of Glass. Ich liebe sie eigentlich fast alle! Ich liebe Aelin, Chaol (auch wenn er mich in diesem Band etwas genervt hat), Dorian, Aedion, Lysandra (Oh mein Gott, sie ist so toll!!!!), Rowan, Manon, Elida, Lorcan! Das ist mir noch nie passiert, zumindest nicht so extrem.
Aelin ist tough, einfallsreich, klug, gerissen, hart im nehmen, und bildschön (zumindest muss das der Fall sein, da jedes männliche Wesen sich in sie zu verlieben scheint). Auch in diesem Teil der Reihe kommt sie mit einigen Überraschungen um die Ecke und bringt uns als Leser das ein oder andere Mal zum stutzen.
Chaol hat mich leider etwas enttäuscht, vor allem mit seiner Reaktion auf Aelins Rückkehr. Er scheint nicht erfreut zu sein, sie zu sehen, und ist sauer darüber, dass sie so lange fort war und ihn und Dorian alleine gelassen hat. Dabei hat ER sie doch weggeschickt! Und es ist ja nicht so, als hätte Aelin Urlaub gemacht - sie hat immerhin einen Krieg ausgefochten. Chaol wird zwar im Laufe des Buches etwas wärmer mit ihr, doch leider hat Sarah J. Maas mir seinen Charakter etwas verdorben.
Dorian tut mir so leid! Nachdem er mit ansehen musste, wie seine Geliebte hingerichtet wurde, ist er nun gefangen in seinem eigenen Körper, der kontrolliert wird von einer Kreatur der Finsternis. Das ist auch der Grund, warum wir leider nicht viel aus seiner Sicht erfahren, nur, dass er darum kämpft, die Kontrolle zurück zu erlangen.
Aedion ist toll. Aedion ist überglücklich, dass Aelin wieder da ist, und er hat so eine brüderliche, fürsorgliche Art mit ihr umzugehen, dass ich ihn in diesem Buch noch mehr ins Herz geschlossen habe.
Lysandra. Über Lysandra brauche ich nicht viel sagen. Sie ist schön, mutig, loyal, tapfer, setzt sich für Schwächere ein, ist gerissen und durchtrieben. Ich vergöttere sie!
An Rowan hat mir am besten gefallen, dass er sich Aelins Befehl widersetzt und trotzdem hinter ihr her reist. Andernfalls hätte ihre Liebesgeschichte allerdings auch schlecht weitergehen können. Sehr amüsant fand ich die Stellen, in denen er sich über Aelins aufreizende Nachthemden beschwert! Die Wortwechsel zwischen den beiden haben mich des öfteren zum Lachen gebracht.
Manon. Manon ist eine Hexe durch und durch, doch so langsam erkennt sie, dass nicht alles an ihrem Klan und ihrem Kodex so perfekt ist, wie sie dachte. Sie beginnt zu rebellieren, anfangs nur ganz leicht. Das hat mir neben ihrer Zuneigung zu Elide besonders gut gefallen.
Elide selbst gefällt mir ebenfalls gut. Sie ist mutig und sehr tapfer, auch wenn sie absichtlich nach außen hin anders wirkt. Sie beweist wahre Stärke bei allem was sie aushält und durchmacht.
Und Lorcan. Ich muss mich etwas zurück halten, da ich an dieser Stelle den fünften Band bereits kenne und meine Meinung natürlich (bei allen Charakteren) auch etwas durch Band 5 geprägt ist, aber Lorcan gefiel mir bereits in Königin der Finsternis sehr gut. Manche würden sagen, dass er keinen Sinn für Humor hat, aber ich LIEBE seinen Humor und die Wortwechsel, die es mit ihm gibt.

Fazit:
Wie ihr bereits wisst, LIEBE ich diese Buchreihe. Das hat sich auch mit dem vierten Band nicht geändert. Sarah J. Maas hat zwar nicht alles so geschrieben, wie ich es gerne gehabt hätte, aber insgesamt bin ich wieder mehr als überzeugt von ihrem Werk. Sie schafft eine unglaublich faszinierende Welt mit wahnsinnig sympathischen Charakteren. Ich liebe, liebe, liebe es. Viel mehr kann ich gar nicht sagen. Ihr MÜSST diese Reihe lesen!

Ich bin seit gestern in Twyford, England, und am Mittwoch wird mein Praktikum losgehen. Ich habe noch 2-3 Bücher zu rezensieren, die ich bereits gelesen habe, aber natürlich lese ich auch hier weiter. Aktuell: The Hobbit von J.R.R. Tolkien, passend zu meinem Aufenthalt in England natürlich auf Englisch.

31. August 2018

Rezension: Throne of Glass - Erbin des Feuers






"Throne of Glass - Erbin des Feuers" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 9783423716536

11,95€ (Amazon)

Umfang: 672 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM BAND 3 DER REIHE! SPOILER-GEFAHR!
 


Inhalt:
Celaena Sardothien hat schon vieles überstanden: die Minen von Endovier, das Turnier des Königs, das Champion-Dasein. Doch nun befindet sie sich in Wendlyn und das verdankt sie Chaol. Dieser hat dafür gesorgt, dass sie auf eine Mission weit entfernt geschickt wird, um ihre wahre Identität geheim zu halten und sie vor dem König, Dorians Vater, zu schützen. In Wendlyn lernt Celaena Rowan kennen, einen Fae-Krieger, von dem sie lernen soll ihre Fae-Fähigkeiten zu kontrollieren und zu nutzen. Was sie nicht weiß ist, dass der König in ihrer Abwesenheit beginnt, eine Armee der Finsternis aufzustellen.

Cover:
Natürlich passt auch bei Band 3 der Reihe von Sarah J. Maas das Cover wieder gut zum Inhalt. Der Wechsel der Hintergrundfarbe dieses Mal von einer roten Farbpalette zu einer grünlichen. Trotzdem muss ich langsam (hier handelt es sich immerhin schon um Band 3) anmerken, dass ich feststellen musste, dass ich kein großer Fan der Cover bin. Sie sind mir insgesamt etwas zu einfach gehalten und wirken durch den großen Weiß-Anteil ein wenig fade.

Schreibstil:
Wie bereits in Die Erwählte und Kriegerin im Schatten ist der Schreibstil von Sarah J. Maas phänomenal! Ich bin ein absoluter Fan ihrer Schreibweise. Besonders begeistert war ich in diesem Band der Reihe von der neu gewonnenen Tiefe. Maas weitet ihr bisher Geschaffenes aus indem sie weitere Charaktere einbaut, aus deren Sicht wir die Geschichte erfahren. Zu Celaenas, Dorians und Chaols Erzählperspektiven gesellen sich noch zwei bis drei weitere, was dem Roman sehr gut getan und mir deutlich zugesagt hat.

Geschichte / Inhalt:
An dieser Stelle muss ich leider sagen, dass ich vom Anfang des dritten Teils etwas enttäuscht war. Celaena rutscht total ab, nachdem sie in Wendlyn angekommen ist. Der Verlust von Nehemia macht ihr erneut schwer zu schaffen, ebenso die räumliche Trennung von Chaol, sodass sie dem Alkohol verfällt, ihren Körper nicht pflegt, nicht trainiert und eigentlich nur den ganzen Tag in der Sonne herum liegt. Da wir Celaena definitiv anders kennen, war das für mich erstmal ein Dämpfer, vor allem da auch sonst nicht wirklich viel passiert.
Zum Glück macht Maas das mit der zweiten Hälfte des Buches wieder wett, denn diese hat mir inhaltlich wesentlich besser gefallen! Besonders der Erzählstrang der Hexen gefiel mir gut, da wir somit noch tiefer in das Fantasy-Genre eintauchen.

Charaktere:
Wie bereits erwähnt hat mir Celaena in der ersten Hälfte des Buches nicht so gut gefallen.
Leider hat Sarah J. Maas noch einen weiteren neuen Aspekt reingebracht, der mir leider nicht so gut gefallen hat, und das ist der Fae-Krieger Rowan. Gerade hat Celaena nach Dorian auch Chaol hinter sich gelassen, da läuft ihr (natürlich) ein weiterer sehr gut aussehender männlicher Gefährte über den Weg, der sich für eine Liebesbeziehung anbietet. Auch wenn es vorerst zu nichts in dieser Richtung kommt, hat mir das missfallen. Zu diesem Zeitpunkt kenne ich bereits den vierten Band der Reihe, und daher kann ich euch beruhigen: Rowans Charakter ist mir mit der Zeit trotzdem sehr ans Herz gewachsen.
Chaol, ein anderer sehr von mir geschätzter Charakter, hat mir in diesem Band leider nicht gut gefallen. Er war sehr unauffällig und unsicher in seinem Handeln. Erst im weiteren Verlauf des Buches taute ich wieder etwas mit ihm auf.
Dorian bringt einen neuen Charakter ins Spiel, eine Heilerin am Hof seines Vaters, in die er sich verliebt. Somit erhalten wir als Leser endlich eine Liebesgeschichte, in der Celaena keine Rolle spielt, was ich sehr begrüßt habe.

Fazit:
Insgesamt konnte Sarah J. Maas auch mit dem dritten Band ihrer Reihe um Celaena Sardothien überzeugen. Auch wenn ich mich in dieser Rezension überwiegend auf die negativen Aspekte konzentriert habe, bin ich weiterhin hellauf begeistert von Maas‘ Werk und der Geschichte, die sie uns bietet. Ich bin aktuell in Band 5 (Die Sturmbezwingerin) und somit noch mitten in diesem Fantasy-Meisterwerk gefangen – auch wenn der nächste Teil leider noch auf sich warten lässt. 

Cover: 🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket:  🌖 (75/100)

Als kleine Ankündigung möchte ich auch hier verkünden, dass ich ab dem 1.9. für drei Monate in England sein werde, da ich dort ein Praktikum an einer Schule machen werde, was ich für mein Studium brauche. Natürlich war es aufgrund der Vorbereitungen dafür und der Klausuren und Hausarbeiten für die Uni in letzter Zeit sehr still was Rezensionen angeht, aber leider wird das auch erstmal so bleiben. Aber ich werde natürlich nicht tatenlos rumsitzen in England – ich werde so viel es geht lesen und natürlich auch rezensieren!


23. Juli 2018

Rezension: Throne of Glass - Kriegerin im Schatten


"Throne of Glass - Kriegerin im Schatten" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 978-3-423-71652-9

10,95€ (Amazon)

Umfang: ca. 544 Seiten

ACHTUNG! ES HANDELT SICH UM BAND 2 DER REIHE! SPOILER-GEFAHR!

Inhalt:
Celaena Sardothien bleibt als Siegerin des tödlichen Wettkampfes am königlichen Hof - als Champion des Königs. Als solcher soll sie seine persönlichen Gegner aus dem Weg räumen, sobald er es ihr befielt. Doch stattdessen macht Celaena sich des Königs Feinde zu ihren Freunden, indem sie sie warnt und ihnen zur Flucht verhilft. Die vorgetäuschten Tode scheinen anfangs niemandem aufzufallen. Selbst vor Chaol, den sie immer mehr zu mögen scheint, verbirgt sie ihr Geheimnis. Hin- und hergerissen zwischen Herz und Verstand versucht sie sich darüber klar zu werden, ob sie dem Captain der königlichen Leibgarde vertrauen kann - oder nicht.

Cover:
Wie bei Band 1 (Die Erwählte) passt das Cover sehr gut zum Inhalt des Buches. Der Wechsel von einer bläulichen Farbpalette hin zu einer roten gefällt mir sehr gut.

Schreibstil:
Der Schreibstil zieht sich auch durch Band zwei der Reihe weiterhin gut lesbar hindurch. Einfach gehalten, aber trotzdem Spannung weckend und gut ausschmückend. Die Kriegerin im Schatten ließ sich genau so gut lesen wie Die Erwählte, womit Sarah J. Maas sich mit ihrem Schreibstil in die Reihe meiner Lieblingsautoren und -autorinnen einreiht.

Geschichte / Inhalt: 
Die Geschichte knüpft nahtlos an das Ende von Band Eins an. Wir erfahren, wie es mit Celaena weitergeht, nachdem sie den Wettkampf gewonnen hat und Champion des Königs geworden ist. Dass sie nun, noch mehr als vorher, kleine und nun auch größere rebellische Taten vollzieht, war abzusehen und wurde von mir mit großer Freude erwartet. Weniger reizvoll fand ich die Dreiecks-Beziehung, die sich noch zu vertiefen scheint in Die Kriegerin im Schatten. Zwar wird das, was zwischen Dorian und Celaena war, relativ zu Beginn des Buches erstaunlich plötzlich heruntergespielt und beinahe gänzlich abgetan, doch entwickelt sie auf der anderen Seite immer mehr Gefühle für Chaol, was dann widerum zu Streit und Zwist mit Dorian führt.
Trotz des Beziehungs-Dreiecks gefällt mir die Geschichte dennoch gut. Ähnlich spannend wie Band Eins erfahren wir als Leser, wie Celaena den König hintergeht - und am Ende den Preis dafür zahlt.

Charaktere:
Celaena hat sich im Vergleich zum ersten Band der Reihe nicht wirklich verändert und keinerlei Entwicklung gemacht. Ihre Taten sind nach wie vor oft unüberlegt, kopflos und geschehen abrupt. Trotzdem bleibt sie sich selbst treu und beginnt aus den Schatten heraus ihre eigene Rebellion.
Chaol gefällt mir hier noch besser als bereits im ersten Band. Endlich kommt er bei Celaena zum Zuge, und seine Art mit ihr umzugehen gefällt mir immer besser. Seine Reaktion, als er von Celaenas Verrat am König erfährt und sogar hineingezogen wird, war sehr nachvollziehbar für mich.
Dorian hat mir leider nicht gut gefallen. Seine Art, mit dem "Verlust" von Celaena umzugehen, konnte ich nicht nachvollziehen und hat mir auch nicht gefallen. Sein Charakter sagt mir erst wieder mehr in Band 3 zu - aber davon an anderer Stelle mehr!!

Fazit:
Schon wieder hat es nur wenige Stunden, wenige Tage gedauert, bis ich diesen Band der Reihe beendet hatte - genau so wie beim Auftakt von Sarah J. Maas' Werk. Jedem, der von Band 1 angetan war, empfehle ich Kriegerin im Schatten wärmstens! 

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)







1. Juli 2018

Rezension: Das Paket






"Das Paket" von Sebastian Fitzek

KNAUR

ISBN 978-3-426-51018-6

10,99€

Umfang: ca. 360 Seiten

Inhalt:
Emma Stein, eine junge Berliner Psychiaterin, wurde als Rednerin zu einem Kongress eingeladen. Da dieser in Berlin stattfand, hätte sie das gestellte Hotelzimmer eigentlich nicht in Anspruch nehmen müssen, doch um einen Tapetenwechsel zu bekommen, entschied Emma sich dafür, in dem Hotel zu übernachten. Hätte sie gewusst was passieren würde, wäre sie nach dem Kongress nach Hause gefahren. Denn in dieser Nacht wurde Emma Stein von dem Psychopathen, den die Polizei den "Friseur" nennt, in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt. Seinen Namen verdiente sich der Friseur damit, dass er den Frauen, die er vergewaltigte, die Haare abrasierte, bevor er sie ermordete. Emma ist das erste Opfer, das seinen Übergriff überlebt - und leidet seitdem unter den Folgen.
Heute ist Emma verstört, leidet unter Verfolgungsängsten und vermeidet es tunlichst das Haus zu verlassen. Als wäre das, was ihr geschehen ist, nicht schlimm genug, muss sie die Unterstellungen hinnehmen, sie habe sich die gesamte Geschichte nur ausgedacht. Schließlich hatte sie die Nacht überlebt - was gegen das Vorgehen des Friseurs spricht. Leider sprechen auch andere Faktoren gegen ihre Überzeugung, Opfer des Friseurs geworden zu sein.
Als Emma eines Tages ein Paket für einen Nachbarn entgegen nimmt, dessen Namen sie noch nie gehört hat, obwohl sie seit Jahren in dem Haus wohnt, beginnt sie die Nerven zu verlieren. Was hat es mit diesem Paket auf sich? Was stimmt nicht mit ihr? Dinge verschwinden plötzlich, tauchen wieder auf. Unerklärliches geschieht. Ihr Vertrauen in geliebte Menschen beginnt zu bröckeln. Und immer aufdringlicher wird die Frage: Was ist Realität? Was geschieht nur in ihrem Kopf? War sie tatsächlich ein Opfer des Friseurs?

Cover:
Das Cover von Das Paket ist absolut unglaublich! Designt wie ein richtiges Paket, inklusive aufgeklebtem Paketschein. Sebastian Fitzeks Name in roten Buchstaben, angelehnt an die klassischen Paketstempel mit "Vorsicht" oder "Zerbrechlich". Das Design des Covers gefällt mir sehr, sehr gut und passt wie die Faust aufs Auge zum Inhalt und natürlich zum Titel des Buchs.

Schreibstil:
Das Paket ist das zweite Buch, das ich von Sebastian Fitzek gelesen habe. Nach Flugangst 7A war ich bereits sehr angetan vom Schreibstil des Autors, und das hat sich auch mit diesem Psychothriller nicht geändert. Fitzeks Schreibstil ist fesselnd und - in diesem Thriller noch passender als in Flugangst 7A - führt den Leser durch psychische Irrungen und Wirrungen.

Geschichte / Inhalt:
Zu Beginn erfahren wir als Leser, was Emma in dem besagten Hotelzimmer passiert ist. Das bietet einen guten Einstieg in die Geschichte, da wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon ahnen, dass das Ganze bloß in Emmas Einbildung passiert sein könnte. Erst im Laufe des Buchs erfahren wir, dass Emma selbst an ihrem Verstand zweifelt. Dadurch beginnt der Leser, alles anzuzweifeln, und gleichzeitig versucht man, Emmas Erlebnisse so zu glauben, wie sie sie erlebt.
Der weitere Verlauf des Thrillers schmiegt sich an den Anfang an. Wir erleben eine ganz andere Emma, eine zurückgezogene, ängstliche, unsichere Emma. Wir lesen, wie sie das Paket annimmt, wie sie auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, wie ihr Kopf und ihre Gedanken anfangen verrückt zu spielen und denken immer mehr herauszufinden, wer für die "unerklärlichen" Vorkommnisse verantwortlich sein könnte - Emmas eigener Kopf oder doch eine reale Person?

Charaktere:
Neben Emma gibt es noch mehrere weitere Charaktere:
Ihren Ehemann Philipp, dessen Kollegen Jorgo, Emmas Psychiater Konrad, der Nachbar, für den das Paket bestimmt ist, und noch mehr.
Leider ist es mehrere Monate her, dass ich das Buch gelesen habe, weswegen ich einen genaueren Blick auf die Charaktere in dieser Rezension auslassen werde.

Fazit:
Fitzeks Thriller sind nicht ohne Grund so beliebt. Das Paket bietet ebenso wie andere seiner Bücher einen sehr gut konstruierten Psychothriller. Zu Anfang bildet sich ein Nebel der Verwirrung, angefangen im Hotelzimmer, der sich beim weiteren Lesen immer weiter lichtet. Die zahlreichen Wendungen und Überraschungen runden das Ganze zu einem wirklich gelungenen Leseerlebnis ab, und gerade die Aufklärung am Ende ist bombastisch!

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌗 (50/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

25. Mai 2018

Rezension: Throne of Glass - Die Erwählte





"Throne of Glass - Die Erwählte" von Sarah J. Maas

dtv

ISBN 978-3-423-71651-2

10,95€ (Amazon)

Umfang: ca. 478 Seiten

Inhalt:
Celaena Sardothien ist jung und schön und tödlich. Als Adarlans Assassinin wurde sie zum Tode verurteilt, und bis zur Vollstreckung dieses Urteils muss sie als Sklavin in den Salzminen von Endovier arbeiten. Doch Kronprinz Dorian Havilliard bietet ihr eine letzte Chance: Sie soll für ihn in einem Wettkampf seines Vaters, des Königs, kämpfen. Falls sie gewinnt, wird sie der Champion des Königs, sein ganz persönlicher Assassine, und erhält nach wenigen Jahren ihre Freiheit. Falls sie im Wettkampf verliert, kostet sie das ihr Leben. Doch nicht nur der Wettkampf stellt Celaena auf eine harte Probe: Dorian selbst, sein bester Freund und Captain der Königsgarde Chaol, die Lords und Ladys am Hof, der König, eine uralte, verloren gegangene Macht, und vieles, vieles mehr. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt - innerhalb des Wettkampfes, aber auch außerhalb davon.

Cover:
Das Cover von Throne of Glass gefällt mir sehr gut. Vorne sehen wir eine junge Kriegerin auf uns zugehen, Adarlans Assassinin, düster, geheimnisvoll, kampfbereit und von einer wundersamen Kraft umgeben. Auf der Rückseite des Buches sehen wir ebenfalls eine junge Frau,sie entfernt sich vom Betrachter, sodass sie nur von hinten zu sehen ist. sie trägt eine prachtvolle weiße Robe, hält die gleichen Schwerter in den Händen wie die Frau auf dem Cover und ist ebenfalls von dieser geheimnisvollen Kraft umgeben.
Sowohl Vorder- als auch Rückseite passen wahnsinnig gut zum Inhalt des Romans und wirken auf mich sehr ansprechend.

Schreibstil:
Throne of Glass ist das erste Buch, das ich von Sarah J. Maas gelesen habe. Ich war von der ersten Seite an von ihrem Schreibstil angetan. Es hat keine fünf Seiten gedauert, schon konnte ich mich in die Situation hineinversetzen, konnte die Räumlichkeiten vor mir sehen. Das hat sich durch den gesamten ersten Band dieser Reihe hindurchgezogen.
Besonders gut gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive. Wir erfahren die Geschichte nicht nur als Celaenas Sicht, sondern auch aus der von Dorian und Chaol. Nur dadurch ist es möglich, diese komplexe Geschichte mitzuerleben und nachvollziehen zu können.

Geschichte / Inhalt: 
Die Geschichte aus Throne of Glass ist faszinierend. Sarah J. Maas erschafft eine vollkommen neue Welt, in die der Leser eintauchen kann. Die Idee mit dem Wettkampf hat mir sehr gut gefallen. Das ist zwar nichts außergewöhnlich Neues, aber es liefert einiges an Spannung, und zusätzlich gibt es eine Story neben dem Wettkampf, die mir ebenfalls wahnsinnig gut gefallen hat. Als Celaena in die düstere Welt der Magie und der Geheimnisse des Schlosses eintaucht, wird die Geschichte so fesselnd, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesene.

Charaktere:
Es gibt viele sehr, sehr gelungene Charaktere in diesem Roman.
Celaena Sardothien ist eine sehr starke junge Frau mit vielen Geheimnissen, die selbst der Leser erst nach und nach erfahren muss. Ihre Zuneigung zu Dorian UND Chaol wirkt zwischenzeitlich wie die klassische Dreiecksbeziehung, doch so klischeemäßig wie es klingt ist es nicht. Ich kann diese typische Dreiecksbeziehung nicht leiden, deshalb war ich sehr froh, dass die Beziehung zwischen Celaena, Chaol und Dorian nicht als stereotypisch bezeichnet werden kann.
Celaenas Trotz und ihr Wunsch nach Freiheit haben mir gut gefallen. Insgesamt konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.
Chaol und Dorian sind sehr verschieden. Dorian verbringt den Großteil des Romans über sehr wenig Zeit mit Celaena, wohingegen Chaol als ihr Trainer jeden Tag mit ihr verbringt. Trotzdem dauert es, bis zwischen Celaena und Chaol eine engere Beziehung entsteht, sodass es bei mir sogar ziemlich lange gedauert hat, bis ich dahinter gekommen bin, dass Gefühle im Spiel sein könnten. Abgesehen von romantischen Gefühlen sind die Beziehungen zwischen Celaena und Chaol beziehungsweise Celaena und Dorian von viel Humor geprägt, was das Lesen des Romans zu einem großen Genuss macht.
Der König, Dorians Vater, ist ein sehr düsterer Charakter. Er wirkt geheimnisvoll und bösartig und von Anfang an hofft man als Leser, dass Celaena beginnt, gegen ihn vorzugehen. Er ist ein gelungener Bösewicht und macht die ganze Geschichte rund.

Fazit:
Ich habe dieses Buch GELIEBT! Keine drei Tage hat es gedauert, da hatte ich es schon verschlungen. Band zwei habe ich mir dann natürlich sofort bestellt und mittlerweile auch schon gelesen (für Band 2 habe ich fünf Tage gebraucht). Und sofort nachdem ich Throne of Glass Teil 2 beendet hatte, habe ich Band 3 und 4 bestellt, die heute endlich angekommen sind!!! Es kann weiter gehen mit Celaena Sardothien!
Ich empfehle dieses Buch jedem Fantasy-Fan, denn für diejenigen ist es ein Muss.

Cover: 🌖 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)