30. Dezember 2018

Rezension: Wie Eulen in der Nacht





"Wie Eulen in der Nacht" von Maggie Stiefvater

Knaur

ISBN 978-3-426-52282-0

Preis: 14,99€

Umfang: ca. 298 Seiten

Inhalt:
Jeder, der auf der Suche nach einem Wunder ist, weiß, dass er in die Wüste Colorados gehen und die Familie Soria aufsuchen muss. Doch diese Wunder müssen aus eigener Kraft Vollendung finden, ansonsten muss ein hoher Preis gezahlt werden. Denn Familie Soria mischt sich nicht in die Wunder ein. Bis Daniel Soria die wichtigste aller Traditionen der Familie bricht und sich in ein Wunder einmischt. Doch sein Handeln hat schwerwiegende Folgen.

Cover:
Das Cover von Wie Eulen in der Nacht ist wunderschön gestaltet. Die Farbkombination der Blautöne zusammen mit dem Orange auf dem Cover und den Seiten sieht sehr gut aus.

Schreibstil:
Dass Maggie Stiefvater eine tolle Autorin mit einem wirklich guten Schreibstil ist, ist bekannt und mir spätestens seit Nach dem Sommer bewusst. Auch mit diesem Buch hat die Autorin wieder bewiesen, was sie kann.

Geschichte:
Die Geschichte von Wie Eulen in der Nacht ist wirklich einzigartig und tiefgründig. Sie spielt im Jahr 1962 und handelt von dem kleinen Ort Bicho Raro, in dem die Familie Soria lebt. Menschen, die verzweifelt auf der Suche nach einem Wunder sind, reisen dorthin. Doch wer es nicht schafft, sein Wunder selbst zu vollenden, der erleidet ein düsteres Schicksal. So erfahren wir als Leser von Menschen, die darunter leiden, dass es dauerhaft über ihnen regnet, sie sich nicht mehr mit eigenen Worten ausdrücken können, sondern nur die Worte anderer wiederholen können oder einen Tierkopf auf den Schultern tragen. Das ganze wirkt bizarr, doch die Leute haben sich miteinander arrangieren können, bis Daniel Soria die wichtigste Tradition bricht: Er mischt sich in ein Wunder ein.

Charaktere:
In Wie Eulen in der Nacht finden sich wahnsinnig viele Charaktere, zwischen denen launenhaft hin- und hergesprungen wird. Das hat leider dafür gesorgt, dass ich mich mit keinem von ihnen wirklich identifizieren konnte, da auch keiner von ihnen eine wirkliche Tiefe entwickelt hat, erst zum Ende hin.

Fazit:
Leider muss ich sagen, dass ich insgesamt etwas enttäuscht bin von Wie Eulen in der Nacht von Maggie Stiefvater. Ich habe erst spät einen Draht zu den Charakteren gefunden und die Geschichte ist recht sprunghaft. Trotzdem gibt es natürlich auch positives zu berichten. Wie bereits gesagt, ist Maggie Stiefvaters Schreibstil wie immer sehr sehr gut. Außerdem hat die Autorin es geschafft, die Zeit, zu der der Roman spielt, gut zu beschreiben. Der Ort Bicho Raro wird ebenfalls sehr authentisch und schön beschrieben, auch wenn er etwas bizarr ist. Die große Auflösung, die ich mir etwas früher gewünscht hätte, kommt dann am Ende und sorgt auch dafür, dass man als Leser versteht, was es mit den Wundern wirklich auf sich hat.
Insgesamt war ich zwar etwas enttäuscht, aber das ist meine persönliche Meinung. Natürlich empfehle ich trotzdem jedem Fan von Maggie Stiefvater, dieses Buch zu lesen.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Inhalt: 🌗 (50/100)
Charaktere: 🌗 (50/100)
Gesamtpaket: 🌗 (50/100)

21. Dezember 2018

Rezension: Outback Dreams - So weit die Liebe reicht





"Outback Dreams - So weit die Liebe reicht" von Sasha Wasley

Knaur

ISBN 978-3-426-52320-9

Preis: 9,99€

Umfang: ca. 437 Seiten

Inhalt:
Wenn aus Freundschaft Liebe wird, ist das eigentlich etwas Schönes. Doch Willows Problem ist, dass sie für ihren besten Freund Tom keine romantischen Gefühle hegt. Vor zehn Jahren offenbarten sich Toms Gefühle, und seitdem hat Willow ihn weder gesehen noch gesprochen. Vor zehn Jahren ist sie an die Universität gegangen und hat ihren ehemals besten Freund seither ignoriert. Doch nun ist Willows Vater krank geworden, und sie muss zurück nach Kimberley, Australien, und die Leitung der Farm ihrer Familie übernehmen. Dass Tom mittlerweile die Nachbarfarm leitet, macht das, worauf sie sich seit Jahren gefreut hat, nur schwieriger. Denn schon bald braucht sie Toms Hilfe, um ihre Pläne für ihre Farm durchzusetzen. Werden Willow und Tom es schaffen, die Vergangenheit ruhen zu lassen?

Cover:
Das Cover von Outback Dreams ist sehr schön gestaltet. Das Liebespaar, das darauf abgebildet ist, passt größtenteils zu den Charakterbeschreibungen im Roman, wenn auch nicht in allen Punkten. Die Farbgestaltung unterstreicht den Handlungsort der Geschichte, die australische Farm. Wirklich schön sind die schnörkeligen Schriftzüge ober- und unterhalb des Titels.

Schreibstil:
Outback Dreams war der erste Roman, den ich von Sasha Wasley gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Sie beschreibt das Geschehen aus Willows Sicht, und bietet dem Leser somit einen guten Einblick in deren Gefühlswelt (- oder sollte ich sagen: Gefühlschaos?). Das Hineinversetzen in den Charakter von Willow ist mir sehr leicht gefallen, und das ist für mich immer sehr wichtig beim Lesen eines Buches. Sasha Wasley ist dies mit ihrem Schreibstil gelungen!

Geschichte:
Diese Liebesgeschichte ist sehr schön, und auch gut durchdacht. Willows und Toms Beziehung besitzt eine unglaubliche Tiefe, die die Autorin geschaffen hat. Wir erfahren zu Beginn, was vor zehn Jahren schief gegangen ist und dafür gesorgt hat, dass Willow sich zurück gezogen hat. Von dem Moment an, in dem sie nach Hause zurückkehrt und Tom das erste Mal seit zehn Jahren wiedersieht, beginnt eine Entwicklung. Tom hat damals sehr unter Willows Reaktion gelitten, und das hat Wunden hinterlassen. Ihre Freundschaft von damals schlummert tief in ihnen, und die beiden tun einen Schritt nach dem anderen, um wieder zu dem zu finden, was sie einmal hatten. Doch was ist, wenn das gar nicht das ist, was sie wollen? Was, wenn sowohl Willow als auch Tom etwas ganz anderes wollen?

Charaktere:
Dieser Roman beinhaltet einige wunderbare Charaktere. Willow und Tom stellen hierbei die Protagonisten dar. Neben ihnen gibt es aber auch noch Free und Beth, Willows Schwestern, ihren Vater Barry, Hegney, den Stellvertreter der Familienfarm, Toms Eltern, Cathy und Bob, und einige weitere Nebencharaktere.
Wie bereits gesagt wird dem Leser ein guter Einblick in Willows Gefühlswelt gewährt. Sie ist zielstrebig, hat einen Dickkopf (den sie vermutlich von ihrem Vater hat) und hat Schwierigkeiten Gefühle zu zeigen. Tom ist ihr nach wie vor sehr wichtig, doch sie schafft es nicht, mit ihm über die Vergangenheit zu sprechen.
Tom hingegen würde nichts lieber tun als das. Er ist Gefühlsmensch, hört auf sein Herz, ist - laut Beschreibungen - hinreißend gutaussehend und ein echter Gentleman, getarnt als Farmer. Ich muss zugeben, dass ich ihm sofort verfallen bin.
Free, Beth und Barry sind Willows Familie. Free ist ein künstlerischer Freigeist (um sie wird es übrigens in Band zwei gehen, der 2019 herauskommt), Beth eine erfolgreiche Ärztin mit eigener Praxis. Barry muss aufgrund seiner Gesundheit die Leitung der Farm an Willow weitergeben, was ihm nicht leicht fällt, sodass er sich hin und wieder doch einzumischen versucht.
Hegney hingegen mischt sich durchweg ein. Er ist sturr, hinterhältig und hält nichts von Willows Ideen, die Farm für Biorindfleisch zu zertifizieren. Mit ihm hat Willow es nicht leicht.

Fazit:
Outback Dreams von Sasha Wasley ist ein rundum gelungener Liebesroman, mit allem, was dazu gehört: Freundschaft, Liebe, Romantik, Drama, Schwierigkeiten, und, und, und. Ich kann diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, und bedanke mich noch einmal bei Knaur für das Rezensionsexemplar.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Aufschub meines CRs

Hallo meine Lieben,

Wie ihr wisst, stecke ich eigentlich mitten in "A Court of Mist and Fury", wovon ich auch total begeistert bin! Allerdings habe ich kürzlich einige Rezensionsexemplare zugesandt bekommen, die natürlich Vorrang haben. Mein Dank für diese Bücher geht an die Verlagsgruppe Random House, an den Knaur Verlag, an Johanna Kramer, an Coppenrath, Goldmann und Heyne. Auf jeden Fall habe ich viel zu lesen in Zukunft!

Hier seht ihr zwei meiner neuesten Schätze, nämlich "Wir können alles sein" von Johanna Kramer und "Wie Eulen in der Nacht" von Maggie Stiefvater (Knaur):



Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und Glück und Zufriedenheit für das neue Jahr.

Eure Anna ♥

4. Dezember 2018

Rezension: A Court of Thorns and Roses





"A Court of Thorns and Roses" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN 9781408857861

Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Umfang: 419 Seiten

Inhalt:
Die junge Feyre muss jeden Tag aufs Neue auf die Jagd gehen, um ihre Familie am Leben zu erhalten. Ihr Vater und ihre beiden Schwestern sind ihr dabei keine Hilfe, weswegen Feyre an jenem schicksalhaften Tag alleine durch die Wälder streift. Doch was sie dort findet und tötet, ist kein Tier. Der Moment, in dem Feyre ihren Pfeil abschießt, verändert ihr gesamtes Leben. Denn nun ist sie gezwungen, nördlich der Mauer zu leben, die die Welt der Menschen von der Welt der Fae trennt. Am Hof eines Fae soll sie den Rest ihres Lebens verbringen - doch birgt die Welt nördlich der Mauer große Gefahren, und schon bald muss Feyre erneut für diejenigen kämpfen, die sie liebt.

Cover:
Die englische Version des Buches, die ich gelesen habe, hat ein sehr schönes Cover. Das Rot ist vielleicht ein bisschen zu dominant, aber insgesamt finde ich das Cover dennoch ansprechend. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover noch besser gefällt. (Das deutsche Cover könnt ihr hier bei LovelyBooks sehen: https://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-J.-Maas/Das-Reich-der-sieben-H%C3%B6fe-Dornen-und-Rosen-1358496070-w/)

Schreibstil:
Mittlerweile solltet ihr mich und meinen Geschmack ja kennen. Und wer meine vorherigen Rezensionen gelesen hat, weiß, dass ich Sarah J. Maas für eine Göttin halte! Ihr Schreibstil ist wahnsinnig einnehmend und fesselnd, und mit A Court of Thorns and Roses hat sie ein neues High-Fantasy Erlebnis geschaffen.

Geschichte:
Der Inhalt des Buches hat mich ein wenig an Die Schöne und das Biest erinnert - aber das ist keinesfalls etwas negatives! Wir erfahren die Geschichte einer jungen Frau, fast noch ein Mädchen, die in den Wäldern ihr Schicksal trifft und von da an gezwungen ist, fernab von ihrem Zuhause zu leben, im selben Haus (oder sollte ich sagen: Palast?) wie derjenige, den sie aus tiefstem Herzen hasst. Doch können Feyres Gefühle sich ändern für den High Fae, mit dem sie zusammen leben muss - bis zum Ende ihres Lebens? Kann Feyre sich in eine Welt einfügen, die so anders ist als die Welt, aus der sie stammt?
Also: Die Geschichte hat mir sehr sehr sehr gut gefallen, mit all ihren Charakteren und Welten.

Charaktere:
Charaktere gibt es insgesamt viele. Da haben wir natürlich Feyre, ihren Vater, ihre Schwestern Nesta und Elain, und natürlich all die Fae und High Fae, die Feyre in Prythian kennenlernt. 
Meine Lieblingscharaktere? Feyre (natürlich), Tamlin (High Fae), Lucien (Fae) und - auch wenn ich mir da nicht sofort sicher war - Rhysand (High Fae). Ich möchte euch aber auf keinen Fall das Lesen mit irgendwelchen Spoilern verderben, weswegen ich nicht näher ausführe, wer wer ist und wer was macht und warum wer zu meinen Lieblingscharakteren gehört!

Fazit:
Oh mein Gott! Viel mehr brauche ich gar nicht zu schreiben! Sarah J. Maas hat es erneut geschafft, eine eigene Welt zu kreieren, in der ich mich absolut verlieren konnte. Nun, wo ich auch schon etwas mehr als die Hälfte von A Court of Mist and Fury (Band 2) gelesen habe, kann ich wirklich nur noch sagen: Wer Fantasy mag, MUSS dieses Buch lesen. Ganz abgesehen davon, dass es sich hierbei sowieso um ein Muss für jeden Maas-Fan handelt.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)