25. März 2019

Rezension: A Court of Wings and Ruin





"A Court of Wings and Ruin" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN978-1-4088-5790-8

Preis: 8,19€ (Taschenbuch)

Umfang: 699 Seiten

ACHTUNG! SPOILER-GEFAHR! ES HANDELT SICH UM BAND 3 DER REIHE!

Inhalt:
Feyre hat ihren Hof - den Hof der Nacht - verlassen und sich erneut an den Frühlingshof begeben, dieses Mal allerdings, um zu spionieren und mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Damit begibt sie sich in große Gefahr, denn Tamlin hat einen Handel mit dem König von Hybern geschlossen, was nur eine Folge haben kann: Krieg. Mit ihrem Seelengefährten und ihrem gemeinsamen Hof an ihrer Seite muss Feyre sich auf diesen Krieg gegen Hybern vorbereiten, und dafür brauchen sie Verbündete. Für Feyre, Rhys und ihre Freunde beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit.

Cover:
Bei meinen Rezensionen zu Band 1 und 2 der Reihe habe ich voller Überzeugung gesagt, dass mir die englischen Cover nicht sonderlich gut gefallen, dass die Hintergrundfarben etwas zu dominant sind und dass die deutschen Cover von Das Reich der Sieben Höfe schöner sind. Doch so langsam bin ich auch von den englischen Covern überzeugt. Gerade das von Band 4, A Court of Frost and Starlight hat mich total vom Hocker gerissen, als das Buch in mein Bücherregal eingezogen ist!

Schreibstil:
Als fester Bestandteil meiner Lieblingsautoren kann ich nur eines zu Sarah J. Maas' Schreibstil sagen: WAHNSINN! Einmal angefangen, kann ich ihre Bücher gar nicht mehr aus der Hand legen, so sehr zieht mich ihr Schreibstil jedes mal aufs Neue in seinen Bann. Mittlerweile fühle ich mich so sehr mit Feyre verbunden, ich fühle was sie fühlt, wenn ich davon lese und kann mich wahnsinnig gut in sie hinein versetzen - und das alles hauptsächlich wegen Maas' Schreibstil!

Geschichte:
Ahhhhh! Es wird so spannend! Feyre kehrt mit Tamlin und Lucien an den Frühlingshof zurück, um mehr über die Pläne ihres früheren Geliebten zu erfahren. Schockiert stellt sie fest, dass Tamlin einen Handel mit dem König von Hybern eingegangen ist, und so beginnt Feyre, hinter Tamlins Rücken seine Macht zu untergraben. Chaos hinterlassend kehrt sie zu ihrem Seelengefährten Rhysand zurück, um mit ihm gemeinsam den Hof der Nacht samt ihrer Heimat Velaris auf den Krieg gegen Hybern vorzubereiten. Dabei erhält Feyre überraschend Unterstützung von Lucien und ihren Schwestern, Elain und Nesta. Doch die größte Schwierigkeit ist, Mitstreiter zu finden, die an ihrer Seite kämpfen. Feyre und Rhys versuchen, die übrigen High Lords davon zu überzeugen, dass sie sich zusammenschließen müssen, um gegen Hybern bestehen und das Reich der Fae und das Reich der Menschen retten zu können. Doch können sie die High Lords überzeugen? Und wird ihre gebündelte Macht gegen Hyberns Armeen ausreichen? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, und ein Krieg, wie er lange nicht gesehen wurde.

Charaktere:
Wie ihr wisst, liebe ich sie alle. Feyre, Rhysand, Mor, Lucien, Nesta, Elain, Amren, Azriel, Cassian. Doch mit A Court of Wings and Ruin sind noch einige Charaktere hinzugekommen, die ich zu dieser Liste hinzufügen müsste. Keir, Tarquin, Helion, Kallias. Ja sogar Jurian! Doch das müsst ihr selber lesen. An dieser Stelle möchte ich mich darauf beschrenken zu sagen, dass Sarah J. Maas unglaublich tolle, gelungene, facettenreiche und tiefgründige Charaktere geschaffen hat, die allesamt absolut stimmig wirken!

Fazit:
Wow, wow, wow! Lange habe ich nicht mehr so mitgefiebert bei einem Buch. Ich habe geschmunzelt, gelacht, Gänsehaut bekommen und sogar die ein oder andere Träne verdrückt (kurz vor dem Ende sind sie sogar gekullert!). A Court of Wings and Ruin ist atemberaubend gut und passt sich damit wunderbar den ersten beiden Bänden der Reihe an. Ich bin sehr gespannt, was in A Court of Frost and Starlight auf mich zukommt! Klare Leseempfehlung!

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Geschichte: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

21. März 2019

Rezension: Jagdtrieb



"Jagdtrieb" von Hendrik Esch

Goldmann

ISBN 9783442488162

Preis: 10€

Umfang:  496 Seiten (Taschenbuch)


"Ich bin Anwalt. 
Auch in meinem Roman geht es um einen jungen Anwalt. 
Ein Mädchen. Einen Toten. Einen Stalker. Gerichte. 
Richter. Waffen. Sex. Väter. Männer. Frauen. Liebe. 
Es ist gar kein Krimi, obwohl es draufsteht. 
Viel realistischer. Humorvoller. Mystischer. Literarischer. 
Erwarte keinen blutigen Thriller. 
In dieser Story geht es um die handelnden Figuren.
Ihre innere Entwicklung. Und daraus erwächst dann die äußere Geschichte. 
Es geht um Humor und wirklich kuriose Ereignisse, 
die teils wirklich passiert sind." (Hendrik Esch)  
Die Worte des Autors Hendrik Esch haben mich sofort neugierig auf seinen Krimi gemacht! 


Inhalt:
Als Paul Colossas Onkel sich überraschend das Leben nimmt, erbt Colossa, der selbst junger Anwalt ist, dessen Anwaltskanzlei - und damit auch all die kuriosen Fälle. Anfangs bearbeitet Colossa einige kleinere Fälle, bis eines Tages eine besondere Mandantin die Kanzlei betritt. Maja Rivinus, die Tochter eines russischen Unternehmers, wird von ihrem Ex-Freund gestalkt und wünscht ein Kontaktverbot. Doch schon bald verfällt Colossa der jungen Frau und befindet sich dadurch schon bald beruflich und auch privat auf gefährlichem Terrain.

Cover:
Das Cover von Jagdtrieb hat mich sofort begeistert. Der Wolf mit seinen stechend gelben Augen passt wirklich super zu dem schneebedeckten Wald und dem ansonsten weißen Cover. Damit ist das Cover insgesamt gut gelungen, aber leider passt es nur in gewisser Weise zum Inhalt des Kriminalromans, wenn der Leser den Anwalt als Wolf betrachtet, der auf der Jagd nach Fällen und deren Lösung ist. Trotzdem ein tolles Cover!

Schreibstil:
Jagdtrieb ist das erste Buch, das ich von Hendrik Esch gelesen habe. Anfangs musste ich mich an den Schreibstil des Autors erst einmal gewöhnen. Nachdem ich in das Buch reingefunden habe, hat mir Eschs lockerer Schreibstil aber gut gefallen und besonders sein spezieller Humor hat das Ganze für mich abgerundet. Wer kurze Sätze und kurze Kapitel bevorzugt, ist hiermit genau richtig.

Geschichte:
Da Jagdtrieb der Auftakt einer Reihe ist, bleibt inhaltlich einiges offen, was vermutlich noch im Laufe der Reihe geklärt wird. Das Buch startet ein wenig plötzlich mit der Beerdigung von Colossas Onkel, dem Einzug in die geerbte Kanzlei und dann auch schnell mit dem ersten Fall. Als der Fall von Maja Rivinus beginnt, pendelt sich das Tempo etwas ein, was auch der Punkt war, an dem ich endlich 100%ig in die Geschichte gefunden habe. Schnell merkt man als Leser, dass bei der ganzen Geschichte etwas nicht stimmen kann - mit dem Selbstmord von Pauls Onkel angefangen. Doch auch Maja scheint nicht ganz ehrlich zu sein und scheint Geheimnisse zu haben, denn schließlich ist sie mehr in die dubiosen Geschäfte ihres Vaters verstrickt, als Paul Colossa weiß. Aber lest selbst!

Charaktere:
Paul Colossa ist eigentlich ein recht sympathischer Protagonist. Sehr locker, ein wenig tollpatschig, verwechselt manchmal die Fälle vor Gericht. Kein klassischer Frauenheld oder Held im allgemeinen, trotzdem eine gute Seele, denn sofort möchte er der reizenden Maja helfen. Gleichzeitig ist Paul Colossa ein wenig unberechenbar und wirkt dadurch nicht sehr seriös, was mich ab und zu gestört hat. So lässt er sich von seiner Ex auf der Nase herumtanzen und schießt im nächsten Moment mit einer nicht registrierten Waffe um sich. Trotzdem war es spannend, seinem ersten Abenteuer zu folgen!

Fazit:
Jagdtrieb hat mir insgesamt gut gefallen und ich empfehle es auf jeden Fall weiter. Wie der Autor selbst bereits sagte, darf man hier keinen blutigen Thriller erwarten, vielleicht noch nicht mal den klassischen Kriminalroman. Aber die Kuriosität der Fälle, der Humor des Autors und Paul Colossa haben es in sich.

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Geschichte: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Abschließend möchte ich dem Autor, Hendrik Esch gerne für das Rezensionsexemplar seines Buches danken. Ich habe das Lesen von Jagdtrieb sehr genossen und freue mich auf weitere Abenteuer von Paul Colossa.

14. März 2019

Rezension: Blutbuche





"Blutbuche" von Ule Hansen

Heyne

ISBN 978-3-453-43805-7

Preis: 17,00€

Umfang: ca. 478 Seiten

Klappentext:
"Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in den drei Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Sie sind auf Deutsch verfasst, und der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die ein Gutachten erstellen soll. Wird hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten, oder sind diese Briefe nur ein übler Scherz? Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird Emma nicht nur mit den abgekarteten Spielchen ihrer Vorgesetzten sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert. Dann wird eine Leiche gefunden ...

Cover:
Das Cover von Blutbuche gefällt mir wirklich sehr gut. Es ist - so würde ich sagen - ein klassisches Thriller-Cover. Die kahlen Äste der Bäume, welche sich von den Rändern zur Covermitte ranken bilden einen passenden Hintergrund für den blutverschmiertwirkenden Buchtitel. Wirklich sehr gelungen! Und hätte ich dieses Buch nicht von der Randomhouse Verlagsgruppe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, wäre es definitiv ein Cover-Kauf geworden!

Schreibstil:
Die Autoren Astrid Ule und Eric T. Hansen, die ihre Bücher unter dem Pseudonym Ule Hansen veröffentlichen, haben einen für Thriller passenden Schreibstil, der den Leser fesselt und nicht mehr los lässt. Blutbuche ist mehr als flüssig geschrieben und bis zum Ende spannend.

Geschichte:
Die Geschichte um Emma Carow in Blutbuche hat mir gut gefallen. Der Fall, den Emma dieses mal bearbeiten muss, ist so grausam, dass ich hin und wieder innehalten musste, bevor ich weiterlesen konnte. Mit diesem Fall, bei dem in Polen schriftliche Hilferufe von in Berlin vermissten Frauen auftauchen, kommt Emma Carow an ihre Grenzen - denn ihre Vergangenheit und ihre 10 Jahre zurückliegende und sie immer noch verfolgende Vergewaltigung scheinen sie nun einzuholen.
Die Jagd nach dem Entführer - und grausamen Mörder - ist sooo spannend, aber viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht sagen, denn sonst verrate ich zu viel!

Charaktere:
Emma Carow kennt man bereits aus Neuntöter von Ule Hansen (was nicht für mich gilt, denn ich habe Neuntöter nie gelesen). In Blutbuche ist sie trotz ihrer Vergangenheit - oder gerade deswegen - diejenige, die diesen perversen Fall zugeteilt bekommt und bearbeitet. Dabei schießt sie mehrfach über das Ziel hinaus und bringt sich selbst in Gefahr. Als etwas ungewöhnliche Heldin legt Emma Carow ein sehr spontanes und unberechenbares Handeln an den Tag, was dafür sorgt, dass man sich als Leser nicht wirklich mit ihr identifizieren kann. Trotzdem stellt sie eine für diesen Thriller gelungene Heldin dar.

Fazit:
Insgesamt kann ich sagen, dass Blutbuche ein gelungener Thriller mit einem packenden und grausamen Fall ist. Jeder Thriller- bzw. Krimiliebhaber sollte sich mit diesem Prachtstück von Ule Hansen versuchen!

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Geschichte:🌕 (100/100)
Charktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Abschließend möchte ich mich noch beim Heyne Verlag und der Randomhouse Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar bedanken.