25. April 2019

Rezension: Cinder & Ella





"Cinder & Ella" von Kelly Oram

one by Lübbe

ISBN 978-3-8466-0070-2

Preis: 12,90€

Umfang: ca. 442 Seiten

Inhalt:
Ellamara verliert alles, was sie hatte, bei einem schweren Autounfall. Nach beinahe einem Jahr im Krankenhaus voller OPs und Rehas muss sie zu ihrem Vater nach L.A. ziehen, einem Vater, der sie und ihre Mutter verlassen hat, als sie noch ein Kind war. Und als wäre das noch nicht genug, muss Ella neben ihm auch noch mit seiner neuen Frau und deren beiden Töchtern zusammenwohnen. Ella will nur eines: Ihr altes Leben. Der einzige Weg, wenigstens ein kleines Stück davon zurück zu erhalten ist, wieder Kontakt zu ihrem Chatfreund Cinder aufzunehmen. Obwohl die beiden sich nie getroffen haben, hegt Ella schon lange heimliche Gefühle für ihn. Doch was sie nicht weiß ist, dass Cinder in Wahrheit einer der angesagtesten Schauspieler in Hollywood ist.

Cover:
Oh mein Gott! Das Cover ist ein Traum! Abgesehen von den Farben ist es recht schlicht gehalten, aber der türkisfarbene Teil passt wahnsinnig gut zu den rosafarbenen Blüten in der Mitte, auf denen in weiß 'Cinder & Ella' steht. Insgesamt wirklich gut gelungen, und wäre ich nicht über Instagram (Bookstagram) auf das Buch aufmerksam geworden, wäre dies mit Sicherheit ein Cover-Kauf geworden.

Schreibstil:
Kelly Oram zeigt in Cinder & Ella einen wirklich gelungenen Schreibstil. Sie hat ein Talent dafür, den Leser mitzureißen, sei es mit den fröhlichen Momenten oder mit den traurigen. Ich habe viel schmunzeln müssen, aber ebenso sind mir - vor allem am Ende - die Tränen gekommen. Für diesen Schreibstil kann ich nur volle Punktzahl geben!

Geschichte: (ACHTUNG! SPOILER-GEFAHR!)
Die Geschichte von Ellamara, auch genannt Ella, ist von Beginn an eine sehr tragische. Während sie noch fröhlich mit ihrem Chatfreund Cinder übers Handy chattet, geraten sie und ihre Mutter in einen schweren Autounfall. Als Folge dessen verliert sie nicht nur ihre Mutter, sondern auch mehrere Wochen das Bewusstsein und etwa siebzig Prozent der Haut an ihrem Körper. Mit schwersten Verbrennungen hält Ella sich monatelang im Krankenhaus auf und muss dabei massenweise OPs und Rehas über sich ergehen lassen. Als sie endlich entlassen wird, muss sie zu ihrem Vater nach L.A. ziehen, der sie und ihre Mutter verlassen hat, als sie noch ein Kind war. Ella zieht zu ihm, seiner neuen Frau und deren beiden Töchtern, welche in Ellas Alter und alles andere als begeistert davon sind, dass diese bei ihnen leben und mit ihnen gesehen werden soll. Für Ella beginnt eine harte Zeit, die sie nur durchstehen kann, indem sie wieder Kontakt zu Cinder aufnimmt. Cinder versteht sie und schafft es immer wieder, sie aufzuheitern. Was Ella allerdings nicht weiß: Cinder ist ein berühmter Schauspieler in Hollywood, dem die Fans - vor allem die weiblichen - zu Füßen liegen. Ob Ellas Gefühle von ihm erwiedert werden könnten?

Charaktere:
Charaktere gibt es in Cinder & Ella wieder einige. Ella, Cinder (oder auch Brian, wie er eigentlich heißt), Ellas Vater, dessen Frau Jennifer, ihre Töchter Juliette und Anastasia, Brians Schauspielpartnerin Kaylee und Vivian, ein Mädchen, mit dem Ella sich nach einiger Zeit an der neuen Schule anfreundet. Ich werde nicht auf alle dieser Charaktere eingehen können, sonst säße ich noch morgen hier und der Post würde viiiel zu lang werden.
Ella muss viel durchmachen seit dem Autounfall. Obwohl sie viel weint und sehr verzweifelt mit ihrer Situation ist, ist sie gleichzeitig wahnsinnig stark. Bei ihrem Vater und seiner neuen Familie zu leben ist nicht leicht und die anderen sagen viele Dinge, die sie nicht durchdacht haben, die Ella sehr verletzen. Ich habe oft schlucken müssen, da gerade die Kommentare von Anastasia und Jennifer oft sehr bissig waren, aber auch Ellas Dad tritt immer wieder ins Fettnäppfchen.
Cinder ist ein berühmter Schauspieler und ist definitiv nicht am Boden geblieben. Er ist eingebildet, wirkt etwas oberflächlich, ist gegen feste Beziehungen und, und, und. Doch all das ist er nicht, wenn er mit Ella redet. Sein Umgang mit Ella hat mich von Anfang an zum Lächeln gebracht, und als er erfährt, wie es um Ellas Körper steht, reagiert er mit wahnsinnig viel Menschlichkeit.

Fazit:

Hach, ich habe lange keinen Liebesroman mehr gelesen. Die letzten Bücher zählten allesamt entweder zum Fantasy- oder zum Thriller-Genre. Deshalb habe ich mich sehr auf Cinder & Ella gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist eine atemberaubende, liebevolle, zärtliche, gefühlsschwere Liebesgeschichte. Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen.

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Geschichte: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

20. April 2019

Rezension: A Court of Frost and Starlight





"A Court of Frost and Starlight" von Sarah J. Maas

Bloomsbury

ISBN 978-1-4088-9032-5

Preis: 7,99€

Umfang: 229 Seiten

ACHTUNG! SPOILER-GEFAHR! ES HANDELT SICH UM BAND 4 DER REIHE!

Inhalt:
Der Krieg ist vorüber. Während die Wunden heilen, bereitet sich Feyre gemeinsam mit ihrer Familie auf ihre erste Wintersonnenwende als High Lady des Hofs der Nacht vor. Das Fest soll ihnen allen Freude bringen, sie ablenken und den ein oder anderen friedlich zusammenbringen. Doch die Spuren, die der Krieg hinterlassen hat, sind tief und so überschattet die Vergangenheit aller dieses Fest der Freude und der Freundschaft.

Cover:
Oh mein Gott, dieses Cover ist ja noch viel schöner als die von Band 1 bis 3! Damit gewinnt meiner Meinung nach die englische Version des Covers haushoch gegen das deutsche Cover! Die goldene Schrift, die silberfarbenen Ranken und das atemberaubend schöne Kleid von Feyre sind nicht zu übertreffen.

Schreibstil:
A Court of Frost and Starlight ist dieses mal nicht hauptsächlich aus Feyres Sicht geschrieben. Auch aus Rhysands, Mors, Cassians und Nestas Perspektive erfahren wir die Geschichte rund um Feyres erste Wintersonnenwende als High Lady. Dieser ständige Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen, da wir als Leser dadurch auch mehr über die Gefühle der anderen Charaktere lernen. Beispielsweise erfahren wir, wie es Mor geht, wenn sie ihrem Vater gegenüber steht, und wie Cassian seiner Mutter gedenkt.

Geschichte:
Endlich ist der Krieg mit Hybern vorüber und unsere lieben Freunde können den Frieden genießen. Doch der Frieden ist zerbrechlich und Rhys, Cassian und Azriel haben viel damit zu tun, diesen aufrecht zu erhalten. Währenddessen versucht Feyre, so gut sie kann den Bürgern von Velaris zu helfen und entdeckt dabei ihre Leidenschaft für das Malen neu, wodurch sie auch neue Freundschaften schließt. Ganz Velaris bereitet sich auf die Wintersonnenwende vor, denn das bedeutet Feiern im Kreise der Familie und das Austauschen von Geschenken. Feyre und ihre Familie bereiten ebenfalls ihr Fest vor, wobei sie versuchen durch das Planen und Kaufen von Geschenken die Wunden des Krieges zu vergessen.

Charaktere:
Wie schon gesagt, erfahren wir in Band 4 ein wenig mehr über die Gefühlswelt anderer Charaktere. Dadurch gewinnen diese noch mehr an Tiefe, als sie es bisher schon getan haben. Der ein oder andere hat sich aufgrund des Krieges leider verändert, sodass ich sagen muss, dass mir manche Charaktere nicht mehr so sympathisch waren. Trotzdem liebe ich sie alle, vor allem Rhys, Feyre, Cassian, Azriel und Mor!

Fazit:
Inhaltlich muss ich zugeben, dass nicht wirklich viel passiert ist. Es wird versucht, den Frieden aufrecht zu erhalten, wobei dies eher nebensächlich erscheint. Viel wichtiger und damit im Fokus des Buchs scheint die Wintersonnenwende zu stehen und die Frage, wer wem was schenkt. Doch das hat mich keineswegs gestört, denn ich finde, dass all unsere Lieblingscharaktere nach dem Krieg und seinen Folgen ein bisschen Ruhe verdient haben. Also habe ich genossen zu lesen wie unsere Lieben sich auf die Feiertage vorbereiten und diese verbringen. Für alle, die Band 1 bis 3 gelesen haben, ist auch Band 4 nur zu empfehlen! Und am Ende wird sogar auf den kommenden Band hingewiesen, auf den ich mich nun natürlich seeeeeehr freue!

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Geschichte: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

11. April 2019

Rezension: Die Krone der Elemente





"Die Krone der Elemente" von Matthias Oden

Heyne

ISBN 978-3-453-31956-1

Preis: 16,99€

Umfang: 718 Seiten

Inhalt:
Das Heilige Reich der Salischen Völker hat den Vormarsch seiner Armeen eingestellt, denn sein Herrscher wird immer älter und gebrechlicher, während die Traumfelder den Sehern keine Antworten mehr liefern. Doch dann findet die Oberbefehlshaberin des Landes Chimrien ein uraltes Artefakt, welches seinem Besitzer unendliche Macht verspricht. Die Krone der Elemente verschafft der Oberbefehlshaberin den Vorteil, sodass sie in das Kaiserreich einfallen kann, ohne dass dieses darauf vorbereitet ist. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die dem Reich droht. Denn die Seher finden endlich Antworten auf den Traumfeldern, es werden düstere Zeiten und das Ende eines Zeitalters prophezeit.

Cover:
Das Cover von Die Krone der Elemente ist sehr düster, aber ich finde es unglaublich schön und ausgesprochen gut gelungen! Besonders gefallen hat mir der Buchschnitt, denn dieser in einem knalligen hellrot / dunkelorange gestaltet. Insgesamt lässt die äußere Gestaltung des Romans diesen augenblicklich wie einen High Fantasy Roman wirken.

Schreibstil:
Die Krone der Elemente ist der erste Roman, den ich von Matthias Oden gelesen habe. Sein Schreibstil ist flüssig, wenn auch ein wenig verschachtelt. Doch der Schreibstil an sich hat mir keine Probleme bereitet, dafür aber die Namen der Charaktere und Städte. Diese passen zwar gut zu einem Roman aus dem Genre Fantasy, sind allerdings teilweise so kompliziert, dass sie den Lesefluss stören (wie z.B. Atlis, Tryggve, Grautwis, Klemonestra), da man erst überlegen muss, wie man sie ausspricht.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Sichten geschrieben sind. Dadurch erhalten wir als Leser einen Einblick in all die vielen verschiedenen Charaktere, die über den Kontinent verteilt leben.

Geschichte:
Die Geschichte spielt zu einer dem Mittelalter ähnlichen Zeit, und das ganze in einem intensiven Fantasy-Rahmen. Die Welt und die Handlung von Die Krone der Elemente ist sehr komplex und wirkte dadurch etwas verwirrend auf mich. Das hat mich allerdings nicht gestört, schließlich bin ich ein großer Game of Thrones Fan und dadurch an komplizierte Handlungen gewöhnt. Die Liebe zu GoT hat mir diesen Roman noch schmackhafter gemacht, denn in gewisser Weise ähnelt Die Krone der Elemente dem Fantasy-Epos.
Wir erleben, wie die unterschiedlichsten Charaktere Geschehnisse erleben, welche anfangs keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Als dann ein wichtiges Artefakt gefunden wird, packte mich als Leser die Spannung. Die Krone der Elemente, die ebendieses Artefakt ist, kommt allerdings nur selten vor, was daran liegen mag, dass dies der Auftaktband einer neuen Reihe ist. Nur zwei mal erfahren wir die Macht, die sie ihrem Besitzer verspricht.
Trotzdem ist die Geschichte - nach einem etwas zähen Einstieg - unglaublich spannend und fesselnd.

Fazit:
Nachdem ich in den Roman hineingefunden hatte, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jedem Fantasy-Fan kann ich Die Krone der Elemente nur wärmstens empfehlen. Ähnlichkeiten zu Game of Thrones finden sich nur im positiven, die in GoT häufig kritisierten Geschlechterverhältnisse sind hier wirklich ausgeglichen.

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Geschichte: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)