5. Februar 2019

Rezension: Wolfsthron





"Wolfsthron" von Leo Carew

Goldmann

ISBN 978-3-442-48735-6

Preis: 14,00€

Umfang: ca. 570 Seiten

Inhalt:
Das Land Albion wird vom Fluss Abus gespalten, der das Reich Süddal vom Schwarzen Königreich trennt. Der empfindliche Frieden, der bisher geherrscht hat, zerbricht, als das Heer aus dem Süden den Abus überquert und in das wilde Land der Anakim, das schwarze Königreich, eindringt. Roper, Sohn des Hauses Silberner Wolf und Thronerbe des Nordens, ist noch jung, als der das Kommando über die Legionen übernehmen und in die Schlacht gegen die Heerscharen des Südens ziehen muss, eine Schlacht, die über die Zukunft der Anakim, die Zukunft der Menschen aus Süddal und über ganz Albion entscheiden wird.

Cover:
Das Cover von Wolfsthron hat mich in dem Moment überzeugt, in dem ich es aus der Verpackung, in der es bei mir angekommen ist, gezogen habe. Die Kombination des schwarzen Hintergrundes und des silbern hervorstehenden Wolfskopfes wirkt sehr eindrucksvoll, und da der Wolfskopf einen leichten 3D-Effekt hat, erweckt das Cover des Romans einen hochqualitativen Eindruck.

Schreibstil:
Ein neuer Autor auf meiner Liste, und wieder einer, der mich von sich überzeugen konnte. Leo Carews Schreibstil passt wahnsinnig gut zu dem Inhalt des Romans und kommt qualitativ an viele andere Autoren heran. Das Lesen von Wolfsthron hat mir sehr viel Spaß bereitet, vor allem aufgrund des tollen Schreibstils des Autors.
Geschrieben ist die Geschichte aus unterschiedlichen Sichten, sodass wir von vielen verschiedenen Seiten Einblick erhalten.

Geschichte:
Bereits der Klappentext hat mich mit seinen Ähnlichkeiten zu Game of Thrones in seinen Bann gezogen. Doch die Geschichte konnte noch weiter überzeugen. Zwar kommt sie an ein Game of Thrones nicht heran, doch bietet sie eine neue Welt voller neuer Völker, die in ihren Bann zieht.
Roper erhält das Kommando über die Legionen des Hindrunn, der Hauptstadt der Anakim, nachdem sein Vater auf dem Schlachtfeld gegen die Heerscharen Süddals fällt. Er sieht sich allerdings nicht nur dem Feind aus dem Süden angeführt von dem Emporkömmling Bellamus entgegen, sondern auch Feinden aus den eigenen Reihen, die ihn nicht auf dem Thron des Nordens sehen wollen. Es beginnt ein Kampf an mehreren Fronten, und der junge Roper muss alte und neue Gefolgsleute und Vertraute um sich scharen, um seinem Thronanspruch gerecht zu werden und die Schlacht gegen den Süden zu gewinnen.

Charaktere:
Wolfsthron beinhaltet viele neue Charaktere, die sofort Eindruck beim Leser hinterlassen. Obwohl der Roman aus unterschiedlichen Sichten geschrieben ist, mangelt es keinem der Charaktere an Tiefe, sodass die Frage, bei wem es sich um einen Protagonisten handelt, nicht so leicht zu beantworten ist. Mit Roper, Bellamus und Uvoren (Ropers Widersacher) haben wir drei starke Führungspersönlichkeiten, von denen jeder seine eigenen Schlachten zu schlagen hat. Ropers Unterstützer, deren Namen ich an dieser Stelle nicht verraten werde, sind mir mit der Zeit allesamt ans Herz gewachsen, und für Uvorens Anhänger entwickelte ich, wie vermutlich vom Autoren geplant, schnell eine Abneigung. Bellamus hingegen, der eigentlich den größten Feind Ropers darstellt, hat durch sein Vorgehen und seine Handlungen meine Zuneigung gewonnen.

Fazit:
Insgesamt bin ich sehr gespannt, wie es im nächsten Teil von Wolfsthron mit den Charakteren und dem Schicksal Albions weitergeht. Mit diesem Roman ist Leo Carew ein wahnsinnig gelungener Auftakt einer neuen fantastischen Reihe gelungen!

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

Abschließend möchte ich mich noch einmal bei der Randomhouse Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Damit wurden mir einige tolle Lesestunden bescherrt.