14. März 2019

Rezension: Blutbuche





"Blutbuche" von Ule Hansen

Heyne

ISBN 978-3-453-43805-7

Preis: 17,00€

Umfang: ca. 478 Seiten

Klappentext:
"Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in den drei Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Sie sind auf Deutsch verfasst, und der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die ein Gutachten erstellen soll. Wird hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten, oder sind diese Briefe nur ein übler Scherz? Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird Emma nicht nur mit den abgekarteten Spielchen ihrer Vorgesetzten sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert. Dann wird eine Leiche gefunden ...

Cover:
Das Cover von Blutbuche gefällt mir wirklich sehr gut. Es ist - so würde ich sagen - ein klassisches Thriller-Cover. Die kahlen Äste der Bäume, welche sich von den Rändern zur Covermitte ranken bilden einen passenden Hintergrund für den blutverschmiertwirkenden Buchtitel. Wirklich sehr gelungen! Und hätte ich dieses Buch nicht von der Randomhouse Verlagsgruppe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, wäre es definitiv ein Cover-Kauf geworden!

Schreibstil:
Die Autoren Astrid Ule und Eric T. Hansen, die ihre Bücher unter dem Pseudonym Ule Hansen veröffentlichen, haben einen für Thriller passenden Schreibstil, der den Leser fesselt und nicht mehr los lässt. Blutbuche ist mehr als flüssig geschrieben und bis zum Ende spannend.

Geschichte:
Die Geschichte um Emma Carow in Blutbuche hat mir gut gefallen. Der Fall, den Emma dieses mal bearbeiten muss, ist so grausam, dass ich hin und wieder innehalten musste, bevor ich weiterlesen konnte. Mit diesem Fall, bei dem in Polen schriftliche Hilferufe von in Berlin vermissten Frauen auftauchen, kommt Emma Carow an ihre Grenzen - denn ihre Vergangenheit und ihre 10 Jahre zurückliegende und sie immer noch verfolgende Vergewaltigung scheinen sie nun einzuholen.
Die Jagd nach dem Entführer - und grausamen Mörder - ist sooo spannend, aber viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht sagen, denn sonst verrate ich zu viel!

Charaktere:
Emma Carow kennt man bereits aus Neuntöter von Ule Hansen (was nicht für mich gilt, denn ich habe Neuntöter nie gelesen). In Blutbuche ist sie trotz ihrer Vergangenheit - oder gerade deswegen - diejenige, die diesen perversen Fall zugeteilt bekommt und bearbeitet. Dabei schießt sie mehrfach über das Ziel hinaus und bringt sich selbst in Gefahr. Als etwas ungewöhnliche Heldin legt Emma Carow ein sehr spontanes und unberechenbares Handeln an den Tag, was dafür sorgt, dass man sich als Leser nicht wirklich mit ihr identifizieren kann. Trotzdem stellt sie eine für diesen Thriller gelungene Heldin dar.

Fazit:
Insgesamt kann ich sagen, dass Blutbuche ein gelungener Thriller mit einem packenden und grausamen Fall ist. Jeder Thriller- bzw. Krimiliebhaber sollte sich mit diesem Prachtstück von Ule Hansen versuchen!

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Geschichte:🌕 (100/100)
Charktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)

Abschließend möchte ich mich noch beim Heyne Verlag und der Randomhouse Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar bedanken.