11. April 2019

Rezension: Die Krone der Elemente





"Die Krone der Elemente" von Matthias Oden

Heyne

ISBN 978-3-453-31956-1

Preis: 16,99€

Umfang: 718 Seiten

Inhalt:
Das Heilige Reich der Salischen Völker hat den Vormarsch seiner Armeen eingestellt, denn sein Herrscher wird immer älter und gebrechlicher, während die Traumfelder den Sehern keine Antworten mehr liefern. Doch dann findet die Oberbefehlshaberin des Landes Chimrien ein uraltes Artefakt, welches seinem Besitzer unendliche Macht verspricht. Die Krone der Elemente verschafft der Oberbefehlshaberin den Vorteil, sodass sie in das Kaiserreich einfallen kann, ohne dass dieses darauf vorbereitet ist. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die dem Reich droht. Denn die Seher finden endlich Antworten auf den Traumfeldern, es werden düstere Zeiten und das Ende eines Zeitalters prophezeit.

Cover:
Das Cover von Die Krone der Elemente ist sehr düster, aber ich finde es unglaublich schön und ausgesprochen gut gelungen! Besonders gefallen hat mir der Buchschnitt, denn dieser in einem knalligen hellrot / dunkelorange gestaltet. Insgesamt lässt die äußere Gestaltung des Romans diesen augenblicklich wie einen High Fantasy Roman wirken.

Schreibstil:
Die Krone der Elemente ist der erste Roman, den ich von Matthias Oden gelesen habe. Sein Schreibstil ist flüssig, wenn auch ein wenig verschachtelt. Doch der Schreibstil an sich hat mir keine Probleme bereitet, dafür aber die Namen der Charaktere und Städte. Diese passen zwar gut zu einem Roman aus dem Genre Fantasy, sind allerdings teilweise so kompliziert, dass sie den Lesefluss stören (wie z.B. Atlis, Tryggve, Grautwis, Klemonestra), da man erst überlegen muss, wie man sie ausspricht.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Sichten geschrieben sind. Dadurch erhalten wir als Leser einen Einblick in all die vielen verschiedenen Charaktere, die über den Kontinent verteilt leben.

Geschichte:
Die Geschichte spielt zu einer dem Mittelalter ähnlichen Zeit, und das ganze in einem intensiven Fantasy-Rahmen. Die Welt und die Handlung von Die Krone der Elemente ist sehr komplex und wirkte dadurch etwas verwirrend auf mich. Das hat mich allerdings nicht gestört, schließlich bin ich ein großer Game of Thrones Fan und dadurch an komplizierte Handlungen gewöhnt. Die Liebe zu GoT hat mir diesen Roman noch schmackhafter gemacht, denn in gewisser Weise ähnelt Die Krone der Elemente dem Fantasy-Epos.
Wir erleben, wie die unterschiedlichsten Charaktere Geschehnisse erleben, welche anfangs keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Als dann ein wichtiges Artefakt gefunden wird, packte mich als Leser die Spannung. Die Krone der Elemente, die ebendieses Artefakt ist, kommt allerdings nur selten vor, was daran liegen mag, dass dies der Auftaktband einer neuen Reihe ist. Nur zwei mal erfahren wir die Macht, die sie ihrem Besitzer verspricht.
Trotzdem ist die Geschichte - nach einem etwas zähen Einstieg - unglaublich spannend und fesselnd.

Fazit:
Nachdem ich in den Roman hineingefunden hatte, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Jedem Fantasy-Fan kann ich Die Krone der Elemente nur wärmstens empfehlen. Ähnlichkeiten zu Game of Thrones finden sich nur im positiven, die in GoT häufig kritisierten Geschlechterverhältnisse sind hier wirklich ausgeglichen.

Cover: 🌕 (100/100)
Schreibstil: 🌖 (75/100)
Geschichte: 🌖 (75/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌖 (75/100)