17. Juli 2019

Rezension: Die Blutkönigin






Auf einen Blick:
Titel: Die Blutkönigin
Autorin: Sarah Beth Durst
Verlag: penhaligon
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-7645-3188-1
Preis: 15,00€
Umfang: ca. 540 Seiten

Inhalt:
Es muss immer eine Königin geben im Königreich Renthia, die die Elementargeister zu kontrollieren weiß. Aus diesem Grund muss Daleina ihre Ausbildung zur Thronanwärterin antreten, denn sie gehört zu den wenigen Frauen, die über die Gabe verfügen, die Geister zu kontrollieren. Doch diese Ausbildung ist sehr gefährlich und nur eine der Frauen kann am Ende Königin werden, während andere auf dem Weg dahin ihr Leben lassen. Solange die regierende Königin lebt, findet die Ausbildung statt, doch sobald diese stirbt, muss eine der Thronanwärterinnen von den Geistern erwählt werden und ihren Platz übernehmen. Daleine ist bei weitem nicht die mächtigste der Kandidatinnen, doch als sie endlich von einem Meister erwählt wird, um bei ihm ihre weitere Ausbildung zu erhalten, sieht sie Hoffnung für sich. Was sie nicht weiß, ist, dass dieser Meister die amtierende Königin liebt - und von ihr verraten wurde.

Cover: 
Das Cover von Die Blutkönigin ist schlicht und hauptsächlich weiß, aber dennoch optisch ansprechend, sodass ich das Buch nicht bloß aufgrund des Klappentextes gekauft habe. Wer diesen Auftakt der Reihe bereits gelesen hat, weiß, dass die Baumranken, die darauf abgebildet sind und aussehen, als würden sie wachsen, wirklich gut zum Inhalt des Buchs passen. Denn so können wir es uns vorstellen, wenn Daleina einem Erdgeist befiehlt, die Ranken eines Baumes wachsen zu lassen. Die roten Blüten und Blätter bilden einen starken Kontrast zu dem ansonsten weiß und grau gehaltenen Cover und können für das Blut stehen, welches auch im Titel vorkommt.

Schreibstil: 
Der Schreibstil von Sarah Beth Durst hat mir persönlich nicht sehr gut gefallen. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass es der Autorin nicht gelingt, die Lücken zu füllen, da es häufig zu größeren Zeitsprüngen kommt, die meiner Meinung nach fehl am Platz sind und besser hätten gefüllt werden müssen. So überspringt die Autorin beispielsweise die ersten zwei Jahre von Daleinas Ausbildung an der Akademie, was ich sehr schade finde. Gerne hätte ich mehr von den Anfängen ihres Lernens gelesen.
Außerdem muss ich sagen, dass nicht immer alle Entscheidungen der Charaktere wirklich logisch klangen oder nachzuvollziehen waren für mich, was ein weiterer Punktabzug für den Schreibstil ist.

Geschichte: 
Die Idee der Geschichte finde ich an sich sehr gelungen, weshalb ich das Buch auch gekaut habe. Leider ist - wie gesagt - die Umsetzung nicht sooo gut gelungen, aber trotzdem handelt es sich um eine spannende und schön zu lesende Geschichte.
Die Welt, die Sarah Beth Durst in Die Blutkönigin erschaffen hat, ist sehr interessant und neu für mich. Das will schon etwas heißen, da ich im Bereich der Jugendliteratur viele Fantasy-Romane lese und es so recht selten vorkommt, dass ich auf etwas wirklich neues stoße. Vielleicht denkt ihr euch beim Lesen meiner Rezension auch: "Was redet die da? Natürlich haben wir so etwas schonmal gelesen!", aber für mich war es tatsächlich mal etwas neues. Die Menschen in Renthia leben in Dörfern, die sich in den Bäumen befinden und nur vereinzelt auf dem Waldboden, da es dort aufgrund der Erdgeister zu gefährlich ist. Um von einem Dorf ins nächste zu gelangen, muss man also entweder den Mut haben, über den Waldboden zu gehen, oder man wandert über die errichteten Brücken. Hat man es eilig und ist besonders mutig, wählt man die Drahtpfade, die wir uns als Leser vorstellen können wir Zip-Lining in Kletterwäldern. Die Elementargeister finde ich von der Idee her gut, doch leider konnte ich sie mir immer sehr schwer nur vorstellen, da sie anscheinend alle so unterschiedlich aussehen. Da hätte die Autorin meiner Meinung nach einheitliche Erscheinungen für die jeweiligen Elemente aussuchen sollen. Die Idee, dass nur wenige Frauen die Gabe besitzen, diese Geister zu kontrollieren, die von Natur aus zerstören und töten wollen, gefällt mir hingegen wirklich gut, und auch die Ausbildung zur Thronanwärterin und dass es immer nur eine Königin geben kann, aber auch geben muss.
Insgesamt ist also die Geschichte wirklich gut, nur an manchen Stellen hätte sie besser umgesetzt werden können.

Fazit:
Ich habe Die Blutkönigin von Sarah Beth Durst gerne gelesen, auch wenn das Buch keineswegs zu meinen Lieblingen gehören wird. Es handelt sich um eine gelungene Geschichte, der Schreibstil ist in Ordnung und man kann den Roman auf jeden Fall gut lesen. Da ich nach den ersten Kapiteln vorerst wirklich überzeugt von der Geschichte war, habe ich mir sofort Band zwei bestellt, sodass ich die Reihe nun natürlich weiterlesen werde. Empfehlen würde ich das Buch Fantasy-Liebhabern, aber ich warne euch: Erwartet nicht zu viel. Insgesamt ist die Geschichte durch die ungefüllten Lücken und den nicht soooo guten Schreibstil etwas flach.

Bewertung: 
Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌗 (50/100)
Geschichte: 🌗 (50/100)
Charaktere: 🌗 (50/100)
Gesamtpaket: 🌗 (50/100)

Ausblick auf Band 2: 


Quelle: Thalia