15. Oktober 2019

Rezension: Goldene Flammen (Grischa 1)





Auf einen Blick:
Titel: Goldene Flammen (Grischa 1)
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-52444-2
Preis: 12,99€ (Schuber: 39,00€)
Umfang: 350 Seiten

Bevor ich anfange, möchte ich mich gerne bei dem Knaur Verlag dafür bedanken, dass mir der Schuber mit den neuen Ausgaben der Grischa Trilogie als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Obwohl ich den ersten Band vor längerer Zeit bereits rezensiert habe, habe ich diese Gelegenheit genutzt und ihn aufs Neue gelesen. Natürlich gibt es deshalb auch nochmal eine Rezension zu Goldene Flammen. Auch wenn es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, bleibt meine Meinung ehrlich und unverändert.  

Inhalt
Alina Starkov dient dem Zaren von Ravka als Kartografin der Ersten Armee. Gemeinsam mit ihrem Kindheitsfreund Malyen Oretsev, der als Fährtenleser der Ersten Armee tätig ist, und ihrer Truppe kommt Alina in Kribirsk an, dem letzten Ort in Ost-Ravka vor der Schattenflur. Die Schattenflur ist ein Streifen beinahe undurchdringlicher Finsternis, der den Osten Ravkas von der Westküste des Landes trennte. In der Schattenflur leben bösartige Kreaturen der Finsternis, die jedem, der versucht die wabernde schwarze Masse zu durchqueren, nach dem Leben trachten. Alinas und Malyens Einheit soll eben dies versuchen: sie sollen die Schattenflur durchqueren. Als es dabei zu einem Angriff der finsteren Kreaturen kommt, schwebt Mal auf einmal in Lebensgefahr. Auf unerklärliche Weise rettet Alina ihrem besten Freund das Leben und offenbart eine Kraft, von der nicht einmal sie selbst gewusst hat, dass sie in ihr schlummert. Zurück in Kribirsk wird Alina mitgeteilt, dass sie eine Grischa ist, und zwar nicht irgendeine Grischa, sondern eine Sonnenkriegerin, die einzige ihrer Art. Sie wird umgehend in das Trainingslager der Grischa, den Kleinen Palast, versetzt, wo sie lernen soll, ihre Kräfte zu nutzen und zu kontrollieren. Ihr Mentor ist dabei kein anderer als der älteste und mächtigste Grischa, genannt "der Dunkle". Doch schon bald muss Alina feststellen, dass der Dunkle in ihr nicht die Hoffnung des Landes sieht, die Schattenflur zu zerstören, sondern dass er seine eigenen Pläne mit ihr und ihrer Macht hat. 

Cover:
Ich liebe die neue Ausgabe der Grischa Trilogie von Knaur! Die alten Cover haben mir nicht gut gefallen, aber der Schuber ist meiner Meinung nach wunderschön gestaltet. Der Hirsch, der auf dem Cover von Goldene Flammen zu sehen ist, hat eine ganz besondere Bedeutung für den ersten Band der Trilogie, auf die ich hier aber natürlich nicht näher eingehe. Die goldenen Akzente wie auch die goldene Schrift verleihen dem Cover etwas sehr edles und dies zieht sich durch die gesamte Trilogie hindurch, was mir gut gefällt. 

Schreibstil:
Leigh Bardugo zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihr Schreibstil ist auch in Goldene Flammen wie immer wahnsinnig schön. Die Geschichte lässt sich wunderbar lesen. Die Sätze sind nicht zu lang und auch nicht zu kurz, Alinas Gedankengänge sind gut dargestellt und ein flüssiges Lesen ist auf alle Fälle möglich!

Geschichte:
Die Geschichte vom ersten Band der Grischa Trilogie gefällt mir sehr gut, auch wenn die Grundidee nichts Neues ist: eine junge Frau entdeckt ihre Macht bzw. Kraft, von der sie vorher nichts wusste, woraufhin sie in eine Art Schule geschickt wird, wo sie lernen soll, diese Kraft zu nutzen. Wem das bekannt vorkommt, der hat vermutlich schon Bücher wie Die Rebellin von Trudi Canavan gelesen. Das ist allerdings nichts, was mich stören würde, vor allem, da ich die Welt der Grischa so neuartig und faszinierend finde. Bereits in Das Lied der Krähen und dem Folgeband von Leigh Bardugo haben es mir die Grischa angetan, und das ändert sich hier natürlich nicht. 
Alinas Geschichte und der Weg, den sie geht, faszinieren mich nach einem zweiten Lesen des Buchs nach wie vor. Mir gefallen die Wendungen, die die Geschichte immer wieder zwischendurch nimmt. Oft handelt es sich um Kleinigkeiten, mit denen man als Leser zuvor nicht gerechnet hat und die immer wieder für einen kleinen Spannungsaufbau sorgen. Generell lässt sich zur Spannung sagen, dass diese sich immer wieder auf- und abbaut, in einem fast stetigen Wechsel. Das sorgte bei mir auch beim zweiten Lesen von Goldene Flammen dafür, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte. 
Auch dieses Mal hat mir eine Sache wieder besonders gut gefallen: Die Geschichte und die wahren Hintergründe des Dunklen, sowie seine Pläne für Alina. Doch leider kann ich dazu nicht mehr sagen, sonst laufe ich Gefahr, euch zu spoilern.

Fazit
Goldene Flammen ist ein toller Auftakt für eine große Fantasy-Reihe. Das Grishaverse gehört zu meinen liebsten Fandoms und ich bin ein Fan von allem, was dazu gehört. Wer sich gerne im Fantasy-Genre rumtreibt und vielleicht schonmal ein Buch von Leigh Bardugo gelesen und dieses gemocht hat, dem kann ich den ersten Band der Grischa Trilogie nur wärmstens empfehlen! 
Ich muss aber auch sagen, dass mit dem Grishaverse zwar etwas Neues geschaffen wurde, sich aber trotzdem Klischees durch die Geschichte und auch die Charaktere hindurchziehen. Dafür ziehe ich in der Gesamtwertung einen halben Stern wieder ab! 

Bewertung:
Cover: 🌟🌟🌟🌟🌟
Schreibstil: 🌟🌟🌟🌟🌟
Geschichte: 🌟🌟🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟🌟 (4,5 Sterne)

Der Schuber