24. Februar 2020

Rezension: Das Neunte Haus





Auf einen Blick:
Titel: Das Neunte Haus
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Format: TB
ISBN: 978-3-426-22717-6
Preis: 18,00€
Umfang: 521 Seiten

Dieses Buch habe ich vom Knaur Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön an den Verlag! Wie immer bleibt meine Meinung ehrlich und unverfälscht.

Inhalt
Alex Stern hat in ihrem Leben bereits einiges durchmachen müssen. Dass sie nun die Universität Yale besucht, scheint wie ein Neuanfang, ein Lichtblick. Wäre da nicht die Voraussetzung, an die ihre Anwesenheit an der Uni gebunden wäre: die Arbeit für die Studenten-Verbindung Lethe. Was sie dafür qualifiziert? Ihre Gabe, die Geister der Toten zu sehen. Denn Lethe ist, genau wie die anderen 8 Studenten-Verbindungen, die Yale beherrschen. mächtig und voller Magie. Doch Alex' Gabe ist einzigartig. Als auf dem Campus ein Mädchen brutal ermordet wird, ist es Alex' Aufgabe, dem Ganzen nachzugehen. Doch ihre Untersuchungen decken einige dunkle, weit in die Vergangenheit ragende Geheimnisse auf - und Alex muss herausfinden, wem sie vertrauen kann und wem nicht. 

Cover
Können wir bitte kurz innehalten und dieses hammermäßige Cover betrachten? Als ich das Päckchen ausgepackt habe, in dem das Buch bei mir ankam, war ich hin und weg. Die Schlange wirkt im Licht, als würde sie sich durch die Buchstaben hindurch aus dem Cover herausschlängeln. Ihr metallisch glänzender Körper sieht so toll aus auf dem dunkel gehaltenen Buch! Keine Frage, hier gibt es keinen einzigen Stern abzug! 

Schreibstil:
Nun kommen wir zu dem ersten unerfreulicheren Punkt. Obwohl ich ein großer Leigh-Bardugo-Fan bin, bin ich mit diesem Buch von ihr lange nicht so recht warm geworden. Ich kann aber gar nicht genau sagen, woran das lag, schließlich habe ich ihre anderen Bücher geliebt. Zum Teil, vermute ich aber, lag es an ihrem etwas anderen Schreibstil, der von dem der Grischa-Trilogie (bspw.) meiner Meinung nach etwas abweicht. Nichtsdestotrotz ist das Buch gut geschrieben. 

Geschichte:
Möglicherweise lag es auch an der Geschichte, dass ich nicht so recht in das Buch reingekommen bin. Beispielsweise gibt es in beinahe jedem Kapitel einen Zeitsprung, sodass man mal etwas aus der Gegenwart, mal etwas aus der Vergangenheit liest. So fügen sich nur Stückchen für Stückchen die Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen. Für mich hat das leider von Anfang an dafür gesorgt, dass ich die Protagonistin nicht so recht zu durchschauen gelernt habe, dem Lauf der Geschichte nicht richtig folgen konnte und mich so die Spannung nicht packen wollte. Nur einzelne Szenen, gerade die, in denen Alex' Vergangenheit beleuchtet wurde, fand ich wirklich spannend / interessant, und so habe ich mich durch die ersten 300 Seiten (immerhin von 520!) eher hindruch geschleppt. Sehr schade! 
Auf den letzten 220 Seiten (ca.) hat sich das aber zum Glück geändert. Endlich konnte ich der Geschichte folgen, endlich wurde es spannend! Die Fragen, die beim Lesen der ersten Hälfte des Buchs bei mir aufgekommen waren, fingen an beantwortet zu werden, was sich wirklich gut angefühlt hat. Kein Wunder also, dass ich - wo ich doch für die ersten 300 Seiten knapp 2-3 Wochen gebraucht habe - die letzten 220 Seiten an einem Tag beendet habe. 

Fazit
Richtig, ein Fazit. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Ich bin ein wenig hin- und hergerissen zwischen meiner Liebe zu Leigh Bardugos Büchern und der Tatsache, dass mir dieses hier einfach nicht 100%ig gefallen hat. Auch wenn es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, möchte ich ehrlich sein in meinen Rezensionen - das ist schließlich der Grund, warum ihr als Leser mich als Rezensentin schätzt und euch gerne von mir zum Lesen inspirieren lasst. 
Also, mein Fazit: Die Idee des Buchs ist wirklich gelungen. An der Umsetzung ist es meiner Meinung nach etwas gescheitert. Die erste Hälfte der Geschichte hätte schlicht und einfach spannender gestaltet werden können, mit etwas weniger Zeitsprüngen. 

Bewertung
Cover: 🌟🌟🌟🌟🌟
Schreibstil: 🌟🌟
Geschichte: 🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟