16. März 2020

Rezension: Throne of Glass - Herrscherin über Asche und Zorn





Auf einen Blick:
Titel: Throne of Glass - Herrscherin über Asche und Zorn
Autorin: Sarah J. Maas
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-423-71820-2
Preis: 16,95€
Umfang: 1098 Seiten

Bei diesem Buch handelt es sich um den letzten Band der Throne of Glass Reihe. Dementsprechend wird diese Rezension Spoiler enthalten, falls ihr Band 1-6 noch nicht gelesen habt. 
Ich habe das Buch bereits vor etwas mehr als einer Woche beendet, aber die Umstände haben leider dafür gesorgt, dass ich es erst jetzt rezensieren kann. Ich versuche, mich trotz des zeitlichen Abstands nochmal in das Buch reinzufühlen und die Rezension so emotional zu schreiben, wie es vor einer Woche der Fall gewesen wäre. 

Inhalt
Aelin Ashryver Whitethorn Galathynius liegt eingesperrt in einem eisernen Sarg. Die größte Hoffnung ihres Volkes erleidet Dunkelheit und Folter, Dunkelheit und Folter. Doch noch besteht Hoffnung. Hoffnung, dass Aelins Freunde sie finden und befreien. Hoffnung, dass Terrasen den dunklen Mächten standhalten kann - ob mit oder ohne Feuerbringerin. Hoffnung, dass Manon Verbündete unter den Crochans findet. Hoffnung, dass Dorian den letzten Wyrdschlüssel findet. Hoffnung, dass Yrenes Macht mehr zu tun vermag, als ihr bisher möglich war. Hoffnung, dass Aedion sein Volk führen und vor der Finsternis bewahren kann. Hoffnung, dass Rowan seine Geliebte, seine Gefährtin wiederfindet - und sie noch am leben ist, bis er das schafft. Es besteht noch viel Hoffnung. Doch alles scheint vom Willen der Königin von Terrasen abhängig zu sein, von Aelins Willen, als Königin zurückzukehren und den letzten Krieg für Erilea zu gewinnen. 

Cover
Ein letztes Mal ein neues Cover von Throne of Glass (Ich entschuldige mich jetzt schonmal für meine Sentimentalität)... Die Farbwahl dieses letzten Covers ist perfekt. Die Andeutung der orangeroten Flammen hinter Aelin, die sprühenden Funken um die Schrift herum. Ein passendes Cover für den Abschluss dieser Reihe. 

Schreibstil:
Hachja, was soll ich zu dieser Rubrik noch sagen? Sarah J. Maas ist eine meiner Lieblingsautoren, wenn nicht sogar DIE Lieblingsautorin, und dementsprechend hingerissen bin ich von ihrem Schreibstil. Auch in diesem siebten und letzten Band konnte sie mich wieder voll und ganz mitreißen, ich habe mich auf jeder einzelnen Seite in die Geschichte und auch die Charaktere einfühlen können. Nicht zuletzt hat der Schreibstil von Sarah J. Maas es mir ermöglicht, während des Lesens zu lachen wie auch zu weinen. Oh, was habe ich geweint! 

Geschichte:
Auf diesen knapp 1100 Seiten von Throne of Glass - Herrscherin über Asche und Zorn passiert wahnsinnig, wahnsinnig viel. So viel, dass es für mich und meine Gefühle wahrscheinlich besser gewesen wäre, das Ganze in zwei Bücher aufzuteilen, obwohl es die Tatsache, dass die Reihe nun zuende ist, auch nicht leichter gemacht hätte. 
Wir lesen von Anfang an viele verschiedene Stränge einer Geschichte, die größtenteils parallel ablaufen. Das ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass die Geschichte wie immer aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Von Aelin erfahren wir mehr über ihre Gefangenschaft; bei Rowan, Elide, Lorcan und Gavriel lesen wir von ihrer Suche nach Aelin; Dorian und Manon erzählen uns von ihrer Suche nach dem letzten Wyrdschlüssel und Crochan-Verbündeten; Yrene und Chaol versuchen Chaols Heimat zu retten; Aedion und Terrasens Armee versuchen, gegen die dunklen Mächte Erawans standzuhalten; Nesryn und Sartaq reisen mit der Armee vom südlichen Kontinent und eilen Nesryns Freunden zu Hilfe - so springen wir als Leser natürlich viel von einer Situation zur nächsten. Das macht die Geschichte meiner Meinung nach aber nur umso spannender, da es manchmal auch 2-3 Kapitel dauern kann, bis man nach einem kleinen Kapitel-Cliffhanger erfährt, wie es für diesen Charakter schließlich weiter geht. 

Ich möchte inhaltlich natürlich nicht spoilern, weswegen ich mich hier in der Rezension relativ kurz fassen muss. Der Verlauf der Geschichte hat mir insgesamt aber so so so so gut gefallen! Die Wendungen, die es gibt, kommen total unvorhersehbar, sie haben mich als Leserin völlig überrascht und emotional mitgerissen. Achterbahn der Gefühle trifft es hier ziemlich gut: so viele Male liefen mir die Tränen über die Wangen beim Lesen. Ich kannte die Charaktere mittlerweile schon so lange, dass ich mich an traurigen oder besonders schönen Stellen einfach nicht zurückhalten konnte. Und ja, es passiert sehr, sehr viel trauriges. Darauf würde ich gerne näher eingehen, aber nein, ich werde euch nicht spoilern!

Für die Schlachten in diesem Band habe ich nur ein Wort: episch. Sosososo episch! Und (leider) gibt es auch den einen oder anderen wirklich, wirklich epischen Tod. Ich hatte beim Lesen Gänsehaut, besonders bei einem sehr tragischen, sehr tapferen, heldenreichen Opfer - wenn ihr das Buch bereits gelesen habt, wisst ihr, was ich meine. 

Fazit
Ich bin wirklich traurig, dass die Throne of Glass Reihe hiermit beendet ist. Sarah J. Maas hat meiner Meinung nach ein absolutes Meisterwerk geschaffen, ein High-Fantasy-Meistewerk, das mit bekannten Werken definitiv mithalten kann. Hat Frau Maas eine Welt erschaffen, die an Tolkiens Mittelerde heranreicht? Ihr müsst euch eure Antwort auf diese Frage selber bilden, aber mit dem Abschluss dieser Reihe würde ich behaupten: Ja, das hat sie. 

Bewertung:
Cover: 🌟🌟🌟🌟
Schreibstil: 🌟🌟🌟🌟🌟
Geschichte: 🌟🌟🌟🌟🌟
Charaktere: 🌟🌟🌟🌟🌟
Entwicklung der Charaktere: 🌟🌟🌟🌟🌟
Logik der Reihe: 🌟🌟🌟🌟🌟
Emotionen: 🌟🌟🌟🌟🌟
Gesamtpaket: 🌟🌟🌟🌟🌟